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220025 Zeitgeschichte als Streitgeschichte (S+K) (SoSe 2013)

Inhalt, Kommentar

Ziel des Seminars ist es, über die Betrachtung zeithistorischer Schlüsseldebatten in den vergangenen Jahrzehnten hinaus auch eine vergleichende Rückschau der gesellschaftlichen Wirkungen zu leisten. Dabei geht es nicht nur um die Frage nach der Bedeutung historischer Fachkontroversen für die politisch-demokratische Kultur der Bundesrepublik, sondern auch um ihre Relevanz für eine historische Selbstreflexion der Zunft. Mit dieser Intention werden originäre Fachdebatten respektive öffentlichkeitswirksame Medienkontroversen nach 1945 aufgegriffen, angefangen von der „Fischer-Kontroverse“ in den sechziger Jahren um die deutsche Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkrieges und dem „Historikerstreit“ von 1986/87 um die „Singularität“ des Massenmordes an den Juden über Debatten des „Umbruchs von 1989“ und den öffentlichen Auseinandersetzungen um die „Wehrmachtsausstellung“ 1995 bis zur Rezeptions- und Mediengeschichte von Daniel Goldhagens Buch „Hitlers willige Vollstrecker“ im Jahre 1996/97. Zwar liegt der Schwerpunkt auf Deutschland, jedoch werden auch historische Kontroversen in Frankreich (Deutung der Vichy-Zeit, 1940-44, und des Algerienkrieges, 1954-1962), Polen (Verhältnis zwischen Polen und Juden während der deutschen Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg) sowie die Historikerdebatte in Spanien behandelt. Dass die zeitgeschichtlichen Kontroversen als Kommunikations- und Medienereignisse analysiert werden müssen, versteht sich von selbst.

Literaturangaben

Einführungsliteratur:

Klaus Große Kracht, Die zankende Zunft. Historische Kontroversen in Deutschland nach 1945, Göttingen 2011;
Frank Bösch/Jürgen Danyel, Zeitgeschichte – Konzepte und Methoden, Göttingen 2012.

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Modul Veranstaltung Leistungen  
22-M-4.1 Theoriemodul Interdisziplinäres Theorieseminar benotete Prüfungsleistung
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Theorieseminar Transnationale Geschichtsschreibung, Transfer und Vergleich Studieninformation
22-M-4.3 Mastermodul Moderne Historische Kontextualisierung Studienleistung
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22-M-4.4.1 Profilmodul "Geschichte der europäischen Moderne" Historische Kontextualisierung Studienleistung
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22-M-4.4.10 Profilmodul "Globalgeschichte" Historische Kontextualisierung Studienleistung
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22-M-4.4.4 Profilmodul "Zeitgeschichte" Historische Kontextualisierung Studienleistung
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22-M-4.4.7 Profilmodul "Sozial- und Wirtschaftsgeschichte" Historische Kontextualisierung Studienleistung
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22-M-4.4.9 Profilmodul "Historische Politikforschung" Historische Kontextualisierung Studienleistung
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22-M-4.5 Forschungsmodul Historische Kontextualisierung Studieninformation

Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Studiengang/-angebot Gültigkeit Variante Untergliederung Status Sem. LP  
Geschichtswissenschaft / Master (Einschreibung bis SoSe 2012) 4.3.1; 4.3.2; 4.4.2   4.5  
Geschichtswissenschaft / Master (Einschreibung bis SoSe 2012) Mastermodul 4.1 Wahlpflicht 7.5 Interdisziplinäres Theorieseminar und Theorieseminar Transnational  
Geschichtswissenschaft (Gym/Ge) / Master of Education (Einschreibung bis SoSe 2014) Modul 4.7 Wahlpflicht 6  
Geschichtswissenschaft (Gym/Ge) / Master of Education (Einschreibung bis SoSe 2014) Modul 4.7 Wahlpflicht 4 scheinfähig Studierbar als Lektürekurs  
Konkretisierung der Anforderungen
Keine Konkretisierungen vorhanden
Lernraum
TeilnehmerInnen
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