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220114 Personenverbandsstaat ist (auch) nur ein Wort: Grundstrukturen vormoderner Gesellschaften (V+Ü) (SoSe 2018)

Inhalt, Kommentar

Bekanntlich gab es im Mittelalter und bis weit in die Frühe Neuzeit hinein keinen Staat im modernen Sinne. Stattdessen spricht man gemeinhin von ‚Personenverbandsstaat‘. In Kurs (Do. 10-12 Uhr) und Seminar (Do 14-16 Uhr) wird danach gefragt, was damit eigentlich gemeint ist. Wie muss man sich das Zusammenleben von Menschen ohne staatliche Autoritäten, ohne Bürokratie und Polizei, ohne Staatsbürgerschaft und Renten- oder Krankenversicherung vorstellen? Statt solcher eng-zweckgerichteter Organisationen findet man insbesondere im Mittelalter ‚Personenverbände‘ unterschiedlichster Form vor. Sie reichen vom Kloster über die adelige familia und Zünfte bis zu Städten und Universitäten. In beiden Veranstaltungen soll die Struktur dieser Verbände, ihr Entstehen und ihre je spezifischen Besonderheiten analysiert werden. Es geht letztlich darum, dem Funktionieren vormoderner Gesellschaften auf die Spur zu kommen.

Im Kurs wird es vor allem darum gehen, die theoretischen Grundlagen zu thematisieren und den weiteren historischen Rahmen abzustecken. Im Seminar wird vor diesem Hintergrund dann vornehmlich konkrete
Quellenarbeit geleistet. Ein Besuch beider Veranstaltungen ist daher sinnvoll; der Besuch einer der beiden Veranstaltungen aber nicht gänzlich ausgeschlossen.

Erwartet werden in Kurs und Seminar aktive Mitarbeit, regelmäßiges Erscheinen sowie die Anfertigung eines Kurzreferates.

Literaturangaben

Brunner, Otto, Land und Herrschaft. Grundfragen der territorialen Verfassungsgeschichte Österreichs im Mittelalter, Darmstadt 1990 (Erstauflage Baden bei Wien 1939; Neudruck der vollständig überarbeiteten Auflage Wien 1957).

Luhmann, Niklas, Die Gesellschaft der Gesellschaft, Bände: 2, Frankfurt/M. 1997, besonders S. 678-706.

Oexle, Otto Gerhard, Soziale Gruppen in der Ständegesellschaft. Lebensformen des Mittelalters und ihre historischen Wirkungen, in: Die Repräsentation der Gruppen. Texte - Bilder - Objekte, hg. von Oexle, Otto Gerhard und von Hülsen-Esch, Andrea (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 141), Göttingen 1998, S. 9-44.

Ranft, Andreas, Adelsgesellschaften. Gruppenbildung und Genossenschaft im spätmittelalterlichen Reich, (Kieler Historische Studien 38), Sigmaringen 1994.

Reyerson, Kathryn, Urban and Rural Communities in Medieval France. Provence and Languedoc, 1000 - 1500, (The Medieval Mediterranean 18), Leiden u.a. 1998.

Weber, Max, Wirtschaft und Gesellschaft. Grundrisse der verstehenden Soziologie, 5. Aufl., Tübingen 1980, insbesondere Zweiter Halbband, Kapitel VII., § 2 „Die Formen der Begründung subjektiver Rechte“, S. 397-440.

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3.1.6
Historische Orientierung Studieninformation
22-3.8 Wahlfreies Hauptmodul
3.1.6
Historische Orientierung Studieninformation
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E3: Einführende Veranstaltung aus den Fakultäten Studieninformation
25-FS-GM Grundlagenmodul E2: Einführende Veranstaltung aus den Fakultäten Studieninformation
E3: Einführende Veranstaltung aus den Fakultäten Studieninformation

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