Hinweis: Obwohl dies ist ein MA-Seminar, können Sie als interessierte BA-Student:in sehr gerne teilnehmen. Sagen Sie mir bitte einfach per Mail Bescheid. Die nötigen Vorkenntnisse werden wir uns im Seminar gemeinsam erarbeiten.
Viele Fragen scheinen einfach keine klare Antwort zu haben. Damit ist nicht gemeint, dass wir ihre Antworten nicht kennen. Vielmehr scheinen wir es mit Fällen zu tun zu haben, bei denen schlicht nicht feststeht, was der Fall ist. Fragen wir uns zum Beispiel: Ist ein Burrito ein Sandwich? Sind Actionfiguren Puppen? Handelt es sich bei Bitcoin um eine Währung?, dann scheint die Antwort scheint jeweils zu lauten: Nun, das steht nicht fest. Wenn wir uns den Angriff auf die Türme des World Trade Centers im Jahr 2001 vor Augen führen und fragen: War das ein Ereignis oder waren es zwei?, dann scheinen wir auch wieder auf eine Unbestimmtheit zu stoßen. Und wenn wir überlegen, wie in Kevins Äußerung „Alle Bierflaschen sind in der Badewanne“ der Ausdruck ‚alle Bierflaschen‘ genau zu verstehen ist, dann scheint wieder zu gelten, dass es hier keine feststehende Tatsache gibt. Nun sind alle diese Unbestimmtheiten letztlich wohl sprachlicher Natur – sie ergeben sich aus Ausdrücken wie „Puppe“, „Währung“, „Ereignis“ oder „alle“. Aber was passiert hier genau, immerhin sind die genannten Ausdrücke nicht einfache vage wie ‚kahlköpfig‘ oder ‚Haufen‘?
Im Seminar wollen wir dem Phänomen der Unbestimmtheit nachgehen. Wir wollen zum einen wissen, wo es herkommt: Warum haben wir Unbestimmtheit in der Sprache? Wir wollen zum anderen wissen, was es für Konsequenzen hat: Was bedeutet es, wenn die Vehikel unseres Sprechens und vielleicht auch unseres Denkens auf die beschriebene Weise unbestimmt sind? Wir werden dazu ausgewählte Arbeiten aus der Sprachphilosophie gemeinsam lesen und diskutieren.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Mi | 14-16 | 15.04.-24.07.2026 |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.