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220005 Familie und Verwandtschaft im antiken Rom (S) (SoSe 2019)

Inhalt, Kommentar

Nach Cicero stellt der häuslich-familiale Verband die Keimzelle der res publica Romana dar; Haus und Familie waren gerade kein im modernen Sinne „privater“, vom Staat diskreter Bereich. In der Figur des Hausvaters, des paterfamilias, der die Mitglieder seines Verbandes bei Vergehen gegen die Gemeinschaft zu strafen hatte, zeigt sich vielmehr die spezifisch römische Verschränkung zwischen Familie und Gemeinschaft. Nichtdestotrotz wurden diese Konstellationen lange Zeit in der Geschichtswissenschaft vernachlässigt, nachdem sie im 19. Jahrhundert den „Privatalterthümern“ zugeordnet worden waren.
In der Veranstaltung soll es darum gehen nachzuvollziehen, wie Haus, Familie und Verwandtschaft in Rom durch die moderne Forschung behandelt wurden, welche Konjunkturen und Paradigmenwechsel zu einer Neubetrachtung führen. In einem zweiten Schritt soll behandelt werden, inwiefern moderne anthropologische Sichtweisen auf Familie und Verwandtschaft helfen können, den antiken Fall neu zu beleuchten und einzuordnen.

Literaturangaben

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S. Franklin, S. McKinnon, Introduction: relative values. Reconfigurating kinship studies, in: S. Franklin, S. McKinnon, eds., Relative values. Reconfigurating kinship studies, Durham – London 2001, 1-25.
D.B. Martin, The construction of the ancient family: methodological considerations, JRS 86, 1996, 40-60.
J. Martin, Die französische Forschung zur römischen Familie – einige Anmerkungen, in: H. Bruhns, J.-M. David, W. Nippel, eds., Die späte römische Republik – La fin de la république romaine. Un débat franco-allemand d’historie et d’historiographie, Rom 1997, 217-220.
D.M. Schneider, A critique of the study of kinship, Ann Arbor 1984 (Reprint 2007).
S. J. Yanagisako, Bringing it all home. Kinship theory in anthropology, in: D.W. Sabean, S. Teuscher, J. Mathieu, eds., Kinship in Europe. Approaches to a long-term development (1300-1800), New York – Oxford 2007, 32-48.

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