220114 Auf dem Weg in die Moderne? Grundstrukturen der mittelalterlichen Gesellschaft und ihr Verhältnis zur Gegenwartsgesellschaft. (K) (WiSe 2012/2013)

Inhalt, Kommentar

Bei der Konzeptionierung des Mittelalters in seinem Verhältnis zur Moderne lassen sich grob die beiden Strömungen ‚Kontinuität‘ und ‚Alterität‘ ausmachen: Gerade in letzter Zeit findet man auch in öffentlichen Debatten, unter weitgehender Ausblendung der Antike, den Verweis auf eine „jüdisch-christlich-abendländischen Kultur“ als Grundlage Europas. Andererseits betont seit je ein bedeutender Teil der Forschung die Andersartigkeit der mittelalterlich-frühneuzeitlichen Gesellschaft und akzentuiert einen starken Bruch im 18. Jahrhundert. Die grundlegende Frage, ob, wie weit und in welcher Form die Vormoderne auf die Moderne vorausweist hat dabei ganz unterschiedliche Antworten gefunden.
Im Rahmen des Kurses wird versucht, einen Überblick über einige wichtige Konzepte dieser sehr unterschiedlichen Einschätzungen zu geben und einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Zugleich soll vor diesem Hintergrund die Vormoderne als Epoche schärfere Konturen gewinnen.

Teilnahmevoraussetzungen, notwendige Vorkenntnisse

Hinweis: Begleitend zum Kurs findet Fr., von 10-12 Uhr, das Seminar „Dynamiken in der Vormoderne?“ statt. Beide Veranstaltungen können jedoch auch eigenständig besucht werden.

Literaturangaben

- Borutta, Manuel, Genealogie der Säkularisierungstheorie. Zur Historisierung einer großen Erzählung der Moderne, in: Geschichte und Gesellschaft 30,3 (2010), S. 347-376.
- Mitterauer, Michael, Warum Europa? Mittelalterliche Grundlagen eines Sonderwegs, München 2003.
- Oexle, Otto Gerhard, Soziale Gruppen in der Ständegesellschaft. Lebensformen des Mittelalters und ihre historischen Wirkung, in: Die Repräsentation der Gruppen. Texte - Bilder - Objekte, hg. von Otto Gerhard Oexle und Andrea von Hülsen-Esch (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 141) Göttingen 1998, S. 9-41.
- Strohschneider, Peter, Die Zeichen der Mediävistik. Ein Diskussionsbeitrag zum Mittelalter-Entwurf in Peter Czerwinskis 'Gegenwärtigkeit', in: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur 20 (1995), S. 173-191.
- Winkler, Heinrich August, Geschichte des Westens, München 2009.

Lehrende

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Fachzuordnungen

Modul Veranstaltung Leistungen  
22-M-4.2 Mastermodul Vormoderne Historische Kontextualisierung Studienleistung
Studieninformation
22-M-4.4.2_ver1 Profilmodul "Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit" Historische Kontextualisierung Studienleistung
Studieninformation
22-M-4.5 Forschungsmodul Historische Kontextualisierung Studieninformation
veranstaltungsübergreifend benotete Prüfungsleistung Studieninformation

Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Studiengang/-angebot Gültigkeit Variante Untergliederung Status Sem. LP  
Geschichtswissenschaft / Master (Einschreibung bis SoSe 2012) 4.2.4 Wahlpflicht 4.5 scheinfähig  
Politische Kommunikation / Master (Einschreibung bis SoSe 2013) 3.3 Wahl 3 (bei Einzelleistung 2 LP zusätzlich)  

Keine Konkretisierungen vorhanden

Dokumentenablage

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registrierte Anzahl: 4
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Adresse:
WS2012_220114@ekvv.uni-bielefeld.de
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Falls die Belegnummer mehrfach im Semester verwendet wird können Sie die folgende alternative Verteileradresse nutzen, um die Teilnehmer*innen genau dieser Veranstaltung zu erreichen: VST_33274878@ekvv.uni-bielefeld.de
Reichweite:
3 Studierende direkt per E-Mail erreichbar
Hinweise:
Weitere Hinweise zu den E-Mailverteilern
Letzte Änderung Grunddaten/Lehrende:
Freitag, 11. Dezember 2015 
Letzte Änderung Zeiten:
Dienstag, 16. Oktober 2012 
Letzte Änderung Räume:
Dienstag, 16. Oktober 2012 
Art(en) / SWS
K / 2
Einrichtung
Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie / Abteilung Geschichtswissenschaft
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33274878
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