Bildungspolitik prägt in erheblichen Umfang verschiedene Rollen unseres Leben -und im Besonderen die Berufstätigkeit von Lehrkräften. Bildungspolitik ist seit dem PISA Schock im Jahre 2000 auch nicht mehr aus der Öffentlichkeit und den Medien wegzudenken. Es macht mit Blick auf die Tätigkeit von Lehrkräften, aber auch auf die Rolle als Bürger/in oder die als Elternteil Sinn, sich einen Überblick über die verschiedenen bildungspolitischen Konzepte und Maßnahmen – und die dahinter stehenden Interessen zu verschaffen. Unter Umständen, um ggf. Einfluss auf die Bildungspolitik zu nehmen.
Ausgehend von der Fragestellung, was sind die Grundideen der sog. demokratischen Leistungsgesellschaft, und welche Probleme werden bei deren Realisierung im Bildungsbereich sichtbar, werden wir uns mit den normativen Grundbegriffen der Bildungspolitik auseinandersetzen und uns das grundlegende Vokabular der bildungspolitischen Diskussion aneignen sowie auch einen kurzen zeitgeschichtlichen Blick auf die Geschichte des Bildungswesens in Deutschland werfen. Nächster großer Schritt unserer Arbeit soll die Komplexität der Governance des „Vielebenensystems“ Schule, Schulverwaltung-Schulaufsicht, Bildungsforschung, Bildungspolitik, Kommunen, Länder, Föderalismus, der Bildungsministerkonferenz und Bund sein. In diesem Kontext sind auch die Rollen der Stiftungen und der Lehrergewerkschaften zu klären. Zusätzlich lohnt eine Auseinandersetzung mit der Bildungsfinanzierung.
Breiten Raum sollen aktuelle bildungspolitische Themen – orientiert an der Frage: wie der aktuelle Bildungsnotstand an den Schulen überwunden werden kann – einnehmen. Hilft eine andere Schulstruktur? Wie kann „Ungleiches ungleich“ behandelt werden? Was ist evidenzbasierte Bildungspolitik? Was sind die Möglichkeiten und Grenzen der Förderung im Ganztag? Ist das Startchancenprogramm die wirksame Antwort auf die negative Kompetenzentwicklung vieler Schüler/innen?
Nicht zuletzt die Landtagswahlen im April 2027 eröffnen uns die Möglichkeit die bildungspolitischen Konzepte der im Landtag vertretenen Parteien zu vergleichen. In diesem Zusammenhang wollen wir auch die Frage beantworten: Wie politisch darf Schule sein?
In dieser Veranstaltung findet ein Platzvergabeverfahren statt. Bitte informieren Sie sich hier über den Ablauf: https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/erziehungswissenschaft/studium-und-lehre/studiendekanat/studienorganisation/platzvergabe/
M.Ed. BiWi G/ HRSGe/ GymGe: Voraussetzung ist die Einschreibung im Master of Education BiWi G, HRSGe bzw. GymGe im WiSe 2026/27
Literatur: Bildungspolitik in Deutschland, 2025 Springer Nature Link
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
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| wöchentlich | Mi | 16-18 | B2-229 | 12.10.2026-05.02.2027 |
| Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
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| 25-BiWi10 Schulentwicklung und Professionelle Kooperation | E1: Organisations- und Schultheorie | Studienleistung
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Studieninformation |
| 25-BiWi12 Differenz und Heterogenität (Grundschule) | E2: Umgang mit Heterogenität und Differenz in Bildungsinstitutionen | Studienleistung
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Studieninformation |
| - | unbenotete Prüfungsleistung | Studieninformation | |
| 25-BiWi6_a-ISP Differenz und Heterogenität | E2: Umgang mit Heterogenität und Differenz in Bildungsinstitutionen | Studienleistung
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Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.