Das Seminar führt in Funktion und Bedeutung von Wissen als einem grundlegenden, strukturbildenden und sinnleitenden Element gesellschaftlichen Zusammenlebens ein. Wissenssoziologie wird folglich nicht als Bindestrich-Soziologie verstanden; Wissen ist vielmehr eine zentrale analytische Dimension soziologischer Theoriebildung und ein die individuelle Handlungsorientierung und Erfahrung begründendes Sozialphänomen. Soziologisch gesehen sind daher die gesellschaftlichen Bedingungen der Produktion von Wissensformen, Wissensordnungen und Wissensregimen von hohem Interesse. Im ersten Teil der Veranstaltung wird es in diesem Sinne anhand ausgewählter Theorien um Prozesse der alltäglichen Wissens- und Sinnproduktion gehen (beginnend mit P. Berger u. Thomas Luckmann) und darum, wie sich Wissensordnungen und –regime ausbilden und erhalten (vgl. M. Foucaults Wissensbegriff). Im zweiten Schritt werden ausgewählte Wissensbegriffe und Wissensfelder behandelt, z.B. habitualisierte oder auch symbolische Formen des Wissens, Rituale, (natur)wissenschaftliches versus religiöses Wissen, Körperwissen, Emotionen als Wissensform oder auch kollektive Gedächtnis- und Erinnerungsarbeit.
Die Veranstaltung ist primär als Lektüre-Kurs konzipiert, setzt also in besonderer Weise die Bereitschaft zum Lesen der gemeinsamen Basis-Lektüre voraus. Eine regelmäßige Teilnahme wird erwartet.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
|---|
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.
| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Studieren ab 50 |