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250086 Einführung in die qualitative Bildanalyse (S+Ü) (SoSe 2014)

Inhalt, Kommentar

In den letzten zwanzig Jahren hat eine enorme Ausweitung der Menge an Bildern, deren Verbreitung und Rezeption stattgefunden. Man denke nur an das Internet oder die digitale Fotografie, so dass inzwischen von einem „iconic turn“ oder „pictoral turn“ gesprochen wird. Ziel dieses Seminars ist es, seine TeilnehmerInnen zu befähigen, selbständig gehaltvolle Bildanalysen durchführen zu können, die wissenschaftlichen, d.h. in diesem Fall insbesondere forschungsmethodischen Standards entsprechen. Unter (Einzel-)Bildern werden z.B. Fotos, Plakate, Self-Shorts, Postkarten, aber auch Zeichnungen, Collagen, Gemälde, Fresken oder Standbilder von Videos oder Filmen (also keine Video- oder Filmanalyse im herkömmlichen Sinne) verstanden. Das Seminar gliedert sich in drei Abschnitte:
1. Theoretische Rahmung
1.1 Zur Eigenlogik von Bildern (z.B. Was unterscheidet eigentlich ein Bild von einem Text?)
1.2 Ikonographische Sinndimension: WAS wird auf dem Bild dargestellt?
1.3 Ikonotopische Sinndimension: WO wird das Bild dargestellt (z.B. auf einer offiziellen Webseite einer Organisation oder in einem sozialen Online-Netzwerk wie Facebook, um „Freunde“ zu informieren)?
1.4 Ikonische Sinndimension: WIE wird das Bild dargestellt (z.B. planimetrische Komposition, szenische Choreographie, perspektivische Projektion)?
1.5 Ikonologische Sinndimension: WELCHE geschlechts-, generations-, milieu-, organisationstypischen (etc.) Kontexte und (Alltags-)Praxen (auch in historischer Perspektive) der Produzenten von Bildern lassen sich rekonstruieren?
2. Als qualitative bzw. interpretative sozialwissenschaftliche Forschungsmethode zur empirischen Analyse von Bildern kommt die Dokumentarische Methode sensu Bohnsack zur Anwendung.
3. Den TeilnehmerInnen wird im Übungsteil des Seminars anhand ausgewählter Beispiele von Bildern die Gelegenheit geboten, unter Anleitung empirische Analysen qualitativer Art im Plenum oder in Kleingruppen durchzuführen und deren Ergebnisse zu diskutieren.
ATTENTION PLEASE! BE COOL!
Wegen der starken studentischen Nachfrage, wird von mir auch im WS 2014/15 ein Seminar mit der gleichen Thematik angeboten werden.

Teilnahmevoraussetzungen, notwendige Vorkenntnisse

Master of Arts: Voraussetzung ist die Zulassung zum Master of Arts Erziehungswissenschaft

Literaturangaben

Den folgenden Text sollten alle SeminarteilnehmerInnen gemäß Ausubel’s lernpsychologischer „Theory of Advanced Organizers“ unbedingt vor Seminarbeginn gelesen haben:
Przyborski, Aglaja/Wohlrab-Sahr, Monika: Qualitative Sozialforschung. Ein Arbeitsbuch. Nur 4., erweitere Aufl. München: Oldenburg 2014, daraus: Kap. 3.5: Zur Erhebung von visuellem Datenmaterial, S. 147-S. 162 und Kap. 5.6: Rekonstruktive Bildinterpretation(en), S. 315-357. (Die beiden Buchkapitel kann man in der Uni-Bib fotokopieren oder auch (hoffentlich) als Text-Datei herunterladen).
Eine ausführliche Literaturliste wird in der ersten Seminarsitzung von mir verteilt.

Lehrende

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Klausuren

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Fachzuordnungen

Modul Veranstaltung Leistungen  
25-ME2 Methodologien und Methoden empirischer Forschung E1: Methodologien und Methoden qualitativer Forschung Studienleistung
unbenotete Prüfungsleistung
benotete Prüfungsleistung
Studieninformation
25-MEW14 Forschungsmethoden II E2: Komplexe qualitative Verfahren sowie ihre Anwendung und Reflexion Studienleistung
Studieninformation
25-MEW2b Methodologien und Methoden empirischer Sozialforschung E3: Empirische Sozialforschung Studienleistung
Studieninformation
veranstaltungsübergreifend unbenotete Prüfungsleistung benotete Prüfungsleistung Studieninformation
25-MeWi-HM6 (Neue) Medien und Lernen Lehrveranstaltung I benotete Prüfungsleistung
Studieninformation
Lehrveranstaltung II Studienleistung
Studieninformation
Lehrveranstaltung III Studienleistung
Studieninformation
30-MeWi-HM4 Methoden der Medienforschung Lehrveranstaltung I benotete Prüfungsleistung
Studieninformation
Lehrveranstaltung II Studienleistung
Studieninformation
Lehrveranstaltung III Studienleistung
Studieninformation

Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Studiengang/-angebot Gültigkeit Variante Untergliederung Status Sem. LP  
Medienwissenschaft, interdisziplinäre / Master (Einschreibung bis SoSe 2014) Hauptmodul 5; Hauptmodul 7 Wahlpflicht 3  
Pädagogik / Erziehungswissenschaft / Diplom (Einschreibung bis SoSe 2008) H.3.4   scheinfähig  
Konkretisierung der Anforderungen

Regelmäßige Teilnahme
a) Studienleistung: Qualitative Analyse eines Bildes einschließlich der Verschriftlichung der Interpretationsergebnisse
b) Modulprüfung: Hausarbeit: Benotete Einzelleistung: Qualitative Analyse von zwei Bildern, davon eines nach eigener persönlicher Wahl einschließlich der Verschriftlichung der Interpretationsergebnisse von beiden Bildern

Lernraum
TeilnehmerInnen
Automatischer E-Mailverteiler der Veranstaltung
Änderungen/Aktualität der Veranstaltungsdaten
Sonstiges