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250382 Falldimensionen in der pädagogischen Arbeit (VK) (WiSe 2019/2020)

Kurzkommentar

theoriegeleitete Übung als Alternative zum Praktikum bestehend aus 4/3 zweitägigen Blockveranstaltungen

Inhalt, Kommentar

Im Zusammenhang mit dem Umgang mit Differenz und Heterogenität im Bildungssystem rücken vor allem auch im Kontext des gemeinsamen Lernens und sich daran anschließender Übergangs- und Übertrittsdynamiken verstärkt Fallbearbeitungsprozesse in den Blick. Dies erfordert von den handelnden Pädagog*innen einen Zugang zu relevanten Ansätzen und Methoden in Bezug auf Fallverstehen, Fallarbeit und Beratung. In der Vertiefung werden diesbezüglich exemplarische Herangehensweisen theoretisch und methodisch vorgestellt und erprobt. Die Veranstaltung zielt darauf, die zukünftigen Pädagog*innen in der angemessenen und verantwortungsvollen Gestaltung von Hilfe- und Beratungspraktiken zu unterstützen.

Teil 1: Fälle und Fallbearbeitungsprozesse
In diesem Veranstaltungsteil werden wir uns mit der Frage „Was ist ein Fall?“ in der Spannung zwischen Verstehen und Helfen auseinandersetzen. In diesem Zusammenhang werden unterschiedliche Zugänge zum Fallverstehen, Möglichkeiten und Grenzen von Fallverstehen im Rahmen von Institutionen und Organisationen, Zumutungen und Widerstandsphänomene thematisiert sowie Fallverstehen und Fallbearbeitung in gemeinsamen Übungen erprobt.
Termin: 18./19.Oktober 2019

Teil 2: Gesprächsführung
Die personenzentrierte Haltung entlang von Empathie, Wertschätzung und Kongruenz gilt heute als eine Basis professionellen beraterischen Handelns und als Voraussetzung für den Zugang zur jeweiligen Zielgruppe im pädagogischen Feld. In diesem Teil des Blockseminars werden entsprechend die Grundlagen dieses Ansatzes behandelt, in Beziehung zu verschiedenen Praxisfeldern gesetzt und exemplarisch erprobt.
Termin: 15./16. November 2019

Teil 3: Gruppendynamik
Der Umgang mit und vor allem das Verstehen von gruppendynamischen Prozessen sind elementar bei der Fallarbeit im pädagogischen Feld. In diesem Teil des Blockseminars werden entsprechend die Grundlagen gruppendynamischer Erkenntnisse anhand ausgewählter Theoretiker der Sozialpsychologie behandelt, in Beziehung zu verschiedenen Praxisfeldern gesetzt und exemplarisch erprobt.
Termin: 13./14. Dezember 2019

Teil 4: Sokratisches Gespräch
Pädagogisches Denken und Handeln gehört notwendig zur menschlichen Praxis. Diese Notwendigkeit („die Not wenden“) besteht darin, handeln zu müssen, aber auch handeln zu können. Dies wird von Immanuel Kant als „doppelte Bestimmung des Menschen“ charakterisiert. Der Mensch ist in seiner „Imperfektheit“ gezwungen, immer wieder seine Bestimmung (als ethisch-normative Bestimmung) im Handeln zu suchen und anzustreben, ohne jedoch diese „Imperfektheit“ letztlich aufheben zu können (anthropologische Bestimmung). Damit steht der Mensch immer schon in einer Praxis (des Handelnmüssens), sie liegt ihm immer schon voraus. Gleichwohl ist menschliche Praxis nicht „bloße“ Praxis, sondern immer schon im alltäglichen Bewusstsein verstanden, durch „dunkle“ Deutungsmuster durchwirkt und durch (meist) unhinterfragte Regeln bestimmt.
Pädagogisches Handeln ist nicht standardisierbar. Dadurch ist es prinzipiell krisenhaft (im Sinne Oevermanns) und zeichnet sich daher durch ein „Technologiedefizit“ im positiven Sinne aus. (Selbst-)Reflexion gehört deshalb unabdingbar zu einer Professionalisierung der pädagogischen Praxis. Hier bietet der Sokratische Dialog als dialogische Methode eine gute Möglichkeit, sich in (selbst-)reflexives Denken einzuüben. Dies wollen wir im Rahmen dieses Blockseminars tun.
Termin: 31.01/01.02.2020

In dieser Veranstaltung findet ein Platzvergabeverfahren statt. Bitte informieren Sie sich hier über den Ablauf: http://www.uni-bielefeld.de/erziehungswissenschaft/bie/faq.html

Literaturangaben

Wird in den Veranstaltungen bekannt gegeben.

Lehrende

Termine (Kalendersicht )

Rhythmus Tag Uhrzeit Ort Zeitraum  
einmalig Fr 14:00-20:00 T2-204 13.12.2019 Gruppendynamik (Wahlpflicht)
einmalig Sa 9:00-17:00 unveröffentlicht 14.12.2019 Gruppendynamik (Wahlpflicht)
einmalig Fr 14:00-20:00 C01-230 31.01.2020 Sokratisches Gespräch (Pflicht)
einmalig Sa 9:00-17:00 X-E0-230 01.02.2020 Sokratisches Gespräch (Pflicht)

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Klausuren

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Fachzuordnungen

Modul Veranstaltung Leistungen  
25-ISP2 Differenz und Heterogenität (ISP) E3: Vertiefung unbenotete Prüfungsleistung
Studieninformation

Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Konkretisierung der Anforderungen

Diese Veranstaltung bildet im Rahmen des Moduls 25-ISP 2 Element 3 eine Alternative (Wahlpflicht) zum außerschulischen Praktikum. Die Studierenden des ISP besuchen drei der vier angebotenen Blockveranstaltungen (3 x Fr./Sa.) und bearbeiten zu den Blöcken spezifische (Reflexions-)Aufgaben, die als Bericht abgegeben werden.
Der Aufbau gestaltet sich folgendermaßen: Verpflichtend besucht werden müssen der Teil 1 (Fallverstehen und Fallbearbeitungsprozesse) und der Teil 4 (Sokratisches Gespräch) der Blockveranstaltungen. Gewählt werden kann dann noch einmal zwischen Teil 2 (Gesprächsführung) und Teil 3 (Gruppendynamik) der Blockveranstaltungen. Die Teile 2 und 3 sind in das Kernfach Erziehungswissenschaft geöffnet.

Lernraum
TeilnehmerInnen
Automatischer E-Mailverteiler der Veranstaltung
Änderungen/Aktualität der Veranstaltungsdaten
Sonstiges