300570 Unterstützung vs. Konflikt? Entstehung und Konsequenzen von sozialer Zugehörigkeit in verschiedenen Lebensbereichen(LEH: Sozialstruktur und soziale Ungleichheit) (LEH) (SoSe 2026)

Inhalt, Kommentar

Inhalt: Soziale Zugehörigkeit ist ein wichtiges menschliches Bedürfnis und kann sowohl unterschiedliche Dimensionen annehmen als auch in verschiedenen Lebensbereichen eine Rolle spielen. So sind Partnerschaften, familiale Zusammenhänge und Freundschaften häufig thematisierte soziale Beziehungen im Privatleben, die soziale Zugehörigkeit herstellen können. Aber auch im Arbeitsleben arbeiten Menschen selten isoliert, sondern meistens in Interaktion mit anderen Menschen, sodass soziale Beziehungen mit Kollegen, Vorgesetzten und innerhalb von Arbeitsteams soziale Zugehörigkeit generieren können. Solche sozialen Interaktionen können soziale Zugehörigkeit entweder fördern oder behindern. Förderlich sind beispielsweise instrumentelle oder emotionale Unterstützung, hinderlich dagegen Konflikte oder Mobbing.
Soziale Zugehörigkeit kann sich in verschiedenen Lebensbereich wiederum positiv auswirken, beispielsweise durch eine bessere Gesundheit, ein höheres Wohlbefinden und ein längeres Leben. Das Fehlen sozialer Zugehörigkeit oder soziale Isolation kann dagegen negative Effekte haben.

Lehrforschungsprojekte können sich entsprechend einerseits der Erklärung sozialer Zugehörigkeit widmen, indem sie sich zum Beispiel verschiedenen Formen von Unterstützung und/oder Konflikten anschauen oder Bedingungen analysieren, unter denen soziale Zugehörigkeit gefördert oder behindert wird. Andererseits können Lehrforschungsprojekte auch auf die Konsequenzen von sozialer Zugehörigkeit bzw. des Fehlens sozialer Zugehörigkeit für verschiedene Lebensbereiche fokussieren, also beispielsweise gesundheitliche Auswirkungen, Einsamkeit, Karrierechancen usw.

Lernziele: Im Rahmen dieser einsemestrigen Lehrforschung lernen die TeilnehmerInnen das Vorgehen quantitativer empirischer Sozialforschung kennen und durchzuführen. Dabei werden folgende Phasen des Forschungsprozesses exemplarisch durchgeführt: a) die Recherche und Aufbereitung von Literatur, b) die Entwicklung einer Forschungsfrage, c) ggfls. die Entwicklung und Durchführung einer eigenen Erhebung zur gewählten Fragestellung, d) die Aufbereitung und Analyse quantitativer Daten und e) die Präsentation und Diskussion der Ergebnisse in mündlicher und schriftlicher Form. Nach einem Einstieg zum Stand der Forschung (Theorie und Empirie) finden die Erarbeitung und empirische Umsetzung des Forschungsprojektes statt. Der Zwischenstand der Gruppenarbeit in den Forschungsprojekten wird immer wieder präsentiert und durch Feedback unterstützt. Ziel der Lehrforschung ist es, dass alle Teilnehmenden allein oder in Gruppenarbeit einen Lehrforschungsbericht zu der Bearbeitung einer selbstgewählten Fragestellung verfassen.

Die 4 SWS umfassende Lehrforschung setzt sich aus einer Mischung aus Inputvorträgen in Präsenz, angeleiteter Arbeit mit Stata und Selbstlehrphasen bzw. der eigenständigen Arbeit an den eigenen Forschungsprojekten zusammen.

Je nach Interesse und Präferenzen der Teilnehmenden gibt es die Auswahl zwischen zwei Schwerpunkten:

A - Eigene Erhebung: In dieser Variante konzipieren alle Teilnehmenden in Gruppenarbeit eine gemeinsame Erhebung (z.B. Online-Befragung), führen diese durch und werten die Daten aus.
B - Sekundäranalyse: In dieser Variante dienen quantitative Umfragedaten als Grundlage für die Lehrforschungsprojekte (z.B. SOEP, ESS).

Den Schwerpunkt legen wir am Anfang des Semesters auf Basis der individuellen und gemeinsamen Forschungsinteressen fest.

Teilnahmevoraussetzungen, notwendige Vorkenntnisse

1. Basiskenntnisse in quantitativen Methoden (deskriptive Auswertungen, lineare Regressionsmodelle) empfohlen
2. Basiskenntnisse in Stata oder einem anderen Statistikprogramm

Lehrende

Termine ( Kalendersicht )

Rhythmus Tag Uhrzeit Format / Ort Zeitraum  
wöchentlich Mi 14:00-18:00   13.04.-24.07.2026

Fachzuordnungen

Modul Veranstaltung Leistungen  
30-M-Soz-M7_LF1 Lehrforschung in Sozialstruktur und sozialer Ungleichheit Lehrforschung in Sozialstruktur und sozialer Ungleichheit Alternativ zu Seminar 1 und Seminar 2: großes Seminar Studienleistung
Studieninformation
- benotete Prüfungsleistung Studieninformation

Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.


1. Regelmäßige Teilnahme
2. Entwicklung und Präsentation von Forschungsfrage, Forschungshypothesen und Zwischenständen sowie regelmäßiges gegenseitiges Feedback
3. Erstellung des Lehrforschungsberichtes: Der Lehrforschungsbericht umfasst die Darstellung der Forschungsfrage, des theoretischen Rahmens, die Beschreibung des methodischen Vorgehens, die Ergebnispräsentation und eine abschließende Diskussion der Arbeit

Kein E-Learningangebot vorhanden
Adresse:
SS2026_300570@ekvv.uni-bielefeld.de
Lehrende, ihre Sekretariate sowie für die Pflege der Veranstaltungsdaten zuständige Personen können über diese Adresse E-Mails an die Veranstaltungsteilnehmer*innen verschicken. WICHTIG: Sie müssen verschickte E-Mails jeweils freischalten. Warten Sie die Freischaltungs-E-Mail ab und folgen Sie den darin enthaltenen Hinweisen.
Falls die Belegnummer mehrfach im Semester verwendet wird können Sie die folgende alternative Verteileradresse nutzen, um die Teilnehmer*innen genau dieser Veranstaltung zu erreichen: VST_505350510@ekvv.uni-bielefeld.de
Hinweise:
Weitere Hinweise zu den E-Mailverteilern
Letzte Änderung Grunddaten/Lehrende:
Mittwoch, 10. Dezember 2025 
Letzte Änderung Zeiten:
Donnerstag, 13. November 2025 
Letzte Änderung Räume:
Donnerstag, 13. November 2025 
Art(en) / SWS
Lehrforschung (LEH) / 4
Einrichtung
Fakultät für Soziologie
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ID
505350510