250313 Geschlechterbilder als Medium der kulturindustriellen Bearbeitung der Erinnerung an den Nationalsozialismus am Beispiel der Filme 'Der Untergang', 'Sophie Scholl' und 'Napola' (Seminarreihe: "Geschlecht. Kultur. Generation.") (S) (SoSe 2008)

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Während der Film "Napola" das Erziehungssystem der Nazis in den Blick rückt, fanden "Sophie Scholl" und "Der Untergang" unlängst Einzug in den Geschichtsunterricht. In der - deutsche Identität rekonstituierenden - Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit spielten Geschlechterbilder als Embleme für die Zeit zwischen 1933 und 1945 von Anfang an eine wichtige Rolle. Analog der Weiterentwicklung der Geschichtspolitik änderten sich auch diese Bilder: Das Spektrum reichte von der irrationalen Naziwählerin und sadistischen KZ-Aufseherin der 1950er Jahre bis zum gefühllosen Verwalter des Massenmordes und den gepanzerten Männern Theweleits in den 1970er Jahren. Die neuen Filme 'Der Untergang', 'Napola' und 'Sophie Scholl' machen hier keine Ausnahme. Während die Filmfiguren, die die ZuschauerIn als Nicht-Nazis und mit dem Aufbruch in die Zukunft des neuen Deutschlands identifizieren soll, eine heile und stabile Männlichkeit bzw. Weiblichkeit ausdrücken, versagen ihre nazistischen Counterparts vor den Geschlechtsanforderungen: Als feige, hysterische Männer oder unmütterliche, hexenhafte Frauen bilden sie die Negativfolie der guten Deutschen. Gerade wegen der geschlechtsidentitären Eigenschaften der FilmheldInnen werden diese allerdings als auch während des NS anerkannte Vorzeige-ArierInnen dargestellt. Ihr Antifaschismus erscheint "arischer" als das Handeln der Nazis. Die kollektiven hochaffektiven Externalisierungs- und Identifizierungsvorgänge, die diesen populären Bildern, in denen sich Faszination und Abscheu vermengen, zugrunde liegen, gilt es in den Fokus zu nehmen, um zu einem besseren Verständnis ihrer derzeitigen Attraktivität zu gelangen.

Requirements for participation, required level

Die Seminarreihe"Geschlecht. Kultur. Generation" möchte einige der vielfältigen Facetten und Verschränkungen von Kultur, Medien, Geschlecht und Generation aus der Perspektive gesellschaftskritischer und kulturanalytischer Ansätze ansprechen und diskutieren.
Die vier einzelnen Seminare werden von externen ReferentInnen geleitet und sind in sich abgeschlossen, d.h. sie können auch einzeln besucht werden.
Die vier Blöcke sind nicht scheinfähig. Es können keine Leistungen für CPs/ LPs erbracht werden. Literatur wird in den jeweiligen Seminaren als Reader erhältlich sein.
Eine Anmeldung per E-mail ist unabdingbar, da die Seminare auch für außeruniversitäre 'MultiplikatorInnen' geöffnet sind.

Teaching staff

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Frequency Weekday Time Format / Place Period  
one-time Sa 10:30-18:30 IBZ 28.06.2008

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Subject assignments

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Erziehungswissenschaft GHR / Master of Education (Enrollment until SoSe 2011)   kein LP Erwerb möglich  
Erziehungswissenschaft GymGe / Master of Education (Enrollment until SoSe 2011)   kein LP Erwerb möglich  
Erziehungswissenschaft (Nebenfach) / Bachelor (Enrollment until SoSe 2011) Nebenfach   kein LP Erwerb möglich  
Pädagogik / Erziehungswissenschaft / Diplom (Enrollment until SoSe 2008) G.2.2; H.1.2; H.3.5   nicht scheinfähig  

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If the reference number is used for several courses in the course of the semester, use the following alternative address to reach the participants of exactly this: VST_7737229@ekvv.uni-bielefeld.de
Notes:
Additional notes on the electronic mailing lists
Last update basic details/teaching staff:
Friday, December 11, 2015 
Last update times:
Thursday, May 15, 2008 
Last update rooms:
Thursday, May 15, 2008 
Type(s) / SWS (hours per week per semester)
seminar (S) / 1
Department
Faculty of Educational Science
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7737229