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230258 Globalisierung und Sprache der Wissenschaft – europäische Perspektiven und anglophone Realitäten (S) (WiSe 2020/2021)

Inhalt, Kommentar

Forschung und akademische Lehre stehen derzeit global vor einem anglophonen Sprachwechsel, in dem die Nationalsprachen als Wissenschaftssprachen kaum noch eine Rolle spielen. Dieser Sprachwechsel mit Englisch als einzige internationale Wissenschaftssprache wirft eine Ruhe grundlegender Fragen auf. Diese betreffen das Verhältnis von Sprache und Erkenntnis, die Auswirkungen einer wissenschaftssprachlichen Monolingualisierung auf Erkenntnisprozesse und das wissenschaftliche Publikationswesen, das Recht auf eine nationalsprachliche Bildung oder den für demokratische Gesellschaften unabdingbaren Dialog von Öffentlichkeit und Wissenschaft in der jeweiligen Landessprache. Zentral für diese wissenschaftssprachliche Entwicklung sind ökonomische Steuerungsprinzipien, die über globale Rankingsysteme, das Leitbild einer unternehmerischen und auf einen globalen Wettbewerb ausgerichteten Universität, der Vermessung von Wissenschaft nach dem Impact oder der Zitierhäufigkeit in wissenschaftlichen Zeitschriftendatenbanken, die von englischsprachigen Zeitschriften dominierten werden, und dem Nachweis internationaler Wettbewerbsfähigkeit auf Basis englischsprachiger Publikationen systemisch zu Englisch als einzige globale Wissenschaftssprache.

Kritiker dieser Entwicklung sprechen in diesem Kontext von einer Kolonialisierung anderer Wissenschaftskulturen durch die englischsprachige Wissenschaft mit dem Zentrum der USA, während Befürworter in der Umstellung auf Englisch als Wissenschaftssprache eine notwendige Entwicklung der Globalisierung sehen und auf die Gewinne einer einzigen globalen Wissenschaftssprache für die weltweit vernetzte wissenschaftliche Kommunikation und Forschung verweisen. Die Lehrveranstaltung versucht, den unterschiedlichen Begründungszusammenhängen dieser Sprachumstellung nachzugehen und danach zu fragen, ob und wenn welche Perspektiven die europäischen Nationalsprachen als Wissenschaftssprachen in diesem Prozess entwickeln können und wo die Zukunft von Deutsch als Wissenschaftssprache in diesem Prozess zu situieren ist.

Lehrende

  • Gehrmann

Termine (Kalendersicht )

Rhythmus Tag Uhrzeit Format / Ort Zeitraum  
wöchentlich Mi 10-12 ONLINE   02.11.2020-12.02.2021

Klausuren

  • Keine gefunden

Fachzuordnungen

Modul Veranstaltung Leistungen  
23-DAF-M-DAFGER-SKV Profilmodul: Entwicklungen in der Sprach- und Kulturvermittlung Seminar 1 Studienleistung
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Seminar 2 benotete Prüfungsleistung
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Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Konkretisierung der Anforderungen
Keine Konkretisierungen vorhanden
Lernraum
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