Die Sicherstellung eines effektiven Kinderschutzes stellt eine verantwortungsvolle Aufgabe im Spannungsfeld zwischen Prävention und Intervention dar. Die Kinder- und Jugendhilfe ist angehalten, auf die wachsenden und komplexen Hilfebedarfe von Familien durch präventive Angebote frühzeitig zu reagieren, indem diese erkannt und niederschwellige Zugänge ermöglicht werden.
Im SGB VIII wird das Spannungsfeld zwischen Elternrecht, Elternpflicht und staatlichem Wächteramt deutlich und der gesetzliche Auftrag formuliert, bei einer vermuteten Kindeswohlgefährdung tätig zu werden. Im Verlauf des Seminars werden die gesetzlichen Grundlagen, die darauf basierenden Verfahren sowie Methoden des Umgangs mit Gefährdungsmeldungen und -lagen anhand praktischer Verläufe der Kinderschutzarbeit im Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamtes diskutiert.
Die Installierung und das Verfahren von Hilfen zur Erziehung (HZE), durch welche die Erziehungsfähigkeit von Eltern gestärkt bzw. der Schutz von Kindern und Jugendlichen sichergestellt werden sollen, werden entlang von Praxisbeispielen im Seminarverlauf dargestellt. Abschließend werden die aktuellen Bedingungen der Praxis von Kinderschutzverfahren, die Anforderungen der Gesprächsführung in der Kinder- und Jugendhilfe und ein kritisches Bewusstsein für Weiterentwicklungsbedarfe im Feld des Kinderschutzes erarbeitet.
In dieser Veranstaltung findet ein Platzvergabeverfahren statt. Bitte informieren Sie sich hier über den Ablauf: http://www.uni-bielefeld.de/erziehungswissenschaft/bie/faq.html
| Frequency | Weekday | Time | Format / Place | Period |
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The binding module descriptions contain further information, including specifications on the "types of assignments" students need to complete. In cases where a module description mentions more than one kind of assignment, the respective member of the teaching staff will decide which task(s) they assign the students.