Gefängnisse, Kultgruppen oder auch die Mafia – es gibt Organisationen, die abseits von der sie umgebenden Gesellschaft eine eigene „geschlossene Gesellschaft“ ausbilden. Daraus ergeben sich spezifische Probleme in Bezug auf die Gesundheitsversorgung der Mitglieder. Zum einen stellt sich die Frage, ob Gesundheit bereits Teil der Organisationsziele ist (wie z. B. in Psychiatrien) und welcher Stellenwert der Gesundheit der Mitglieder infolgedessen beigemessen wird (z. B. in Sekten). Zum anderen stellt sich die Frage, wie sich die Mitgliedschaft selbst auf die Gesundheit der Mitglieder auswirkt und wie die Mitglieder während ihrer Mitgliedschaft medizinische Versorgung erfahren (beispielsweise in Bezug auf Verletzungen als Folge von Ritueller Gewalt).
Im Seminar werden wir diesen Fragen aus einer organisationssoziologischen und gesundheitswissenschaftlichen Perspektive begegnen. Das Seminar ist dementsprechend interdisziplinär angelegt. Im organisationssoziologischen Einführungsteil des Seminars werden wir darüber sprechen, wie genau solche „totalen“ Organisationen strukturiert sind. Im gesundheitswissenschaftlichen Einführungsteil des Seminars werden wir uns mit Aspekten der organisationsbezogenen Gesundheitsversorgung aus Public Health-Perspektive beschäftigen. Methoden zur Datenrecherche werden fächerübergreifend vorgestellt.
Anschließend wird es darum gehen, das gesammelte Wissen an konkreten Fällen erproben. Ziel ist es, die eigene Forschungskompetenz zu festigen und mehr Sicherheit bei der Entwicklung eigener Fragestellungen zu bekommen. Dazu werden eigene theorie- und datenbasierte Analysen zu ausgewählten Organisationen angefertigt werden. Ziel des Seminars ist es, grundlegende Techniken wissenschaftlichen Arbeitens am Beispiel eines Themenfeldes zu vertiefen. Voraussetzung dafür ist die Bereitschaft, verlässlich in einem interdisziplinären Seminar zu arbeiten und sich auch selbstständig unbekannte Themen zu erschließen.
Modulabschlüsse können in Form einer Hausarbeit erbracht werden (Gesundheitswissenschaften: Unbenotete Einzelleistung IndiErg; Soziologie: Benotete Einzelleistung).
| Frequency | Weekday | Time | Format / Place | Period |
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| Module | Course | Requirements | |
|---|---|---|---|
| 25-FS-EM Introductory Module Einführungsmodul | E2: Einführende Veranstaltung aus den Fakultäten | Student information | |
| E3: Einführende Veranstaltung aus den Fakultäten | Student information | ||
| 25-FS-GM Basic Module Grundlagenmodul | E2: Einführende Veranstaltung aus den Fakultäten | Student information | |
| E3: Einführende Veranstaltung aus den Fakultäten | Student information | ||
| 30-M32 Specialization Module Organization II (advanced) Fachmodul Organisation II (erweitert) | Problemfeldanalyse oder Vertiefungsseminar | Study requirement
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Student information |
| Vertiefungsseminar | Study requirement
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Student information | |
| - | Graded examination | Student information | |
| 40-M27 Supplement health communication 1 Ergänzungsmodul Gesundheitskommunikation 1 | Seminar 3 | Study requirement
Ungraded examination |
Student information |
The binding module descriptions contain further information, including specifications on the "types of assignments" students need to complete. In cases where a module description mentions more than one kind of assignment, the respective member of the teaching staff will decide which task(s) they assign the students.
| Degree programme/academic programme | Validity | Variant | Subdivision | Status | Semester | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Studieren ab 50 |