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220113 Dynamiken in der Vormoderne? Strukturelle Grundlagen des Wandels in einer vermeintlich starren Gesellschaft (S) (WiSe 2012/2013)

Einrichtung
Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie / Abteilung Geschichte
Art(en) / SWS
S / 2
Zeitraum
08.10.2012-01.02.2013
Voraussichtl. Wiederholung

Lehrende

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Klausuren

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Fachzuordnungen

Modul (Studienmodell 2011) Veranstaltung Leistungen  
22-M-4.2 Mastermodul Vormoderne Masterseminar Studienleistung
benotete Prüfungsleistung
Studieninformation
22-M-4.4.2 Profilmodul "Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit" Masterseminar Studienleistung
benotete Prüfungsleistung
Studieninformation
22-M-4.5 Forschungsmodul Masterseminar Studieninformation

Die Angaben in der Tabelle ergeben sich aus der Zuordnung zu einem Modul und der entsprechenden Modulbeschreibung. Bei den angegebenen "Leistungen" können Wahloptionen der Studierenden bestehen; Auskunft hierüber gibt ebenfalls die Modulbeschreibung.

Studiengang/-angebot Gültigkeit Variante Untergliederung Status Sem. LP  
Geschichtswissenschaft / Master (Einschreibung bis SoSe 2012) 4.2.4 Wahlpflicht 9 scheinfähig  
Geschichtswissenschaft / Master (Einschreibung bis SoSe 2012) Modul 4.5 Wahlpflicht 4 scheinfähig  
Politische Kommunikation / Master (Einschreibung bis SoSe 2013) 3.3 Wahl 3 (bei Einzelleistung 2 LP zusätzlich)  

Allgemeine Anforderungen bei Lehrveranstaltungen:

Die Anforderungen an die aktive Teilnahme (nur gültig für Studienmodell 2002) sind hier erläutert. In den FsB und Modulhandbüchern finden sich Informationen, ob Studienleistungen (nur gültig für Studienmodell 2011)/Einzelleistungen/Modul(teil)prüfungen vorgesehen sind, und welche Anforderungen hierfür bestehen.

Inhalt, Kommentar

Trotz der unbestreitbar großen Veränderungen, die zwischen dem 11. und dem 16. Jahrhundert zu verzeichnen sind, gilt dieser Zeitraum im Vergleich zum 18. bis 20. Jahrhundert als starr und unflexibel. Diagnostiziert man für die ‚klassische Moderne‘ auf fast allen Gebieten – sei es technologischer oder gesellschaftlicher Art – eine enorme, kaum bewältigbare Dynamik, so kommt das Hoch- und Spätmittelalter, selbst wenn die Renaissance einbezogen wird, nach Meinung Vieler vergleichsweise behäbig daher. Von besonderem Interesse sind solche Einschätzungen für das Seminar dort, wo sie für die Moderne nicht auf Einzelphänomene verweisen (Dampfmaschine, Französische Revolution), sondern gesellschaftliche Strukturen in Anschlag bringen.

Das Seminar stellt diese Ansicht auf den Prüfstand. Dabei wird es nicht darum gehen, sich die in Vielzahl jener einzureihen, die gegen das ‚dunkle Mittelalter‘ anschreiben und etwa bedeutenden technologische Entwicklungen in der Vormoderne herauszustellen. Auch geht es nicht darum, in einem quasi-romantischen Gestus die Beschleunigungen in der Moderne zu verteufeln.

Ziel des Seminars ist es, Thesen zur Veränderungen im Hoch- und Spätmittelalter, die tatsächlich oder vermeintlich auf die Moderne verweisen (Säkularisierung, Wissensgesellschaft, europäische Expansion, Zunahme an Freiheit …) kritisch zu hinterfragen und mit neuen, differenztheoretischen Ansätzen zu konfrontieren. Dabei werden einerseits klassische mediävistische Themen (Investiturstreit, Ordensgründungen, Universitäten, Adelsgruppen und Stadtgesellschaft) aufgegriffen und vor dem Hintergrund neuer theoretischer Angebote miteinander in Beziehung gesetzt. Ziel ist es, in der Vormoderne Dynamiken zu identifizieren, die auf ihrer segmentär-stratifikatorischen Struktur aufruhen, gleichwohl jedoch über sie hinausweisen.

Teilnahmevoraussetzungen, notwendige Vorkenntnisse

Hinweis: Begleitend zum Seminar findet Do., von 14-16 Uhr, der Kurs „Auf dem Weg in die Moderne?“ statt. Beide Veranstaltungen können jedoch auch eigenständig besucht werden.

Literaturangaben

- Luhmann, Niklas, Die Gesellschaft der Gesellschaft, Bd. 2, 2 Bde., Frankfurt/M. 1997 (insbes. Kap. 3 und 4).
- Melve, Leidulf, 'The Revolt of the Medievalists'. Directions in Recent Research on the Twelfth-Century Renaissance, in: Journal of Medieval History 32 (2006), S. 231-252.
- Oexle, Otto Gerhard, Die funktionale Dreiteilung der 'Gesellschaft' bei Adalbero von Laon, in: Frühmittelalterliche Studien 12 (1978), S. 1-54.
- Rexroth, Frank, Die Einheit der Wissenschaft und der Eigensinn der Disziplinen. Zur Konkurrenz zweier Denkformen im 12. und 13. Jahrhundert, in: Deutsches Archiv 67,1 (2011), S. 19-50.
- Schmidt, Hans-Joachim (Hg.), Tradition, Innovation, Invention. Fortschrittsverweigerung und Fortschrittsbewusstsein im Mittelalter (Scrinium Friburgense. Veröffentlichungen des Mediävistischen Instituts der Universität Freiburg Schweiz) Berlin - New York 2005.
- Schulz, Günther (Hg.), Sozialer Aufstieg. Funktionseliten im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit. Buedinger Forschungen zur Sozialgeschichte 2000/2001 (Deutsche Führungsschichten in der Neuzeit 25) München 2002.

Dokumentenablage

Hier finden Sie weitere Materialien zur Veranstaltung:

Stud.IP

Bei dieser Veranstaltung existiert ein entsprechendes Kursangebot im Stud.IP System der Bibliothek. Auch dort können Lehrende Materialien zu Lehrveranstaltungen ablegen.

TeilnehmerInnen
registrierte Anzahl : 8
Dies ist die Anzahl der Studierenden, die die Veranstaltung im Stundenplan gespeichert haben. In Klammern die Anzahl der über Gastaccounts angemeldeten Benutzer/innen.
Abruf der Liste der Teilnehmer/innen :
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Falls Sie noch keinen BIS Zugang besitzen oder generelle Hinweise zum Abrufen und zum Umgang mit den Teilnehmerlisten suchen nutzen Sie unsere Hilfeseite
Dort finden Sie auch Informationen dazu, wie Sie aus einer Teilnehmerliste die Ergebnisliste für die Prüfungsdokumentation erstellen und wie Sie diese an die Prüfungsämter übermitteln können.
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WS2012_220113@ekvv.uni-bielefeld.de
Lehrende, ihre Sekretariate sowie für die Pflege der Veranstaltungsdaten zuständige Personen können über diese Adresse E-Mails an die VeranstaltungsteilnehmerInnen verschicken. WICHTIG: Sie müssen verschickte E-Mails jeweils freischalten. Warten Sie die Freischaltungs-E-Mail ab und folgen Sie den darin enthaltenen Hinweisen.
Falls die Belegnummer mehrfach im Semester verwendet wird können Sie die folgende alternative Verteileradresse nutzen, um die TeilnehmerInnen genau dieser Veranstaltung zu erreichen: VST_33274658@ekvv.uni-bielefeld.de
Reichweite :
6 Studierende direkt per E-Mail erreichbar
Hinweise :
Weitere Hinweise zu den E-Mailverteilern
Änderungen/Aktualität der Veranstaltungsdaten
Letzte Änderung Grunddaten/Lehrende :
Freitag, 11. Dezember 2015 
Letzte Änderung Zeiten :
Freitag, 6. Juli 2012 
Letzte Änderung Räume :
Freitag, 6. Juli 2012 
Sonstiges
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