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230349 Blicke der Peripherie: die französischen Banlieues zwischen Aufbruch und Resignation (S) (SoSe 2017)

Inhalt, Kommentar

Der Begriff der Banlieue bezeichnet nicht nur die in den letzten Jahrzehnten an den Rändern der großen französischen Städte (v.a. Paris, Lyon und Marseille) entstandenen Hochhaus- und Plattenbausiedlungen, er ist darüber hinaus zu einem Synonym für die Trostlosigkeit des Alltags und der Perspektivlosigkeit ihrer Bewohner geworden. Wer hier lebt, gehört in der Regel zu den Verlierern der Gesellschaft: die Arbeitslosigkeit liegt bei über 20%, der Anteil an Immigranten (v.a. aus dem Maghreb und Schwarzafrika) ist überproportional hoch, die Kriminalität allgegenwärtig. Die französische Regierung ist weit davon entfernt, die sozialen Probleme in den Griff zu bekommen oder gar die Lebensbedingungen und Zukunftschancen der Banlieue-Bewohner zu verbessern. Doch mit der zunehmenden Ausdehnung der Städte, der alle räumlichen Grenzen sprengenden Entwicklung urbaner Strukturen (gerade im Hinblick auf Paris) wird derzeit die Forderung nach einem Umdenken und einer städtischen Neuorganisation, in der auch die banlieues einen neuen Stellenwert erhalten, immer lauter.

Auf der Basis raum- und kulturtheoretischer Ansätze (etwa Lotmans Konzept der Semiosphäre, Bourdieus Überlegungen zu Habitus und Kapital sowie Augés Idee der Nicht-Orte) werden wir im Seminar versuchen, die französischen banlieues als einen dezidiert sozio-kulturellen Raum in Veränderung fassbar zu machen. Parallel liegt der Fokus des Seminars auf einer intensiven Auseinandersetzung mit literarischen und filmischen Repräsentationen der Banlieue, wobei wir (nach der Vorstellung einiger schon als klassisch zu bezeichnenden Banlieue-Texte und -Filme wie Mehdi Charefs „Le thé au harem d’Archi Ahmed“ (1983) oder Kassovitz‘ Film „La haine“ (1994)) vor allem aktuelle Repräsentationen und Neuinszenierungen der Banlieue-Thematik in den Blick nehmen werden.

Teilnahmevoraussetzungen, notwendige Vorkenntnisse

Da die Veranstaltung auch für den BA Literaturwissenschaft geöffnet ist, werden wir die Texte (auch) in der deutschen Übersetzung lesen. Wünschenswert sind dennoch zumindest Grundkenntnisse der französischen Sprache.

Literaturangaben

Die konkrete Text- und Filmauswahl wird zu Beginn des Semesters bekanntgegeben.

Lehrende

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Fachzuordnungen

Modul Veranstaltung Leistungen  
23-LIT-LitBM1 Basismodul 1: Literatur- und Kulturgeschichte Angeleitetes Selbststudium Studieninformation
Literatur im kulturellen Kontext Studienleistung
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Literaturgeschichte Studienleistung
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veranstaltungsübergreifend benotete Prüfungsleistung Studieninformation
23-LIT-LitP2 Vergleichende Literaturwissenschaft Literatur, Künste, Medien Studienleistung
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Seminar mit Lektüreschwerpunkt Studienleistung
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veranstaltungsübergreifend benotete Prüfungsleistung Studieninformation
23-LIT-LitP4 Kulturwissenschaft (Kulturtheorie) Grundfragen der Kulturtheorie: Modelle, Geschichte, Probleme Studienleistung
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Kultur und Text: Exemplarische Analysen Studienleistung
Studieninformation
Literaturwissenschaft als Kulturwissenschaft: Theorie und Praxis Studienleistung
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Seminar mit Lektüreschwerpunkt Studienleistung
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veranstaltungsübergreifend benotete Prüfungsleistung Studieninformation
23-ROM-B3-F Profilmodul Literaturwissenschaft Französisch Autor/innen - Werke - Gattungen Studienleistung
Studieninformation
Literatur im kulturellen Kontext Studienleistung
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veranstaltungsübergreifend benotete Prüfungsleistung Studieninformation
23-ROM-B4 Profilmodul Kultur- und Medienwissenschaft Kulturelle Grundlagen sprachlicher und literarischer Kommunikation Studienleistung
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Medientechniken und -praktiken in Geschichte und Gegenwart Studienleistung
Studieninformation
veranstaltungsübergreifend benotete Prüfungsleistung Studieninformation

Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Konkretisierung der Anforderungen

Voraussetzung zur Vergabe einer Studienleistung ist eine regelmäßige und aktive Teilnahme, zu der auch die Übernahme eines Referates oder eines Protokolls sowie die Mitarbeit an verschiedenen Gruppenarbeitsphasen gehört. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, eine modulbezogene benotete Einzelleistung (Hausarbeit, Portfolio, mündliche Prüfung) zu erbringen.

Lernraum
TeilnehmerInnen
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