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260030 Mensch und Person in der frühen Neuzeit (S) (SoSe 2019)

Inhalt, Kommentar

Die Frage, was den Menschen zum Menschen macht, ist seit der Antike einer der Hauptgegenstände philosophischer Auseinandersetzung. Aber gerade heute, in einer Zeit in der die Forschung zur intellektuellen Leistung von Tieren, aber auch zu künstlicher Intelligenz die menschliche Rationalität als Alleinstellungsmerkmal in Frage stellt, gewinnt die Bestimmung der Natur des Menschen wieder an neuer Bedeutung.
Besonders intensiv diskutiert wurde diese Fragestellung auch in der frühen Neuzeit, nachdem Descartes den Menschen als essentiell „denkendes Ding“ bestimmt und den immateriellen Geist strikt vom materiellen Körper unterschieden hat. Diese dualistische Konzeption brachte zahlreiche Schwierigkeiten mit sich (z.B. das bekannte Interaktionsproblem) und regte dementsprechend viele von Descartes’ Zeitgenossen und Nachfolgern zu teils starker Kritik an.
Eine der Grundfragen im Hinblick auf Descartes’ Dualismus ist, wie der immaterielle Geist und der materielle Körper im Menschen eine Einheit bilden können und welcher Art diese Einheit ist. Ist es nicht plausibler anzunehmen, dass auch der Geist in gewisser Hinsicht materiell ist? Und falls dem so ist, kann man dann noch einem universellen physikalisch-kausalen Determinismus entgehen, der Freiheit und Verantwortung keinen Raum mehr lässt? Und in welchem Verhältnis stehen die metaphysische Bestimmung des Menschen als Leib-Seele-Einheit und ein moralischer oder „forensischer“ Personenbegriff (Locke), der die Besonderheit des Menschen darin sieht, für sein Handeln verantwortlich zu sein?
Im Seminar sollen ausgehend von Descartes verschiedene Ansätze erläutert werden, mit denen sich Denker in der frühen Neuzeit (z.B. Spinoza, Malebranche, Leibniz, Locke, Conway und de La Mettrie) dem Menschen- und Personenbegriff und den damit in Verbindung stehenden Fragen zu moralischer Verantwortung, Determinismus und Willensfreiheit genähert haben.

Die Bereitschaft zur Lektüre und Diskussion von englischsprachigen Texten wird vorausgesetzt.

Teilnahmevoraussetzungen, notwendige Vorkenntnisse

Empfohlene Vorkenntnisse:
Abschluss des ersten Studienjahres (beide Grundkurse, Philosophischer Einstieg und Philosophisches Schreiben).

Lehrende

Termine (Kalendersicht )

Rhythmus Tag Uhrzeit Ort Zeitraum  
wöchentlich Mi 12-14 E01-108 03.04.2019-10.07.2019
nicht am: 01.05.19

Klausuren

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Fachzuordnungen

Modul Veranstaltung Leistungen  
26-HM_PP8_GPP Hauptmodul PP8: Geschichte der Praktischen Philosophie Seminar 1 Studienleistung
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Seminar 2 Studienleistung
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veranstaltungsübergreifend benotete Prüfungsleistung Studieninformation
26-HM_TP8_GTP Hauptmodul TP8: Geschichte der Theoretischen Philosophie Seminar 1 Studienleistung
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Seminar 2 Studienleistung
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veranstaltungsübergreifend benotete Prüfungsleistung Studieninformation

Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Konkretisierung der Anforderungen

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Aber es wird Engagement vonnöten sein und wir werden ohne einen Blick in den Kommentar nicht auskommen. Bitte besorgen Sie Text und Kommentar.

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