Der liebevoll gedeckte Frühstückstisch auf Instagram (#supermom), das „Abendroutine mit drei Kindern"-Video auf TikTok, der Ratgeber zur bindungsorientierten Erziehung, das entspannte Mehrgenerationenidyll im Ikea-Katalog – Bilder von Familie sind allgegenwärtig. Sie entwerfen Vorstellungen von gelingender Elternschaft und glücklicher Kindheit, von Nähe und Fürsorge, Sicherheit und Ordnung. Und sie prägen unsere Vorstellungen davon, was als „gute" und dahingehend „normale" Familie gilt. Zugleich werfen sie Fragen auf: Wer kann diesen Bildern überhaupt entsprechen? Welche Ressourcen setzt eine so verstandene „gute Familie" voraus? Und wer bleibt außen vor?
Im Seminar untersuchen wir, wie Vorstellungen von (guter) Familie in medialen Kontexten hervorgebracht, verbreitet und stabilisiert, vielleicht aber auch hinterfragt und herausgefordert werden. Wir fragen, wie sich mediale Repräsentationen von Familie als pädagogisch relevante Phänomene begreifen und mit qualitativen Methoden untersuchen lassen. Ziel ist es, grundlegende Ansätze der erziehungswissenschaftlichen Familienforschung kennenzulernen und sich mit medialen Normierungen vertieft auseinanderzusetzen.
Neben der theoretischen Auseinandersetzung werden im Seminar verschiedene qualitative Methoden eingeführt und in empirischen Übungen praktisch erprobt. Dabei entwickeln Sie geeignete Forschungsfragen, überlegen sich ein passendes Forschungsdesign und reflektieren gemeinsam Ihre Ergebnisse.
Das Seminar findet in Präsenz statt. Es werden kleinere Selbstlern- und Arbeitsphasen integriert. Erwartet wird die Bereitschaft zur aktiven Teilnahme, zur Lektüre vorbereitender Texte sowie zur eigenständigen Reflexion und Mitarbeit in Forschungsübungen.
In dieser Veranstaltung findet ein Platzvergabeverfahren statt. Bitte informieren Sie sich hier über den Ablauf: https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/erziehungswissenschaft/studium-und-lehre/studiendekanat/studienorganisation/platzvergabe/
Empfohlen wird, vorab die Vorlesung zur Einführung in die qualitativen Forschungsmethoden zu besuchen.
Wenn Sie diese Veranstaltung als BiWi-Import-/Export-Veranstaltung studieren, beachten Sie bitte folgende Hinweise:
- Diese Veranstaltung wird in mehreren Studiengangsvarianten (Bildungswissenschaften, Unterrichtsfächer) verwendet.
- Sie dürfen grundsätzlich die gleiche Veranstaltung (d.h. mit dem identischen Titel) nicht zwei Mal besuchen und auch nicht doppelt verwenden, das heißt: Sie müssen pro Studiengangsvariante eine andere Veranstaltung besuchen und die Leistung erbringen.
- Sie dürfen eine Veranstaltung aus dem gleichen Themenfeld ("Diagnose und Förderung", "Didaktik" oder "Forschendes Lernen") mit einem anderen Titel belegen.
Weitere Informationen zum BiWi-Import finden Sie auf der Webseite der BiSEd https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/bised/studiumlehramt/studierende/weitere-informationen/#tabs-comp_000064239bad_00000051c4_55f4
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Mi | 12-14 | 15.04.-22.07.2026 |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.
Studienleistung: Entwicklung und Poster-Präsentation einer eigenen Forschungsidee zu zweit oder zu dritt
Prüfungsleistung: Entwicklung und Poster-Präsentation einer eigenen Forschungsidee mit schriftlicher Ausarbeitung