300352 Bürokratie und Bürokratiekritik - Soziologische und geschichtswissenschaftliche Perspektiven (S) (SoSe 2026)

Inhalt, Kommentar

Die Beschwerde über zu viel Bürokratie ist zu einem post-modernen Äquivalent der Klage über schlechtes Wetter geworden. Die Kritik hat sich dabei kaum verändert. Die „Bürokratie“, so die regelmäßig vorgebrachte Klage, würde sich wie Mehltau über das Land legen. Eine unsinnige Regelungsflut, eine verknöcherte Verwaltung und ein wuchernder Beamtenapparat würden inzwischen jede Initiative unterdrücken. Angesichts der routinierten Wiederholung der immergleichen Bürokratiekritik fühlen sich Beobachter schon an den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ erinnert, in dem der in einer Zeitschleife gefangene Protagonist sich jeden Morgen die immer gleichen Klagen anhören muss.
Aber wie kann man Bürokratie soziologisch eigentlich jenseits von Max Weber bestimmen? Wie hat sich die Kritik an der Bürokratie historisch entwickelt? Wie ist die aktuelle Kritik an der Bürokratie aus neoliberalen Richtungen einzuschätzen? In diesem Seminar – und für diejenigen, die empirisch forschen wollen auch in einer begleitenden Lehrforschung – werden diese Fragen geklärt.

Zum Seminar:
Die theoretische Arbeit findet im Seminar montags von 14.15 bis 18.00 statt. Das Seminar kann unabhängig von der Lehrforschung belegt werden. Studierende der Soziologie können im Seminar eine Hausarbeit schreiben. Sie sollten dafür möglichst bis zur Mitte des Seminars eine erste Idee entwickeln und müssen in einer der beiden letzten Sitzungen ein Exposé vorstellen (siehe zu Exposés oder Sechszeilern: http://www.uni-bielefeld.de/soz/forschung/orgsoz/wap.html).
Die Hausarbeiten sollten während des Semesters begonnen werden und in den Semesterferien im August, September und Oktober 2026 geschrieben und auf einer gemeinsamen Mini-Konferenz (sechs bis acht Stunden) zu Beginn des Wintersemesters 2026 diskutiert werden.

Zur Lehrforschung:
Es handelt sich um eine große Lehrforschung, die sich über zwei Semester streckt und mit einem Seminar verbunden ist. Dafür kann das Seminar mit einer Lehrforschung in Organisationssoziologie verbunden werden. Dafür muss neben dem Seminar Montag 14.15 bis 18.00 belegt werden, auch die Lehrforschung Dienstag 9.00 bis 12.00 Uhr belegt werden, in der wir stark empirisch arbeiten wollen. Die Lehrforschung findet zusätzlich in Blockphasen – teilweise auch mit gemeinsamer Erhebung von Empirie – statt.
Die Lehrforschungsarbeiten sollten während des Semesters begonnen werden und dann in den Semesterferien im August, September und Oktober 2026 geschrieben und auf einer gemeinsamen Mini-Konferenz (sechs bis acht Stunden) zu Beginn des Wintersemesters 2026 diskutiert werden.

Zu den Texten:
Ich erwarte, dass die teilweise theoretisch anspruchsvollen Texte zur jeweiligen Sitzung gelesen werden. Wenn Sie nicht an einer Sitzung teilnehmen können, lesen Sie die Texte bitte trotzdem, weil wir in den folgenden Diskussionen immer wieder darauf zurückgreifen werden.

Abschlussarbeiten:
Im Rahmen des Seminars besteht für Studierende die Möglichkeit ihre Abschlussarbeiten in Soziologie und Geschichtswissenschaft zu entwickeln und zu schreiben. Wir ermutigen Studierende, die in der Endphase ihres Studiums sind, dazu, dieses Seminar zu besuchen, um der Erarbeitung ihres Themas einen Rahmen zu geben.

Zur ersten Sitzung Montag, 13.4.2026 14.15 bis 18.00 Uhr
Das Seminar – und die Lehrforschung – beginnen am 13.4.2026. Wenn Sie an der ersten Sitzung nicht teilnehmen können, schreiben Sie mir bitte eine Email stefan.kuehl@uni-bielefeld.de, so dass ich Sie in den Verteiler mitaufnehmen kann. Ein späterer Einstieg in das Seminar ist nicht möglich.
Der erste Teil dient dazu, das Seminar (und die Lehrforschung) vorzustellen und Fragen der Interessierten zu beantworten. Das bietet die Möglichkeit, sich zu entscheiden, ob man an dem Seminar – und der Lehrforschung – teilnehmen möchte.
Im zweiten Teil steigen wir inhaltlich ein – mit dem bewährten Mittel, die Wikipedia-Einträge zu Bürokratie auf Deutsch und auf Englisch kritisch zu kommentieren. Die können Sie sich schon im Vorfelde des Seminars anschauen.
https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrokratie
https://en.wikipedia.org/wiki/Bureaucracy#Theories

Bürokratiemonster, Paragraphendschungel und Verwaltungshöllen
Soziologische und geschichtswissenschaftliche Zugänge zur Bürokratie
Masterseminar (Montag 14.15 bis 18.00) und Lehrforschung Organisationssoziologie (Dienstag 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr + einzelne Blocktermine)
Sommersemester 2026
Masterseminar (geöffnet für fortgeschrittene Bachelor-Studierende)
Die Beschwerde über zu viel Bürokratie ist zu einem post-modernen Äquivalent der Klage über schlechtes Wetter geworden. Die Kritik hat sich dabei kaum verändert. Die „Bürokratie“, so die regelmäßig vorgebrachte Klage, würde sich wie Mehltau über das Land legen. Eine unsinnige Regelungsflut, eine verknöcherte Verwaltung und ein wuchernder Beamtenapparat würden inzwischen jede Initiative unterdrücken. Angesichts der routinierten Wiederholung der immergleichen Bürokratiekritik fühlen sich Beobachter schon an den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ erinnert, in dem der in einer Zeitschleife gefangene Protagonist sich jeden Morgen die immer gleichen Klagen anhören muss.
Aber wie kann man Bürokratie soziologisch eigentlich jenseits von Max Weber bestimmen? Wie hat sich die Kritik an der Bürokratie historisch entwickelt? Wie ist die aktuelle Kritik an der Bürokratie aus neoliberalen Richtungen einzuschätzen? In diesem Seminar – und für diejenigen, die empirisch forschen wollen auch in einer begleitenden Lehrforschung – werden diese Fragen geklärt.
Für einen (sehr) lockeren Einstieg per Podcast und Video (gerne vor der ersten Sitzung):
https://www.deutschlandfunk.de/verwaltung-in-zeiten-der-kettensaegen-100.html
https://www.zdf.de/play/shows/die-anstalt-104/die-anstalt-vom-11-maerz-2025-100
Für eine erste lockere Lektüre
Cancik, Pascale (2017): Zuviel Staat? – Die Institutionalisierung der „Bürokratie“-Kritik im 20. Jahrhundert. In: Der Staat 56, S. 1–38.
Jann, Werner (2023): Bürokratieabbau: Und ewig grüßt das Murmeltier. Für mehr Ehrlichkeit in der Bürokratiedebatte. In: Zeitschrift für Rechtspolitik (56), S. 247–251.
Zum Seminar:
Die theoretische Arbeit findet im Seminar Montags von 14.15 bis 18.00 statt. Das Seminar kann unabhängig von der Lehrforschung belegt werden. Studierende der Soziologie können im Seminar eine Hausarbeit schreiben. Sie sollten dafür möglichst bis zur Mitte des Seminars eine erste Idee entwickeln und müssen in einer der beiden letzten Sitzungen ein Exposé vorstellen (siehe zu Exposés oder Sechszeilern http://www.uni-bielefeld.de/soz/forschung/orgsoz/wap.html).
Die Hausarbeiten sollten während des Semesters begonnen werden und dann in den Semesterferien im August, September und Oktober 2026 geschrieben und auf einer gemeinsamen Mini-Konferenz (sechs bis acht Stunden) zu Beginn des Wintersemesters 2026 diskutiert werden.
Zur Lehrforschung:
Es handelt sich um eine große Lehrforschung, die sich über zwei Semester streckt und mit einem Seminar verbunden ist. Dafür kann das Seminar mit einer Lehrforschung in Organisationssoziologie verbunden werden. Dafür muss neben dem Seminar Montag 14.15 bis 18.00 belegt werden, auch die Lehrforschung Dienstag 9.00 bis 12.00 Uhr belegt werden, in der wir stark empirisch arbeiten wollen. Die Lehrforschung findet zusätzlich in Blockphasen – teilweise auch mit gemeinsamer Erhebung von Empirie – statt.
Die Lehrforschungsarbeiten sollten während des Semesters begonnen werden und dann in den Semesterferien im August, September und Oktober 2026 geschrieben und auf einer gemeinsamen Mini-Konferenz (sechs bis acht Stunden) zu Beginn des Wintersemesters 2026 diskutiert werden.

Zu den (virtuellen) Gespräche mit Experten – es wird drei, vier virtuelle Sitzungen geben
Im Seminar – mit wissenschaftlichen Experten Pascale Cancik, Peter Becker , Werner Jann, Kai Wegrich …
In der Lehrforschung – mit Expterten aus der Praxis (INSM, Stiftung Familienunternehmen, … Bürokratiemonster Greenpeace, Normenkontrollrat)

Zu den Texten:
Ich erwarte, dass die teilweise theoretisch anspruchsvollen Texte zur jeweiligen Sitzung gelesen werden. Wenn Sie nicht an einer Sitzung teilnehmen können, lesen Sie die Texte bitte trotzdem, weil wir in den folgenden Diskussionen immer wieder darauf zurückgreifen werden.
Abschlussarbeiten:
Im Rahmen des Seminars besteht für Studierende die Möglichkeit ihre Abschlussarbeiten in Soziologie und Geschichtswissenschaft zu entwickeln und zu schreiben Wir ermutigen Studierende, die in der Endphase ihres Studiums sind, dazu dieses Seminar zu besuchen, um der Erarbeitung ihres Themas einen Rahmen zu geben.
Zur ersten Sitzung Montag, 13.4.2026 14.15 bis 18.00 Uhr
Das Seminar – und die Lehrforschung – beginnen am 13.4.2026. Wenn Sie an der ersten Sitzung nicht teilnehmen können, schreiben Sie mir bitte eine Email stefan.kuehl@uni-bielefeld.de, so dass ich Sie in den Verteiler mitaufnehmen kann. Ein späterer Einstieg in das Seminar ist nicht möglich.
Der erste Teil dient dazu, das Seminar (und die Lehrforschung) vorzustellen und Fragen der Interessierten zu beantworten. Das bietet die Möglichkeit, sich zu entscheiden, ob man an dem Seminar – und der Lehrforschung – teilnehmen möchte.
Im zweiten Teil steigen wir inhaltlich ein – mit dem bewährten Mittel, die Wikipedia-Einträge zu Bürokratie auf Deutsch und auf Englisch kritisch zu kommentieren. Die können Sie sich schon im Vorfelde des Seminars anschauen.
https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrokratie
https://en.wikipedia.org/wiki/Bureaucracy#Theories
Literatur für einen schnellen Überblick

Balla, Steven J.; Lodge, Martin; Page, Edward C. (Hg.) (2015): The Oxford Handbook of Classics in Public Policy and Administration. Oxford, New York: Oxford University Press.
Kühl, Stefan (Hg.) (2015): Schlüsselwerke der Organisationsforschung. Wiesbaden: Springer VS.
Merton, Robert K.; Gray Alisa P.; Hockey, Barbara; Selvin, Hanan C. (Hg.) (1952): Reader in Bureaucracy. Glencoe, Ill: Free Press.
Mayntz, Renate (Hg.) (1968): Bürokratische Organisation. Köln, Berlin: Kiepenheuer & Witsch.

-

Seminarkonzept
1. Sitzung (13.4. und 14.4.) Bürokratie – Zum Konzept des Seminars

Seminar - Vorstellung des Konzepts
1. Teil Vorstellung des Seminarkonzepts
2. Teil Arbeit mit KI – Was ist Bürokratie? Was wird an Bürokratie normalerweise kritisiert, was gelobt? Welche interessanten Forschungsfragen gibt es?
Lehrforschung –

Welche typische Fälle für Hyper-Bürokratisierung kursieren im massenmedialen Diskurs? Zuruffrage
Als Beispiel: Graeber, David (2016): Bürokratie. Die Utopie der Regeln. Stuttgart: Klett-Cotta. S. 20 – 21 (Versuche der Kontoauskunft bei der „Bank of America“)
Kleingruppe – Sammeln von Fällen

2. Sitzung Bürokratie (20.4.) – ein lockerer Einstieg

Seminar
1. Teil – Die Bürokratie
Cancik, Pascale (2025): "Bürokratie-Pathologie"? In: Deutsches Verwaltungsblatt 140, 1189-1196. (auch für die Lehrforschung)
Herzog, Roman (1978): Gleichheit und Gerechtigkeit. "Normierungswut" als Ursache der Aufblähung der Bürokratie. In: Heiner Geißler (Hg.): Verwaltete Bürger - Gesellschaft in Fesseln. Bürokratisierung und ihre Folgen für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Frankfurt a.M., Berlin, Wien: Ullstein, S. 82–92.
Parkinson, Cyril Northcote (1978): Zur Eigendynamik bürokratischer Systeme. In: Heiner Geißler (Hg.): Verwaltete Bürger - Gesellschaft in Fesseln. Bürokratisierung und ihre Folgen für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Frankfurt a.M., Berlin, Wien: Ullstein, S. 93–99.
Bosetzky, Horst (1978): Bürokratisierung in Wirtschaft und Unternehmen. In: Heiner Geißler (Hg.): Verwaltete Bürger - Gesellschaft in Fesseln. Bürokratisierung und ihre Folgen für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Frankfurt a.M., Berlin, Wien: Ullstein, S. 55–71.
Scheuch, Erwin K. (1978): Die Selbsttäuschung der Bürokratie. In: Heiner Geißler (Hg.): Verwaltete Bürger - Gesellschaft in Fesseln. Bürokratisierung und ihre Folgen für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Frankfurt a.M., Berlin, Wien: Ullstein, S. 157–189.
2. Teil – Arbeit am Wikipedia -Eitnrag

Lehrforschung – Auswahl der Fälle
Welche Fälle eignen sich für eine vertiefende Analyse im Rahmen einer Lehrforschung (siehe auch die Liste unten)
Arbeiten an konkreten Fällen (anhand der Forschungsthemen und/oder anhand der Karten der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft)
3. Sitzung (27.4.) - Was ist eigentlich Bürokratie?

Seminar
1. Teil – Lektüren
Weber, Max (1976): Wirtschaft und Gesellschaft. Tübingen, Mohr, S. 124 unten – 130 Mitte; S. 551-579.
Zur Einordnung:
Schluchter, Wolfgang (1985): Aspekte bürokratischer Herrschaft. Studien zur Interpretation der fortschreitenden Industriegesellschaft. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.
Mommsen, Wolfgang J. (1974): Max Weber und die deutsche Politik, 1890-1920. Tübingen: J.C.B. Mohr.
2. Teil – Bürokratie – Konditionalprogrammierung
Luhmann, Niklas (1971): Lob der Routine. In: Niklas Luhmann (Hg.): Politische Planung. Opladen: WDV, S. 113–143. S. 113-
Lehrforschung

Was wird an ihrem Fall als Bürokratie bezeichnet? Was steckt genau dahinter? Wie plausibel ist das?

4. Sitzung (4.5.) Kritik der Bürokratie
Seminar
1. Teil – Klassiker der Bürokratie-Kritik
Mohl, Robert (1846): Ueber Bureaukratie. In: Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft 3, S. 330–364.
Mill, John Stuart (2013): Betrachtungen über die Repräsentativregierung. Berlin: Suhrkamp, Auszüge.
Beneke, Klaus-Michael (1982): Vertiefungen. In: Gerhard W. Wittkämper (Hg.): Bürokratisierung und Entbürokratisierung. Entwicklung eines Rasters zur Überprüfung von Organisationen im Hinblick auf Bürokratisierungsprozesse. Regensburg: Verlag Recht, Verwaltung, Wirtschaft, S. 41–69. (nur 63-69)
2. Teil – Soziologische Klassiker der Bürokratie-Kritik
Merton, Robert K. (1968): Bürokratische Struktur und Persönlichkeit. In: Renate Mayntz (Hg.): Bürokratische Organisation. Köln, Berlin: Kiepenheuer & Witsch, S. 265–276. (englisches Original Merton, Robert K. (1940): Bureaucratic Structure and Personality. In: Social Forces 17, S. 560–568.)
Crozier, Michel (1968): Der bürokratische Circulus vitiosus und das Problem des Wandels. In: Renate Mayntz (Hg.): Bürokratische Organisation. Köln, Berlin: Kiepenheuer & Witsch, S. 277–288.
Albrow

3. Hintergrund:
Als wilde Sammlung
Wittkämper, Gerhard W. (1982): Indikatorenraster aufgrund Literaturanalyse. In: Gerhard W. Wittkämper (Hg.): Bürokratisierung und Entbürokratisierung. Entwicklung eines Rasters zur Überprüfung von Organisationen im Hinblick auf Bürokratisierungsprozesse. Regensburg: Verlag Recht, Verwaltung, Wirtschaft, S. 70–111. (nur als Hintergrund – eine Aufstellung von allem möglichen in Form einer Indikatorenliste)
Die Kritik der Bürokratie ein Ordnungsschema
4. Teil – Moden der Bürokratiekritik

Lehrforschung
ird an Ihrem Fall als

5. Sitzung (11.5.) Lob der Bürokratie

Seminar
1. Teil
Bollmann, Ralph (2012): Lob der Bürokratie. In: Merkur (4), S. 277–287.
2. Teil – Bürokratie und Rechtsstaat

Lehrforschung

6. Sitzung (18.5.) – Mögliche Forschungsthemen

Seminar
1. 14.15 - 16.00 Uhr Was ist Organisationssoziologie? Welche Erkenntnismöglichkeiten bietet es? Wie lässt sich dies auf Organisationssoziologie anwenden?
2. 16.15 – 18.00 Einführung in die Organisationssoziologie – gemeinsame Veranstaltung mit der Ringvorlesung Sozialwissenschaften

Lehrforschung

25. und 26.5. Veranstaltung entfält wegen Pfingstmontag und Lesewoche

7. Sitzung (1.6.) – Ein Zwischenfazit - Lob und Tadel der Bürokratie (Online)
Seminar (1.6.) – Diskussionen des Thesenpapiers
14.15.-16.00 Uhr – Diskussion intern
16.15 – 1745 Uhr – Diskussion mit Experten
Lehrforschung (2.6.) – Kampagnen gegen und für Bürokratie
- Initiative soziale Marktwirtschaft und Stiftung Famiieunternehmen
- Bürokratiemonster

8. Sitzung (8.-9.6.) Bürokratisierung der Entbürokratisierung

Seminar
Lehrforschung

9. Sitzung (15.6.) Zur Ideologie der Entbürokratisierung

Seminar
Lehrforschung
10. Sitzung (22.6.) Bürokratisierung durch Entbürokratisierung? Ungewollte Nebenfolgen des Bürokratieabbaus
11. Sitzung (29.6.) Brauchbare Illegalitäten

Seminar
Lehrforschung

12. Sitzung (6. und 7.7.) Zur Arbeit an den Forschungsprojekten (Online)
Thema - Zur Geschichte des Begriffs der Bürokratie
Thema - Bürokratie – Ein schimmernder Begriff im Praktiker-Diskurs und im wissenschaftlichen Diskurs
Albrow – 1972 99-126
Thema - Verwaltungen und Reformen

Scheitern von Reformen March, James G.; Olsen, Johan P. (1983): Organizing Political Life: What Administrative Reorganization Tells Us About Government. In: American Political Science Review 77, S. 281–297. ; Brunsson, Nils (2009): Reform as Routine. Organizational Change and Stability in the Modern World. Oxford, New York: Oxford University Press. Brunsson, Nils; Olsen, Johan P. (1993): The Reforming Organization. New York: Routledge.) …

Thema - Ursachen der Bürokratisierung – Werteinflation
- Luhmann Text über Bürokratie und Demokratie
Themen – Ursache der Bürokratisierung – Krisen und Katastrophen

Beispiele für mögliche Lehrforschungsprojekte

Raster für Fragen:
- Worum geht es in dem Fall genau? Was sagen Chat Bots? Was findet sich im Internet? Welche Zeitschriften könnten relevant sein?
- Wie wird in den Massenmedien darüber berichtet? Wie taucht der Fall in der Presse auf?
- Was sind die Außerungen von Interessensorganisationen zu dem Thema?
- Was ist die rechtliche Basis der Maßnahme? Wer hat die erstellt? Wie hat die sich verändrt?
- Wie ist die Regelung in anderen Ländern für das gleiche Thema? Welche Kopierprozesse lassen sich hier beobachten?
- Was könnte ein soziologisch interessanter Aspekt sein?

Die Gurkenkrümmungsverordnung (auch ein Musterfall)

Cancik, Pascale (2020): »Bürokratie« als negative Markierung: Zur Semantik von Staats- und EU-Kritik. In: Leviathan 48, S. 612–636, S. 626-628.
Krönke Lieb, Christoph (2026): Wenger Bürokratielast. Mit Recht. Grundlagen einer rechtswissenschaftlichen Bürokratiekritik. In: Verwaltungsarchiv 117, S. 1–45, hier S. 9-10

Kühlgeräte mit Warnsignal
Krönke Lieb, Christoph (2026): Wenger Bürokratielast. Mit Recht. Grundlagen einer rechtswissenschaftlichen Bürokratiekritik. In: Verwaltungsarchiv 117, S. 1–45, hier S. 18.

Trittleiter und Arbeitssicherheit
Preker, Alexander (2026): Was heißt schon sicher? Unfälle. In: Der Spiegel, 02.01.2026, S. 33.
Verpackungsabfallentsorgung
Cancik 2025 : Selbstregulierung in privatisierten Bereichen: Die Rechtsgeschichte der Verpackungsabfallentsorgung, früher in der VerpackV geregelt, ist die Geschichte einer Selbstregulierung der Verpackungswirtschaft (L. Preiß, Regulierte Selbstregulierung und hybride Rechtsdurchsetzung: Die Entwicklung der Zentralen Stelle im Verpackungsrecht, 2024.) Sie wollte die zu lösende Aufgabe — Reduktion und umweltschützende Verwertung von Verpackungsmüll — als Verursacherin in private Hände nehmen.
Das Grundmodell begann mit einer Mixtur aus: Selbstverpflichtung zur Erfüllung bestimmter Quoten; privater Vollzugsinstitution sowie Berichten, die Transparenz generieren sollten, und das alles kombiniert mit einem Damokles-Schwert, nämlich der Drohung staatlicher Regulierung, falls die Aufgabe nicht erfüllt würde. Der Vollzug mit Hilfe privatrechtlicher Mittel hat dann zu vielen Fragen des Lizenz- und Wettbewerbsrechts und entsprechenden Rechtsstreitigkeiten zwischen den Beteiligten geführt, erwa auch zum Rechtsproblem des »Trittbrettfahrers«.
Es führte zu Insolvenzsorgen der tragenden Institutionen sowie zu vielen rechtlichen Nachjustierungen in der VerpackV,?! aber offenbar nicht zum Erfolg.” Das vorläufige Ende ist ein Verpackungsgesetz, (31 Neben den durch andere Gesetze bedingten Änderungen — gab es sieben Änderungsverordnungen. Zu den Problemen kurz: Wissenschaftlicher Dienst des Deutschen Bundestages, Neuregelungen durch das Verpackungsgesetz gegenüber der Verpackungsverordnung, 2018 (WD 8 — 3000 — S.5£ 32 Ähnlich auch: NDR, Plastikindustrie verfehlt Recyclingziel deutlich, 10.04.2025, https://tinyurl.com/323y929b. 2017, S. 2234 ff, in Kraft 2019. 1 33 BGB!= das erforderlich wurde, weil die weiterhin privatrechtlich organisierte Aufgabenerfüllungsinstitution, die Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister, mit Hoheitsgewalt beliehen und in ein größeres Kontrollsystem eingebunden wurde. Es geht hier nicht darum, einen Nachweis zu führen, dass der Markt und das Privatrecht es auch nicht besser können. Aber ich möchte andeuten, dass die von der Wirtschaft gewünschte und politisch dann verwirklichte Lösung jedenfalls nicht komplexitätsreduzierend war.
Das Dilemma des Bäckers und der Fleischers – geriffelte Bodenfliesen für die Arbeitssicherheit und glatte für die Hygiene
Bernau, Patrick (2025): Bürokratische Republik Deutschland. Report aus einem überregulierten Staat. München: C. H. Beck., S. 28.
Hartnäckig hält sich auch die Geschichte von dem Bäcker, der am einen Tag Besuch von der Berufsgenossenschaft bekommen habe: Er müsse seine Fliesen rauer machen, damit niemand ausrutscht. An einem anderen Tag soll das Gesundheitsamt gekommen sein: Damit sich kein Dreck in den Fliesen sammelt, müssten die glatter werden. Ob es diesen Bäcker wirklich gegeben hat, konnte ich in meinen Recherchen nicht sicher feststellen.

Bürokratie als Scheitern vom KI-Startup Oxolo

Bernau, Patrick (2025): Bürokratische Republik Deutschland. Report aus einem überregulierten Staat. München: C. H. Beck., S. 73.
Im Sommer 2024 gab ein vielversprechendes Startup für Künstliche Intelligenz namens Oxolo sein Geschäft auf. Es war schon vor dem Hype um ChatGPT gegründet worden und produzierte Marketingvideos mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Stellen wurden abgebaut, das restliche Team machte sich auf die Suche nach einem neuen Geschäftsmodell. Einen Teil der Schuld gaben die Gründer der neuen Regulierung Künstlicher Intelligenz: Den nötigen juristischen Aufwand könne ein kleines Start-up nicht stemmen. Nun scheitern Start-ups aus vielen Gründen. Oxolo allein ist sicher kein gutes Beispiel.

Vorverkaufsrecht für Städte beim Grundstücksverkauf

Scheuch, Erwin K. (1978): Die Selbsttäuschung der Bürokratie. In: Heiner Geißler (Hg.): Verwaltete Bürger - Gesellschaft in Fesseln. Bürokratisierung und ihre Folgen für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Frankfurt a.M., Berlin, Wien: Ullstein, S. 157–189. S. 165-166
Leiterschulungen
Bernau, Patrick (2025): Bürokratische Republik Deutschland. Report aus einem überregulierten Staat. München: C. H. Beck. S.

Viel zu tun haben die Bürger auch mit halbstaatlichen Einrichtungen: mit Stadtwerken, mit der Berufsgenossenschaft oder mit den Sozialversicherungen. Allein die Verwaltung der Sozialversicherungen beschäftigt in Deutschland mehr Menschen als die gesamte Landwirtschaft.
Es gibt viele Absurditäten der deutschen Bürokratie, die sich nicht die Regierung ausgedacht hat. Zum Beispiel, dass viele Industriearbeiter eine Schulung dafür bekommen müssen, wie man Leitern benutzt. Das war die Idee der zuständigen Berufsgenossenschaft. Die Berufsgenossenschaften finden offenbar, dass es an Leitern viel zu lernen gibt: Für nur 5,90 Euro verkauft der Spitzenverband eine Broschüre über die «Verwendung von Leitern und Tritten», die immerhin 48 Seiten umfasst. Und natürlich müssen die Betriebe auch Leiterbeauftragte haben. Die Dekra bietet gerne eine Präsenzschulung zur «befähigten Person zur Prüfung von Leitern und Tritten» an, für 470 Euro pro Person plus Mehrwertsteuer. Auch Annette Dinkels Schwierigkeiten mit ihrer Selbständigkeit wurden nicht von einem Amt verursacht, sondern von der Deutschen Rentenversicherung. Selbst der Autor dieses Buches hatte mit der Rentenversicherung vor einigen Jahren seine ganz besondere Begegnung, als er einige Rentenpunkte anerkannt bekommen wollte. Nachdem auf den Formularen V0800, V0805 und V0820 ungefähr ein Dutzend Mal die Sozialversicherungsnummer eingetragen und auch alle anderen geforderten Angaben abgegeben waren, kam einige Wochen später ein freundlicher Brief. Er begann damit, die Rentenversicherung könne die gewünschten Rentenpunkte «vorerst nur bis zu dem Zeitpunkt vormerken, der in diesem Bescheid angegeben ist».

Umsatzsteuervoranmeldung

Reisekostenberechnung nach dem Bundesreisekostenrecht

Scheuch, Erwin K. (1978): Die Selbsttäuschung der Bürokratie. In: Heiner Geißler (Hg.): Verwaltete Bürger - Gesellschaft in Fesseln. Bürokratisierung und ihre Folgen für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Frankfurt a.M., Berlin, Wien: Ullstein, S. 157–189. S. 174
Scheuch, Erwin K. (1978): Die Selbsttäuschung der Bürokratie. In: Heiner Geißler (Hg.): Verwaltete Bürger - Gesellschaft in Fesseln. Bürokratisierung und ihre Folgen für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Frankfurt a.M., Berlin, Wien: Ullstein, S. 157–189. S. 173

Bezahlkarte für Flüchtlinge

Vorverkaufsrecht von Gemeinden
Siehe dazu Scheuch, Erwin K. (1978): Die Selbsttäuschung der Bürokratie. In: Heiner Geißler (Hg.): Verwaltete Bürger - Gesellschaft in Fesseln. Bürokratisierung und ihre Folgen für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Frankfurt a.M., Berlin, Wien: Ullstein, S. 157–189. S. 165f --- auf der Basis von .
Jagdschein
Siehe dazu Scheuch, Erwin K. (1978): Die Selbsttäuschung der Bürokratie. In: Heiner Geißler (Hg.): Verwaltete Bürger - Gesellschaft in Fesseln. Bürokratisierung und ihre Folgen für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Frankfurt a.M., Berlin, Wien: Ullstein, S. 157–189. S. 164f.

Unternehmensgründung in 24 Stunden
Landesbauordnung
Der Brandschutzschalter
Bild Siemens 5SV60166KK16 | 5SV6016-6KK16, Brandschutzschalter-LS-Kombi 230V, 6kA, 1+N, B, 16A Kompakt (1TE) | REXEL Germany
Lieber Michael, die Brandschutzschalter – Geschichte war spannend, hast Du dazu näheres? Um welche Norm geht es genau? Gibt es Artikel aus Euren Fachzeitschriften dazu? Gibt es Fotos des neuen Schalters? Wenn Du mir, das was das kurz erzählt hast, mir noch kurz aufschreiben – um welche Ampher Zahl geht es? Was macht genau der neue Schalter? Wie wurde es danach wieder abgeändert mit der Entsprechenden Risikoeinschätzung?Gibt es andere Regulierungen im Baubereich, die durch Normierungsinteressen der Industrie getrieben wurden? Ich suche gerade solche Fälle. Herzliche Grüße, Stefan

Pflegeversicherung
Genehmigungsfiktion (Bauturbo)
Lübbe-Wolff, Gertrude (2026): Bürokratieabbau – Ziele und Probleme. Online verfügbar unter https://www.blog.cas.uni-muenchen.de/topics/regulations/buerokratieabbau-ziele-und-probleme.
Einfachmachen-portal
https://bmds.bund.de/themen/staatsmodernisierung/einfachmachen-portal

Vergaberecht

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Kühl, ich beziehe mich auf zwei Ihrer Veröffentlichungen, die im vergangenen Jahr in der FAZ veröffentlich wurden, nämlich die Beiträge „Ministerielle Allzweckwaffe“ vom Juli 2024 und „Kreativer Regelbruch“ vom September 2024. Sie setzen sich darin kritisch mit Mechanismen der Forschungsförderung auseinander. Ihren Ausführungen kann ich nach langjähriger Tätigkeit in der Verwaltung des Bundes und des Landes NRW, auch mit Berührung zur Forschungsförderung, nur zustimmen.

Ich selbst bemühe mich seit längerem um den Bürokratieabbau im Zuwendungsbereich, also um die Vereinfachung und Modernisierung derjenigen Vorschriften, welche die Zuschussgewährung durch Bund und Länder regeln. Allerdings nicht mit dem Schwerpunkt Forschungsförderung, sondern Förderung des gemeinnützigen Bereichs mit seinen vielen kleine Vereinen und Initiativen, denen die Beachtung der komplizierten zuwendungsrechtlichen Vorschriften besonders schwer fällt.
Meine Plattform ist die Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Verwaltung e.V. (AWV), die vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wird mit dem Ziel, den Bürokratieabbau voranzubringen. Die AWV hat eine Projektgruppe „Zuwendungspraxis“ eingerichtet, deren Leitung mir übertragen worden ist. Viele Jahre lang ging es nicht recht voran bei der Modernisierung des Zuwendungsrechts. Neuerdings ist jedoch eine große Reformbereitschaft in diesem Bereich festzustellen. Mehrere Bundesländer haben bereits Reformen umgesetzt, fast alle anderen arbeiten daran. Auch der Bund will laut Koalitionsvertrag das Zuwendungsrecht vereinfachen. Die AWV unterstützt diese Bestrebungen durch Videokonferenzen, in den die Reformkräfte ihre Überlegungen und Vorhaben der Fachöffentlichkeit vorstellen. Im Dezember 2024 ist es mir gelungen, die für das Zuwendungsrecht Verantwortlichen des Bundes und fast aller Länder in einer Videokonferenz zusammenzubringen und zum Stand der jeweiligen Reformaktivitäten zu befragen. Es besteht ein breiter Konsens, dass die geltenden Vorschriften vereinfacht werden müssen, was jedoch einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen wird. Das wird letztlich auch Erleichterungen bei der Forschungsförderung zur Folge haben.
Inzwischen ist jedoch eine weitere Schwierigkeit beim Bürokratieabbau im Bereich der Förderung deutlich geworden. Auch wenn in Teilbereichen die Vorschriften des Zuwendungsrechts bereits vereinfacht und modernisiert worden sind, zum Beispiel in der Kulturförderung, hat sich zur Überraschung der Reformkräfte in der Förderpraxis nichts Entscheidendes geändert! Die Zuwendungsempfänger berichten, dass immer noch eine Kultur des Misstrauens ihnen gegenüber bestehe und dass in den zuständigen Behörden eine Absicherungsmentalität vorherrsche. Ermessensspielräume in den Vorschriften würden nicht genutzt, Ausnahmeregelungen nicht in Anspruch genommen, man halte sich nach wie vor strikt an den Wortlaut der Bestimmungen, auch wenn Ausnahmen zulässig und sinnvoll seien. Mit Pauschalen und Festbeträgen würde viel zu wenig gearbeitet, obwohl die Bestimmungen dies zuließen. Ich beabsichtige, dieser Problematik demnächst in einer Videokonferenz nachzugehen. Es wird darum gehen, die geschilderten Mechanismen und deren Hintergründe zu analysieren und die Voraussetzungen für einen Mentalitätswandel in den Behörden herauszuarbeiten. Auch Beispiele für einen gelungenen Wechsel einzelner Bewilligungsbehörden hin zu einer stärkeren „Kundenorientierung“ sollen vorgestellt werden. Die geplante zweistündige Videokonferenz der AWV-Projektgruppe soll Ende November/Anfang Dezember 2025 stattfinden. In etwa fünf 15- bis 20-minütigen Vorträgen soll die geschilderte Thematik untersucht werden. Nach meiner Vorstellung sollten nicht nur Praktiker aus der Förderszene zu Wort kommen, sondern auch Stimmen aus der Wissenschaft sollten in der Veranstaltung Gehör finden. Ich beziehe mich dabei auf Ihre Ausführungen in Ihren Texten, in denen Sie sich u.a. mit Absicherungstendenzen der Akteure auseinandersetzen. Was für die Forschungsförderung gilt, findet sich in ähnlicher Form auch bei der Förderung des gemeinnützigen Bereichs. Vor diesem Hintergrund wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie uns Ihre Sicht auf die beschriebenen bürokratische Mechanismen und Wege zu deren Reduzierung darlegen könnten. Über Ihre grundsätzlichen Zusage, als Vortragender an der geplanten Veranstaltung teilzunehmen, würde ich mich sehr freuen. Einzelheiten können dann später abgestimmt werden. Mit freundlichen Grüßen
Gerd VogtLeiter der AWV-Projektgruppe „Zuwendungspraxis“ Direktor beim Landesrechnungshof NRW a.D.

Mögliche Hausarbeiten themen
Die Verbindung der Bürokratie des Staates und der Verwaltungsorganisationen
Anter, Andreas (1995): Max Webers Theorie des modernen Staates. Herkunft, Struktur und Bedeutung. Berlin: Duncker & Humblot

Die bürokratisierte Gesellschaft als Zeitdiagnose
Mills, C. Wright (1953): White Collar. The American Middle Classes. Oxford, New York: Oxford University Press.
Whyte, William H. (1956): The Organization Man. New York: Simon & Schuster.
Adorno, Theodor W. (1954): Individuum und Organisation. In: Fritz Neumark (Hg.): Individuum und Organisation. Darmstädter Gespräche. Darmstadt: Neue Darmstädter Verlagsanstalt, S. 21–35.
Osrecki, Fran (2011): Diagnosegeselschaft. Zeitdiagnostik zwischen Soziologie und medialer Popularität. Bielefeld: transcript.

Die historische Entwicklung des Bürokratiediskurses (alternativ in Frankreich, Preußen, Bayern, Spanien, England, Russland, USA)

Die Bürokratiekritik der Nationalsozialisten
Die Bürokratiekritik der Regierung Trump (Deep State Ideologie)
Zur Organisation der Kampagnen gegen Bürokratie – Initiativen, Vernetzugnen, Themen (Stiftung Familienunternehmen, INSM)

Kommissionen zum Bürokratieabbau in der Bundesrepublik – Funktionsweisen und Wirkungen (alternativ in Frankreich, Deutschland, Spanien, England, Russland, USA)
Die Kampagne zur Verteidigung der Bürokratie (Das Bürokratiemonster, Greenpeace)
Die Weberliste – Entstehungen, Variationen, Begrenzungen
Konditionalprogramme – Die Entstehung eines theoretischen Konzeptes
Wo kommen die Ideen her? Wie hat sie sich verändert? Was war die Kritik?

Literaturangaben

Für einen (sehr) lockeren Einstieg per Podcast und Video (gerne vor der ersten Sitzung):
https://www.deutschlandfunk.de/verwaltung-in-zeiten-der-kettensaegen-100.html
https://www.zdf.de/play/shows/die-anstalt-104/die-anstalt-vom-11-maerz-2025-100

Für eine erste lockere Lektüre:
Cancik, Pascale (2017): Zuviel Staat? – Die Institutionalisierung der „Bürokratie“-Kritik im 20. Jahrhundert. In: Der Staat 56, S. 1–38.
Jann, Werner (2023): Bürokratieabbau: Und ewig grüßt das Murmeltier. Für mehr Ehrlichkeit in der Bürokratiedebatte. In: Zeitschrift für Rechtspolitik (56), S. 247–251.

Lehrende

Termine ( Kalendersicht )

Rhythmus Tag Uhrzeit Format / Ort Zeitraum  
wöchentlich Mo 14-18 B2-278 13.04.-24.07.2026

Fachzuordnungen

Modul Veranstaltung Leistungen  
30-M-Soz-M6a Organisationssoziologie a Organisationssoziologie a Alternativ zu Seminar 1 und Seminar 2: großes Seminar Studienleistung
Studieninformation
- benotete Prüfungsleistung Studieninformation
30-M-Soz-M6b Organisationssoziologie b Organisationssoziologie b Alternativ zu Seminar 1 und Seminar 2: großes Seminar Studienleistung
Studieninformation
- benotete Prüfungsleistung Studieninformation
30-M-Soz-M6c Organisationssoziologie c Organisationssoziologie c Alternativ zu Seminar 1 und Seminar 2: großes Seminar Studienleistung
Studieninformation
- benotete Prüfungsleistung Studieninformation

Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.


Keine Konkretisierungen vorhanden
Kein E-Learningangebot vorhanden
Adresse:
SS2026_300352@ekvv.uni-bielefeld.de
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Hinweise:
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Letzte Änderung Grunddaten/Lehrende:
Donnerstag, 13. November 2025 
Letzte Änderung Zeiten:
Freitag, 6. Februar 2026 
Letzte Änderung Räume:
Freitag, 6. Februar 2026 
Art(en) / SWS
Seminar (S) / 4
Einrichtung
Fakultät für Soziologie
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