Dieses Seminar widmet sich der Frage nach „Theorie“ in den Digital Humanities (DH). Die Digital Humanities sind ein interdisziplinäres Cluster ganz unterschiedlicher Fächer, zu denen die Geschichts- und die Literaturwissenschaft einerseits, andererseits aber u.a. Data Science und Statistik gehören.
Während frühe DH-Positionen ein „Ende der Theorie“ angesichts großer digitaler Datenmengen ausriefen, werden im Gegenzug die Ergebnisse digitaler Studien von vielen Geisteswissenschaftler*innen nach wie vor äußerst kritisch beäugt. Bleiben sie nicht hinter den teils sehr anspruchsvollen geisteswissenschaftlichen Theoriemodellen zurück? Zwischen beiden Extremen stehen die formalisierenden und bewusst reduktionistischen Modellierungen der empirischen Sozialwissenschaften.
Mit unserem Seminar blicken wir in beide Richtungen und berücksichtigen Fragestellungen unter anderem zu scheinbar eindeutigen Begriffen (wie zum Beispiel Autor, Text, Quelle), zu kritischen Positionen (z.B. Intersektionalität und zu künstlicher Intelligenz), und dem Einfluss des Digitalen als Medium (Plattformen, Tools, Visualisierungen).
Ausgehend von aktuellen und klassischen Texten diskutieren wir die Bedingungen des geisteswissenschaftlichen Verstehens und Erklärens unter den Bedingungen des Digitalen.
Die Literaturliste wird in der ersten Sitzung im Seminar besprochen.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
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Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.
| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bielefeld Graduate School In History And Sociology / Promotion | Optional Course Programme |