ReligionspädagogInnen begegnen in der Schule zunehmend einem Rechtfertigungsdruck für das Fach Religion. Sie sollen Rechenschaft geben (können) nicht allein über die besondere Gestaltung von Didaktik und Methodik des Fachs, sondern über sein Recht und seine Notwendigkeit überhaupt. In einer Situation zunehmend kultureller und religiöser Pluralität der Schülerschaft ist die Begründung religiöser Bildung im allgemeinen und evangelischer Bildung und Erziehung im besonderen zur Frage geworden. Bereits diese schulpolitischen Rahmenbedingungen fordern ein Nachdenken über die eigene und die fremde Religion heraus.
Doch liegen unterhalb dieser Frage Problemstellungen, auf die jede Religionspädagogik, wo immer sie steht, eine Antwort finden muß: Wenn die Klassen an unseren Schulen zunehmend multi-kulturell und multi-religiös zusammengesetzt sind, sind die Kinder und Jugendlichen, die den Religionsunterricht besuchen, bereits im Vorfeld mit Fragen der religiösen Verschiedenheit konfrontiert: mit Fragen der eigenen und der fremden Religion. Der Ort, an dem diese religiöse Verschiedenheit thematisiert werden kann, ist vor allem der Religionsunterricht, das interreligiöse Gespräch der Kinder und Jugendlichen ist aber weit umfangreicher. Und eine interessante Frage dabei wäre, wie SchülerInnen auf verschiedenen Klassenstufen die Verschiedenheit ihrer religiösen Herkunft diskutieren und 'verhandeln'.
Und welche Rolle sollen PädagogInnen dabei spielen? Wie könnte Unterricht konzipiert werden, der die reflexive Auseinandersetzung mit der eigenen und der fremden Religion, der interreligiösen Dialog im Klassenzimmer ermöglicht?
EKD, Kirchenamt (Hrsg.), Identität und Verständigung. Standort und Perspektiven des Religionsunterrichts in der Pluralität. Eine Denkschrift der EKD. Gütersloh 1994.
FISCHER, Dietlind, Peter SCHREINER, Götz DOYE, und Christoph T. SCHEILKE, Auf dem Weg zu einer Interkulturellen Schule. Fallstudien zur Situation Interkulturellen und Interreligiösen Lernens. Münster 1996.
KWIRAN, Manfred, SCHREINER, Peter & SCHULTZE, Herbert (Hrsg), Dialog der Religionen im Unterricht. Theoretische und praktische Beiträge zu einem Bildungsziel, Münster 1996.
WEISSE, Wolfram (Hrsg), Vom Monolog zum Dialog. Ansätze einer interkulturellen dialogischen Religionspädagogik. Münster 1996.
van der VEN, Johannes A., und Hans-Georg ZIEBERTZ (Hrsg), Religiöser Pluralismus und interreligiöses Lernen. Kampen/Weinheim 1994.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Do | 14-16 | T2-227 |
| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ev. Religionslehre (SP) / Lehramt Primarstufe | C1; C4; D2 | Wahlpflicht | GS und HS | ||||
| Ev. Religionslehre (wU) / Diplom | Nebenfach | C1; C4; D2 | Wahlpflicht | GS und HS | |||
| Ev. Religionslehre (wU) / Lehramt Primarstufe | A3; B2 | Wahlpflicht | GS und HS | ||||
| Evangelische Theologie / Magister | Nebenfach | C1; D2 | Wahlpflicht | GS und HS | |||
| Ev.Religionslehre / Lehramt Sekundarstufe I | C1; C4; D2 | Wahlpflicht | GS und HS | ||||
| Ev.Religionslehre / Lehramt Sekundarstufe II | D4; E2; E4 | ||||||
| Frauenstudien | (Einschreibung bis SoSe 2015) | ||||||
| Studieren ab 50 |