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220077 Mediated Borders. Grenzen in Kunst, Literatur und Politik (S) (WiSe 2020/2021)

Inhalt, Kommentar

„Borders, what’s up with them?” fragte die Sängerin M.I.A. im Jahre 2016, in dem man eine neue Hochkonjunktur von Mauern und Grenzen durch die sogenannte „Flüchtlingskrise“ und die Wahl Donald Trumps beobachten konnte. Die unsichtbaren symbolischen Grenzen der Nationalstaaten mussten vehement durch die Grenzagentur Frontex oder Trumps Mauerbau wieder in die Sphäre des Realen und Sichtbaren übersetzt werden. Grenzen machen territoriale, geographische, soziale und kulturelle Ein- und Ausgrenzungsprozesse sichtbar, die oftmals darauf zielen „ein Anderes“ zu bestimmen. Sie sind nie einfach gegeben, sondern Ergebnisse von historischen, politischen und symbolischen Austarierungsprozessen und den Medien, die sie schreiben. Auf der anderen Seite können sowohl Grenzen als auch ihre Überschreitungen produktiv gemacht werden, indem sie neue Räume eröffnen. Grenzen beinhalten schon immer das Moment ihrer eigenen Transgression. Dies zeigt sich nicht zuletzt in der Kunst, in der ganze Genres und Gattungen erst durch Überwinden der vorherigen Grenzen entstehen konnten. Insbesondere das Übertreten von Grenzen sorgt immer wieder für Neuverortungen von dem, was Kunst „ist“ und was Kunst „sein darf“. So handelt auch die Fragen nach der Autonomie der Kunst auf der einen Seite, und politisch engagierter Kunst auf der anderen, letztlich von der Frage nach den eigenen Grenze.

Im Seminar möchten wir diskutieren, wie Kunstwerke, Bilder und Medien Ein- und Ausgrenzungsprozesse verhandeln. Dabei sollen Grenzen anhand von Beispielen aus Literatur-, Kunst- und Mediengeschichte als geographische, epistemologische und ästhetische Operatoren diskutiert werden.

Literaturangaben

  • Sabrina Ellebrecht: Mediated Bordering. Eurosur, the Refugee Boat, and the Construction of an External EU Border. transcipt 2020.
  • Aischylos: Die Schutzflehenden. Reclam 1999.
  • Elfriede Jelinek: Die Schutzbefohlenen. Rowohlt 2018.
  • Emine Sevgi Özdamar: Mutterzunge. Kiepenheuer & Witsch 1998.
  • Anna-Lena Wenzel: Grenzüberschreitungen in der Gegenwartskunst. transcript 2011.
  • Sarah Hadda: Der Schnitt als Denkfigur im Surrealismus. transcript 2019.
  • e-flux journal: Online-reader 'Borders'. 2020.
  • Lorenzo Pezzani: Liquid Violence: Investigations of Jurisdictional Boundaries at Sea by Forensic Oceanography. In: Architectural Review, Issue 1460, April 2019, S. 54-57.

Lehrende

Termine (Kalendersicht )

Rhythmus Tag Uhrzeit Format / Ort Zeitraum  
wöchentlich Mi 14-16 ONLINE   26.10.2020-12.02.2021

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