Ältere und neue elektronische Medien verbindet, dass sie mit Erwartungen von möglichen Nachfragenden umgehen müssen, die ihnen – zunächst jedenfalls - unbekannt sind. Medienkommunikation ist immer Kommunikation zwischen Nicht-Anwesenden – egal ob es hier um Fernsehen, Zeitungen oder Social-Media-Anwendungen geht. Medien lassen sich allerdings danach unterscheiden, wie sie mit diesem Unbekanntheits- bzw. Unsicherheitsproblem umgehen. Im Seminar wird es um eine Forschungsperspektive gehen, die dieses Unbekanntheits- bzw. Unsicherheitsproblem und entsprechende Lösungsversuche in den Blick nimmt: die inklusionstheoretische Perspektive, wie sie vor allem im Umfeld der Soziologischen Systemtheorie entwickelt wurde. Sie bringt die Lösungen mit der jeweiligen Art und Weise der Adressierung und Einbeziehung möglicher Nachfragenden in Verbindung. Dem geht die Annahme voraus, dass Kommunikation generell nie einen ganzheitlichen, sondern immer nur eingeschränkten Zugriff auf den Menschen hat. Wie dieser Zugriff erfolgt, hängt dann von den jeweiligen Besonderheiten der Kommunikation ab. Diese legen fest, wie wir an der Kommunikation teilnehmen können, für andere beobachtbar und adressierbar werden. Im Seminar werden wir uns vor allem mit Formen der massenmedialen Inklusion näher beschäftigen. Wir werden feststellen, dass diese Inklusion sehr unterschiedlich verlaufen kann: z.B. als „anonymes Publikum“, als „Saalkandidat“, als „Anruferin“, "Tweet-Autor" oder „Talkshow-Gast“. Solche Formen legen fest, wie Menschen auf welche Weise als relevant/nicht relevant, sichtbar/unsichtbar bzw. zugehörig/nicht zugehörig behandelt werden. Da Massenmedien mittlerweile auch im Netz vertreten sind, ist ebenso an onlinebasierte Inklusionsformen zu denken. Hier geht es vor allem um Möglichkeiten des Bewertens, Weiterempfehlens und Kommentierens, wie sie auf den Webseiten der Massenmedien angeboten werden. Das Seminar dient der Einführung in diese Thematik.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Mi | 16-18 | 12.10.2026-05.02.2027 |
| Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
|---|---|---|---|
| 30-M-Soz-M11a Mediensoziologie a | Seminar 1 | Studienleistung
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Studieninformation |
| Seminar 2 | Studienleistung
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Studieninformation | |
| - | benotete Prüfungsleistung | Studieninformation | |
| 30-M-Soz-M11b Mediensoziologie b | Seminar 1 | Studienleistung
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Studieninformation |
| Seminar 2 | Studienleistung
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Studieninformation | |
| - | benotete Prüfungsleistung | Studieninformation | |
| 30-MGS-4_a Hauptmodul 3: Geschlechterordnung(en) in Zeiten globaler Transformationen | Seminar 1 | Studienleistung
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Studieninformation |
| Seminar 2 | Studienleistung
benotete Prüfungsleistung |
Studieninformation | |
| 30-MeWi-HM2 Medien und Gesellschaft | Lehrveranstaltung I | benotete Prüfungsleistung
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Studieninformation |
| Lehrveranstaltung II | Studienleistung
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Studieninformation | |
| Lehrveranstaltung III | Studienleistung
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Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.