250254 Einführung in die Rassismustheorie und -kritik. Alltags- und popkulturelle Erkundungen in Zeiten der Faschisierung von Gesellschaft (S) (SoSe 2026)

Inhalt, Kommentar

Rassismus ist nicht auf physische Gewalt, die Abwertung von Minderheiten, Vorurteile und Einstellungen Einzelner zu reduzieren. Rassismus stellt in erster Linie die Unterscheidung von Menschen in sich vermeintlich wesenhaft unterscheidende und in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehende Gruppen dar. Und auch wenn es mittlerweile einen breiten wissenschaftlichen wie gesellschaftlichen Konsens darüber gibt, dass es „Rassen“ nicht gibt und Rassismus nicht sein darf, sind Unterscheidungen von Menschen in ihrem vermeintlich unterschiedlichem – etwa kulturellen – Wesen z.T. weiterhin weit verbreitet und selbstverständlich.

Bei Rassismus geht es in diesem Sinne weniger um die Frage nach expliziter Gewalt, aufzuklärender Vorurteile oder durch Unsicherheit ausgelöster Ängste, als um die Frage nach der sozialen Ordnung, in der „wir“ – im Lokalen wie im Globalen – leben und leben wollen. Insofern die Frage nach der guten sozialen Ordnung konstitutiv für die Pädagogik (die Erziehungs- und Bildungswissenschaft inklusive) ist und Migration menschheitsgeschichtlich, aber insbesondere gegenwärtig in noch besondererer Weise von grundlegender gesellschaftlicher Bedeutung ist, stellt eine differenzierte Auseinandersetzung mit zeitgemäßen Rassismustheorien und Praxen der Kritik ein Grundelement pädagogischer Professionalität für alle Disziplinen und Handlungsfelder dar.

Im Sinne des forschenden Lernens verbindet das Seminar die Aneignung und Diskussion von Rassismustheorien und der Programmatik der Rassismuskritik mit „kleinen“ und an der ein oder anderen Stelle gewiss auch dilettantischen, exemplarischen und explorativen Erkundungen von Alltags- und Popkultur und wie dort die Themen Rassismus und „Rasse“/race (nicht) repräsentiert sind und mit welchen Effekten. Unter der Annahme, dass wir in einer Zeit der Faschisierung der (welt-) gesellschaftlichen Verhältnisse leben (3. Welle der Autokratisierung), erkundet das Seminar dabei nicht nur unterschiedliche Rassismustheorien und insbesondere den Ansatz der Rassismuskritik, sondern auch die gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnisse und wie diese in der Alltags- und Popkultur mit hergestellt, aufrechterhalten, aber auch umkämpft werden.

In dieser Veranstaltung findet ein Platzvergabeverfahren statt. Bitte informieren Sie sich hier über den Ablauf: https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/erziehungswissenschaft/studium-und-lehre/studiendekanat/studienorganisation/platzvergabe/

Lehrende

Termine ( Kalendersicht )

Rhythmus Tag Uhrzeit Format / Ort Zeitraum  
wöchentlich Di 10-12   14.04.-21.07.2026

Fachzuordnungen

Modul Veranstaltung Leistungen  
25-BE-IndiErg2_a IndiErg: Differenz und Heterogenität IndiErg: Differenz und Heterogenität E2: Personen- und gruppenbezogene Differenzkonstruktionen Studienleistung
unbenotete Prüfungsleistung
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E3: Heterogene Lebenslagen oder Personen- und gruppenbezogene Differenzkonstruktionen Studienleistung
unbenotete Prüfungsleistung
Studieninformation
25-BE11 Abschlussmodul Abschlussmodul E1: Seminar Studienleistung
Studieninformation
25-BE7 Personen- und gruppenbezogene Differenzkonstruktionen Personen- und gruppenbezogene Differenzkonstruktionen E1: Theorie und Empirie personen- und gruppenbezogener Differenzkonstruktionen Studienleistung
Studieninformation
25-BiWi12 Differenz und Heterogenität (Grundschule) Differenz und Heterogenität (Grundschule) E1: Heterogene und differenzbedingte Lebenswelten Studienleistung
Studieninformation
- unbenotete Prüfungsleistung Studieninformation
25-BiWi6_a Differenz und Heterogenität Differenz und Heterogenität E1: Heterogene und differenzbedingte Lebenswelten Studienleistung
Studieninformation
25-UFP-P4 Individuelle Profilbildung: Differenz, Heterogenität und Inklusion Individuelle Profilbildung: Differenz, Heterogenität und Inklusion E1: Heterogene Lebenslagen Studienleistung
Studieninformation
30-MGS-3 Hauptmodul 2: Sozialisation und Bildung Hauptmodul 2: Sozialisation und Bildung Seminar 1 Studienleistung
Studieninformation
Seminar 2 Studienleistung
benotete Prüfungsleistung
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Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Studiengang/-angebot Gültigkeit Variante Untergliederung Status Sem. LP  
Studieren ab 50    

Keine Konkretisierungen vorhanden
Kein E-Learningangebot vorhanden
registrierte Anzahl: 18
Dies ist die Anzahl der Studierenden, die die Veranstaltung im Stundenplan gespeichert haben. In Klammern die Anzahl der über Gastaccounts angemeldeten Benutzer*innen.
Teilnahmebegrenzung:
Begrenzte Anzahl Teilnehmer*innen: 50
Adresse:
SS2026_250254@ekvv.uni-bielefeld.de
Lehrende, ihre Sekretariate sowie für die Pflege der Veranstaltungsdaten zuständige Personen können über diese Adresse E-Mails an die Veranstaltungsteilnehmer*innen verschicken. WICHTIG: Sie müssen verschickte E-Mails jeweils freischalten. Warten Sie die Freischaltungs-E-Mail ab und folgen Sie den darin enthaltenen Hinweisen.
Falls die Belegnummer mehrfach im Semester verwendet wird können Sie die folgende alternative Verteileradresse nutzen, um die Teilnehmer*innen genau dieser Veranstaltung zu erreichen: VST_650156090@ekvv.uni-bielefeld.de
Hinweise:
Weitere Hinweise zu den E-Mailverteilern
Letzte Änderung Grunddaten/Lehrende:
Dienstag, 6. Januar 2026 
Letzte Änderung Zeiten:
Freitag, 5. Dezember 2025 
Letzte Änderung Räume:
Freitag, 5. Dezember 2025 
Art(en) / SWS
Seminar (S) / 2
Einrichtung
Fakultät für Erziehungswissenschaft
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ID
650156090