220113 Kloster, Stadt und Lehnspyramide. Formen der Vergesellschaftung in der Ständegesellschaft (S) (SoSe 2018)

Inhalt, Kommentar

Bekanntlich gab es im Mittelalter und bis weit in die Frühe Neuzeit hinein keinen Staat im modernen Sinne. Stattdessen spricht man gemeinhin von ‚Personenverbandsstaat‘. In Kurs (Do. 10-12 Uhr) und Seminar (Do 14-16 Uhr) wird danach gefragt, was damit eigentlich gemeint ist. Wie muss man sich das Zusammenleben von Menschen ohne staatliche Autoritäten, ohne Bürokratie und Polizei, ohne Staatsbürgerschaft und Renten- oder Krankenversicherung vorstellen? Statt solcher eng-zweckgerichteter Organisationen findet man insbesondere im Mittelalter ‚Personenverbände‘ unterschiedlichster Form vor. Sie reichen vom Kloster über die adelige familia und Zünfte bis zu Städten und Universitäten. In beiden Veranstaltungen soll die Struktur dieser Verbände, ihr Entstehen und ihre je spezifischen Besonderheiten analysiert werden. Es geht letztlich darum, dem Funktionieren vormoderner Gesellschaften auf die Spur zu kommen.

Im Kurs wird es vor allem darum gehen, die theoretischen Grundlagen zu thematisieren und den weiteren historischen Rahmen abzustecken. Im Seminar wird vor diesem Hintergrund dann vornehmlich konkrete Quellenarbeit geleistet. Ein Besuch beider Veranstaltungen ist daher sinnvoll; der Besuch einer der beiden Veranstaltungen aber nicht gänzlich ausgeschlossen.

Erwartet werden in Kurs und Seminar aktive Mitarbeit, regelmäßiges Erscheinen sowie die Anfertigung eines Kurzreferates.

Literaturangaben

Brunner, Otto, Land und Herrschaft. Grundfragen der territorialen Verfassungsgeschichte Österreichs im Mittelalter, Darmstadt 1990 (Erstauflage Baden bei Wien 1939; Neudruck der vollständig überarbeiteten Auflage Wien 1957).

Luhmann, Niklas, Die Gesellschaft der Gesellschaft, Bände: 2, Frankfurt/M. 1997, besonders S. 678-706.

Oexle, Otto Gerhard, Soziale Gruppen in der Ständegesellschaft. Lebensformen des Mittelalters und ihre historischen Wirkungen, in: Die Repräsentation der Gruppen. Texte - Bilder - Objekte, hg. von Oexle, Otto Gerhard und von Hülsen-Esch, Andrea (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 141), Göttingen 1998, S. 9-44.

Ranft, Andreas, Adelsgesellschaften. Gruppenbildung und Genossenschaft im spätmittelalterlichen Reich, (Kieler Historische Studien 38), Sigmaringen 1994.

Reyerson, Kathryn, Urban and Rural Communities in Medieval France. Provence and Languedoc, 1000 - 1500, (The Medieval Mediterranean 18), Leiden u.a. 1998.

Weber, Max, Wirtschaft und Gesellschaft. Grundrisse der verstehenden Soziologie, 5. Aufl., Tübingen 1980, insbesondere Zweiter Halbband, Kapitel VII., § 2 „Die Formen der Begründung subjektiver Rechte“, S. 397-440.

Lehrende

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Klausuren

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Fachzuordnungen

Modul Veranstaltung Leistungen  
22-3.1 Hauptmodul Vormoderne
3.1.6
Seminar Vormoderne Studienleistung
benotete Prüfungsleistung
Studieninformation
22-3.8 Wahlfreies Hauptmodul
3.1.6
Seminar Studienleistung
benotete Prüfungsleistung
Studieninformation
25-FS-EM Einführungsmodul E2: Einführende Veranstaltung aus den Fakultäten Studieninformation
E3: Einführende Veranstaltung aus den Fakultäten Studieninformation
25-FS-GM Grundlagenmodul E2: Einführende Veranstaltung aus den Fakultäten Studieninformation
E3: Einführende Veranstaltung aus den Fakultäten Studieninformation

Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Studiengang/-angebot Gültigkeit Variante Untergliederung Status Sem. LP  
Studieren ab 50    

Keine Konkretisierungen vorhanden

Lernraum (E-Learning)

Zu dieser Veranstaltung existiert ein Lernraum im E-Learning System. Lehrende können dort Materialien zu dieser Lehrveranstaltung bereitstellen:

registrierte Anzahl: 17
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Abruf der Liste der Teilnehmer*innen:
Lehrende und ihre Sekretariate können sich die Liste der im eKVV registrierten Teilnehmer*innen über die passwortgeschützen eKVV Seiten abrufen: Meine Veranstaltungen
Falls Sie noch keinen BIS Zugang besitzen oder generelle Hinweise zum Abrufen und zum Umgang mit den Teilnahmelisten suchen nutzen Sie unsere Hilfeseite
Dort finden Sie auch Informationen dazu, wie Sie aus einer Teilnahmeliste die Ergebnisliste für die Prüfungsdokumentation erstellen und wie Sie diese an die Prüfungsämter übermitteln können.
Adresse:
SS2018_220113@ekvv.uni-bielefeld.de
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Falls die Belegnummer mehrfach im Semester verwendet wird können Sie die folgende alternative Verteileradresse nutzen, um die Teilnehmer*innen genau dieser Veranstaltung zu erreichen: VST_120856332@ekvv.uni-bielefeld.de
Reichweite:
16 Studierende direkt per E-Mail erreichbar
Hinweise:
Weitere Hinweise zu den E-Mailverteilern
Letzte Änderung Grunddaten/Lehrende:
Donnerstag, 4. Januar 2018 
Letzte Änderung Zeiten:
Dienstag, 5. Juni 2018 
Letzte Änderung Räume:
Dienstag, 5. Juni 2018 
Art(en) / SWS
S / 2
Einrichtung
Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie / Abteilung Geschichtswissenschaft
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