Mit der Zentralperspektive zog in der Renaissance das Versprechen in die Kunst ein, Raum – und damit die Wirklichkeit als solche – realistisch erfassbar zu machen. Diese Vorstellung hält sich weiterhin hartnäckig – trotz der vielfachen Verzerrungen, Verkürzungen und Isolierungen, die die Bildobjekte über sich ergehen lassen müssen, um nicht aus dem zentralperspektivischen Raster zu fallen.
Im Kurs werden wir daher den verschiedenen Stationen, aber auch Metaphern der Zentralperspektive nachgehen – von der „Entdeckung“ (Edgerton) über die „Erfindung“ (Schmeiser) der Zentralperspektive; von der berühmten Fenster-Analogie (Alberti) hin zum „Schließen des Fensters“ (Marin) durch das Trompe-l’oeil; ihrem „Ursprung“ (Damisch) und der „Perspektive als symbolische Form“ (Panofsky). Nicht zuletzt werden wir nach dem „pornotopischen“ (Hentschel) Potenzial dieses durchdringenden Blicks fragen und die Anamorphose als gesteigerte Form der Verzerrung hinzunehmen.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
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| wöchentlich | Di | 16-18 | H11 | 13.04.-24.07.2026 |
| Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
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| 22-BKG-GM1 Grundmodul Bild- und Kunstgeschichte I Grundmodul Bild- und Kunstgeschichte I | Bild- und kunsthistorische Orientierung | Studienleistung
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Studieninformation |
| 22-BKG-GM1_ver1 Grundmodul Bild- und Kunstgeschichte I Grundmodul Bild- und Kunstgeschichte I | Bild- und kunsthistorische Orientierung | Studienleistung
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Studieninformation |
| 22-BKG-HVM Hauptmodul Bild- und Kunstgeschichte der Vormoderne Hauptmodul Bild- und Kunstgeschichte der Vormoderne | Bild- und kunsthistorische Orientierung | Studieninformation | |
| 22-BKG-PFM Profil- und Forschungsmodul zur Vorbereitung der BA-Arbeit Profil- und Forschungsmodul zur Vorbereitung der BA-Arbeit | Bild- und kunsthistorische Orientierung zu einem exemplarischen Thema der Vormoderne oder der Moderne | Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.