Im ersten Lebensjahr entwickeln sich zwei Voraussetzungen für den Spracherwerb, und zwar zunächst weitgehend getrennt: einerseits die Kontrolle über Artikulation und Lautproduktion, sichtbar etwa im frühen Lallen und Babbeln; andererseits soziale und kognitive Kompetenzen, durch die Kinder Handlungen und Absichten ihrer Bezugspersonen erfassen. Gegen Ende des ersten Lebensjahres beginnen diese Systeme sich zu verbinden, wenn erste Wörter entstehen und Lautformen zunehmend systematisch mit Bedeutungen verknüpft werden. Von den ersten Wörtern bis hin zur ersten Erlebniserzählung ist es jedoch noch ein weiter Weg. In der Vorlesung betrachten wir, wie schrittweise ein Sprachproduktions- und -verstehenssystem entsteht. Dabei werden zentrale Modellvorstellungen zum Spracherwerb sowie klassische und aktuelle empirische Befunde zum Erwerb sprachlicher Fähigkeiten auf verschiedenen linguistischen Ebenen vorgestellt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf experimentellen Methoden, mit denen sich Spracherwerb empirisch untersuchen lässt.
| Frequency | Weekday | Time | Format / Place | Period | |
|---|---|---|---|---|---|
| weekly | Mo | 14-16 | 12.10.2026-05.02.2027 |
| Module | Course | Requirements | |
|---|---|---|---|
| 23-LIN-BaLin3 Linguistics, Basics II Linguistik Basis 2 | Sprachentwicklung | Student information | |
| - | Ungraded examination Ungraded examination Graded examination | Student information |
The binding module descriptions contain further information, including specifications on the "types of assignments" students need to complete. In cases where a module description mentions more than one kind of assignment, the respective member of the teaching staff will decide which task(s) they assign the students.