In der Gegenwart lassen sich ganz unterschiedliche Formen und Formate der Gesellschaftsdiagnostik beobachten. In unserem interdisziplinären Seminar werden wir gemeinsam untersuchen, wie sich in der gegenwärtigen Literatur und Literaturkritik sowie der aktuellen Soziologie unterschiedliche Gattungen der Gesellschaftsdiagnose herausgebildet haben. Der Schwerpunkt unserer Interesses liegt dabei Texten, die eine zunehmende Ungleichheit im nationalen oder globalen Maßstab diagnostizieren. Wir fragen, welche Merkmale diese Texte gemeinsam haben und was sie unterscheidet, wie sie argumentieren und welche narrativen Strategien und rhetorischen Darstellungsformen sie einsetzen, um Aufmerksamkeit zu erregen und ihr Publikum zu überzeugen.
Soziologische Studien:
Lessenich, Stephan (2018): Neben uns die Sinflut. Wie wir auf Kosten anderer leben, aktualisierte und überarbeitete Taschenbuchausgabe, München: Piper.
Milanovic, Branko (2017): Haben und Nichthaben: Eine kurze Geschichte der Ungleichheit, Darmstadt: Theiss.
Nachtwey, Oliver (2016): Die Abstiegsgesellschaft. Über das Aufbegehren in der regressiven Moderne, Berlin: Suhrkamp.
Literarische Werke:
Baron, Christian (2020): Ein Mann seiner Klasse, Berlin: Claassen.
Dröscher, Daniela (2018): Zeige deine Klasse, Hamburg: Hoffmann und Campe.
Melle, Thomas (2014): 3000 Euro. Roman, Berlin: Rowohlt Berlin.
Ohde, Deniz (2020): Streulicht. Roman, Berlin: Suhrkamp.
Ostkamp, Katja (2019): Marzahn mon amour. Geschichte einer Fußpflegerin, Berlin: Hanser Berlin.
Stahl, Enno (2019): Sanierungsgebiete. Roman, Berlin: Verbrecher Verlag.
Stelling, Anke (2018): Schäfchen im Trockenen. Roman, Berlin: Verbrecher Verlag.
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Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.