Brauchen wir noch Gleichstellung? Was bedeutet Inklusion? Wie verhält sich Geschlechtergeschichte zu feministischen Anliegen? Ist Gleichstellung von gestern und Intersektionalität und Diversität das Thema von heute? Wie werden Unterschiede in der Gesellschaft konstruiert und legitimiert?
In diesem Kurs werden konzeptionelle Ansätze zur Kategorie "gender" diskutiert und in übergreifende Fragen der Intersektionalität und anderer Differenzkategorien (z.B. Religion, Stand, race, Alter) eingeordnet. Dabei wird der besondere Fokus darauf gerichtet, welche Rolle "gender" und andere Differenzkategorien in der Vormoderne spielten. Diese Fragestellung ist zum einen ein wichtiger konzeptioneller Zugang für die Erforschung der Vormoderne, zum anderen aber ein wichtiger Beitrag zu einer Kontextualisierung moderner Kategorien und aktueller Debatten.
Der Kurs ist zugleich die Kontextualisierung für das Seminar (Gender, race, Stand und andere Differenzkategorien in der frühen Neuzeit):
Grundlage des Kurses ist die gründliche Lektüre von deutschen und englischen Aufsätzen und die Formulierung von Fragen zu den diskutierenden Texten, sowie die Übernahme einer Textpatenschaft (Vorstellung Autor und Kontext eines Textes).
Die Veranstaltung findet als Blockseminar im Januar und Februar statt, sowie zwei Vorbereitungssitzungen im November und Dezember.
Connell, R.W., and James W. Messerschmidt, 2005, Hegemonic Masculinity: Rethinking the Concept. Gender and Society 19/6:829-859.
Griesebner, Andrea, 1999, Geschlecht als mehrfach relationale Kategorie. Methodologische Anmerkungen aus der Perspektive der Frühen Neuzeit. In Geschlecht hat Methode. Ansätze und Perspektiven in der Frauen- und Geschlechtergeschichte. Beiträge der 9. Schweizerischen Historikerinnentagung. Veronika Aegerter, N. Graf, N. Imboden, T. Rytz, and R. Stöckli, eds. Pp. 129-137. Zürich.
Hausen, Karin, 1976, Die Polarisierung der "Geschlechtscharaktere" - Eine Spiegelung der Dissoziation von Erwerbs- und Familienleben. In Sozialgeschichte der Familie in der Neuzeit Europas. W. Conze, ed. Pp. 363-393. Stuttgart.
Kelly-Gadol, Joan, 1977, Did Women Have a Renaissance? In Women, History, and Theory: The Essays of Joan Kelly. J. Kelly, ed. Chicago 1984.
Müller, Marion, 2006, Geschlecht als Leistungsklasse. Der kleine Unterschied und seine großen Folgen am Beispiel der "gender verifications" im Leistungssport. Zeitschrift für Soziologie 35:392–412.
Opitz, Claudia, 2010, Von der Frauengeschichte zur Geschlechtergeschichte. In Geschlechtergeschichte. C. Opitz, ed. Pp. 12-41. Frankfurt am Main.
Scott, Joan W., 1994, Gender: Eine nützliche Kategorie der historischen Analyse. In Frauen in den USA. N. Kaiser, ed. Pp. 27-75. Leipzig.
Ulbrich, Claudia, 2011, Ständische Ungleichheit und Geschlechterforschung. In Soziale Ungleichheit und ständische Gesellschaft. Theorien und Debatten in der Frühneuzeitforschung. M. Füssel and T. Weller, eds. Pp. 85-104. Frankfurt am Main.
Walgenbach, Katharina, 2011, Intersektionalität als Analyseparadigma kultureller und sozialer Ungleichheiten. Kulturelle Differenzen und Globalisierung: Herausforderungen für Erziehung und Bildung:113-130.
Frequency | Weekday | Time | Format / Place | Period | |
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one-time | Do | 14-16 | 13.11.2025 | ||
one-time | Do | 14-16 | 18.12.2025 | ||
one-time | Fr | 10-16 | 23.01.2026 | ||
one-time | Sa | 10-14 | 24.01.2026 |
The binding module descriptions contain further information, including specifications on the "types of assignments" students need to complete. In cases where a module description mentions more than one kind of assignment, the respective member of the teaching staff will decide which task(s) they assign the students.
Grundlage des Kurses ist die gründliche Lektüre von deutschen und englischen Aufsätzen und die Formulierung von Fragen zu den diskutierenden Texten, sowie die Übernahme einer Textpatenschaft (Vorstellung Autor und Kontext eines Textes).