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300835 Affective Realities: Geschlecht, Alltag, Fernsehen (S) (WiSe 2019/2020)

Inhalt, Kommentar

Das Fernsehen ist das Medium des Alltäglichen, des Hauses, des Banalen, des Bedeutungslosen, des Untergeordneten; man könnte provokativ zuspitzend sagen: Fernsehen ist im Sinne der ‚männlichen Herrschaft‘ (Bourdieu) ein ‚weibliches’ Medium. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass für die empirische Hinwendung zu den Rezeptionsformen des Fernsehens, die Frage des Geschlechts zentral wurde. Bereits Tania Modleski hatte 1983 den Zusammenhang von Alltag und Fernsehen beschrieben und auf die Zerstreutheit, die Unterbrechung, die Nichtfokussiertheit der Hausarbeit verwiesen, kurz: die Notwendigkeit, sich nicht selbst als Subjekt der eigenen Tätigkeit, sondern als aufmerksam für die Stimmungen und möglichen Beweggründe der anderen zu erleben. Zur gleichen Zeit hat der amerikanische Kulturwissenschaftler Lawrence Grossberg von einer „Indifference of Television“ gesprochen und dies mit ersten Überlegungen zur spezifischen Affektivität des Fernsehens verknüpft. Fernsehen handelt demnach nicht von Bedeutung („meaning“), sondern von der Intensität affektiver Relationalität. Das Konzept des Affekts bezieht sich gerade auf eine solche in/differente, un/bestimmte Dimension der grundlegenden Bezüglichkeit von Körpern. Während die Fernsehwissenschaftlerin Misha Kavka versucht, die neueren Realityformate des Fernsehens über diese Körperlichkeit zu verstehen und von einer affektiven Realität spricht, gehen andere wie Roger Silverstone von einer übergängigen, haltenden Umweltlichkeit des Fernsehens aus. Diese vielfältigen Zugänge und Konzepte wollen wir im Seminar zusammenbringen und möglichst mit historischen und aktuellen Fernsehformaten sowie neueren Formen des ‚Fernsehens‘ wie YouTube und Streamingportalen verknüpfen.

Lehrende

Termine (Kalendersicht )

Rhythmus Tag Uhrzeit Ort Zeitraum  
wöchentlich Di 16-18 X-E0-207 08.10.2019-28.01.2020

Klausuren

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Fachzuordnungen

Modul Veranstaltung Leistungen  
25-FS-EM Einführungsmodul E2: Einführende Veranstaltung aus den Fakultäten Studieninformation
E3: Einführende Veranstaltung aus den Fakultäten Studieninformation
25-FS-GM Grundlagenmodul E2: Einführende Veranstaltung aus den Fakultäten Studieninformation
E3: Einführende Veranstaltung aus den Fakultäten Studieninformation
30-M26 Fachmodul Geschlechterforschung und Geschlechterverhältnisse Einführung (Seminar 1) Studienleistung
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Vertiefung (Seminar 2) Studienleistung
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veranstaltungsübergreifend benotete Prüfungsleistung Studieninformation
30-MGS-4 Hauptmodul 3: Arbeit und gesellschaftliche Transformationen Seminar 1 Studienleistung
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Seminar 2 Studienleistung
benotete Prüfungsleistung
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Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Studiengang/-angebot Gültigkeit Variante Untergliederung Status Sem. LP  
Geschlechterforschung in der Lehre    
Konkretisierung der Anforderungen
Keine Konkretisierungen vorhanden
Lernraum
TeilnehmerInnen
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Änderungen/Aktualität der Veranstaltungsdaten
Sonstiges