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220039 Kontaktzonen zwischen Aushandlung und Konflikt? Frühneuzeitliche Jesuiten in der Europa und der Welt (S) (SoSe 2019)

Inhalt, Kommentar

Sind Kulturkontakte interessant und bereichernd oder gefährlich? Das ist eine Frage, die auch uns heute, die Medien, Politiker etc. bewegt. Kulturkontakte bringen Innovation, neue Einsichten, fordern aber auch Gewissheiten heraus. Festgefügte Weltbilder, aber auch kulturelle, religiöse oder soziale Gewissheiten verändern sich. Jeder Akteur muss sich fragen, wieweit sie/er sich auf das Neue und Fremde einlässt und wo man auf das Eigene beharrt. Diese Fragen sind aber nicht neu, sondern haben einen überzeitlichen Charakter, gewannen aber mit der sog. Europäischen Expansion auch eine noch wachsende Bedeutung für Europa. Ein früher globaler Player war der Jesuitenorden, gegründet in den konfessionellen Unruhen der westlichen Christenheit, widmete er sich der Mission in allen bekannten Weltregionen. Kamen die Missionare alle aus dem christlichen Alteuropa, trafen sie auf sehr verschiedene Kulturen, Herrschaftssysteme, Religionen etc. Wie sich der Kulturkontakt jeweils gestaltete, welche Machtverhältnisse in prägte, wie sich christlich-europäisches mit nicht-europäischen Elementen mischte oder diese unterdrückte, werden wir am Beispiel verschiedener Fallbeispiele (z.B. Japan, Indien, Nordamerika, Südamerika, Äthiopien) und mit Hilfe verschiedener Quellengenre (Reiseberichte, Katechismen, gelehrte Werke) untersuchen. Der weitere Kontext – Katholizismus als ein globales Phänomen - wird in der begleitenden Übung von Giulia Nardini vermittelt

Literaturangaben

DITCHFIELD, SIMON: Decentering the Catholic Reformation: Papacy and Peoples in the Early Modern World, in: Archiv für Reformationsgeschichte 101 (2010), S. 186-208.
EHMICH, BIRGIT: Jesuiten in Europa seit der Frühen Neuzeit, in: Enzyklopädie Migration in Europa: vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart, hrsg. von KLAUS J. BADE (Migration in Europa), Paderborn ; München ; Wien ; Zürich
München 2. 2008, S. 710-715.
PROSPERI, ADRIANO: Der Missionar, in: Der Mensch des Barocks, hrsg. von ROSARIO VILLARI, Essen 1992, S. 142-180.

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Fachzuordnungen

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22-4.2 Mastermodul Geschichtswissenschaft: Vormoderne
4.2.2
Masterseminar Vormoderne benotete Prüfungsleistung
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22-M-4.2 Mastermodul Vormoderne
4.2.2
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22-M-4.4.10 Profilmodul "Globalgeschichte"
4.2.2
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benotete Prüfungsleistung
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22-M-4.4.13 Profilmodul "Global Cultures"
4.2.2
Masterseminar Studienleistung
benotete Prüfungsleistung
Studieninformation
22-M-4.4.2 Profilmodul "Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit"
4.2.2
Masterseminar Studienleistung
benotete Prüfungsleistung
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22-M-4.5 Forschungsmodul
4.2.2
Masterseminar Studieninformation

Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Konkretisierung der Anforderungen

Es wird eine aktive Mitarbeit, auch in Form von Impulsreferaten und der Auswahl von Quellen erwartet. Das Seminar wird durch die Übung von Giulia Nardini (220040 Catholicism as a global phenomenon? Confessionalization, counter reformation, evangelization) kontextualisiert

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