In vielen kommunikativen Situationen haben wir das starke Gefühl, dass wir vorhersagen können, was Gesprächsteilnehmer*innen als Nächstes sagen werden. Psycholinguistische Forschung hat gezeigt, dass solche Erwartungen für eine Reihe Phänomene entstehen und dass die Verletzung solcher Erwartungen unmittelbar unsere Sprachverarbeitung beeinflussen. So wurde etwa für Sätze wie The day was breezy so the boy went outside to fly … untersucht, inwiefern die (mögliche) Fortsetzung a kite so stark erwartet wird, dass sogar das Auftreten der morphophonologisch mit kite nicht vereinbaren Artikelform an zu Verarbeitungsschwierigkeiten führt.
Im Seminar werden empirische Arbeiten zu Erwartungen in der Sprachverarbeitung im Mittelpunkt stehen, wir werden uns aber auch mit der Frage nach der sprachlichen und kognitiven Verankerung solcher Erwartungen beschäftigen. So werden wir zum Beispiel diskutieren, woher Erwartungen kommen, warum es sie gibt, ob Erwartungen immer auftreten müssen und auch einen Blick darauf werfen, wie nicht-sprachliche Faktoren wie stereotypisches Weltwissen und Gemüt unsere Erwartungen beeinflussen können.
Frequency | Weekday | Time | Format / Place | Period |
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Module | Course | Requirements | |
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23-LIN-MaPL Modelle der Sprachverarbeitung | Lehrveranstaltung 1 | Study requirement
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Student information |
Lehrveranstaltung 2 | Study requirement
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Student information |
The binding module descriptions contain further information, including specifications on the "types of assignments" students need to complete. In cases where a module description mentions more than one kind of assignment, the respective member of the teaching staff will decide which task(s) they assign the students.
Degree programme/academic programme | Validity | Variant | Subdivision | Status | Semester | LP | |
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Linguistik: Kommunikation, Kognition und Sprachtechnologie / Master | (Enrollment until WiSe 19/20) | 23-LIN-MaSK2 | 3 |