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Modul 25-BiWi6_a-ISP Differenz und Heterogenität

Fakultät

Modulverantwortliche/r

Turnus (Beginn)

Jedes Semester

Leistungspunkte und Dauer

10 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Ziel des Moduls ist die Auseinandersetzung mit den lebensweltlichen Entwicklungsbedingungen solcher Schülerinnen und Schüler, für die ein sonderpädagogischer Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen droht oder bereits festgestellt wurde. Die Zusammenhänge von Behinderung und sozialer Benachteiligung werden anhand der Kategorie Lernbeeinträchtigung exemplarisch erarbeitet.
Die Studierenden kennen theoretische Modelle zur Beschreibung sozialer Ungleichheit und können vor ihrem Hintergrund die Konstruiertheit heterogener Lebenslagen reflektieren (1). Außerdem erwerben die Studierenden empirisch-feldbezogenes Wissen über die Pluralität der Rahmenbedingungen von Sozialisation, Erziehung und Bildung und kennen empirische Forschungsergebnisse zum Zusammenhang von Lernbeeinträchtigungen und prekären Lebensbedingungen in der Entwicklung (2). Die Studierenden können Mechanismen institutioneller Diskriminierung im Bildungssystem analysieren und sollen in die Lage versetzt werden, in pädagogischen Institutionen und Organisationen selbstreflektiv zu handeln und sich zu den praktischen Anforderungen kritisch-konstruktiv zu verhalten (3). Die AbsolventInnen kennen dadurch unterschiedliche Lebenswelten und etwaige Benachteiligungen von SchülerInnen beim Lernprozess und Möglichkeiten der pädagogischen Hilfen und Präventivmaßnahmen einschließlich notwendiger Medienkompetenz (4). Sie kennen didaktische Konzepte für den Umgang mit Heterogenität in der Schule, sowie Hilfesysteme, Modelle und Programme der gezielten Unterstützung sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher bei Bewältigung von Übergängen im Bildungssystem (5).

Lehrinhalte

Kinder und Jugendliche, die in der Schule versagen oder zu versagen drohen und für die ein sonderpädagogischer Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen festgestellt wird, leben in ihrer weit überwiegenden Mehrheit in prekären Lebenslagen. Für zukünftige Lehrkräfte ist das Wissen um die Lebenswelten dieser Schülerinnen und Schüler wichtig, um präventive Unterstützungsmaßnahmen und Handlungsmöglichkeiten zu erkennen sowie um weitere Hilfesysteme anzufragen. Dies stellt eine wesentliche Bedingung für einen professionellen Umgang mit den sich daraus ergebenden erschwerten Lernsituationen dar.

Im Element 1 des Moduls werden die Entwicklungsbedingungen von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Entwicklungsrisiken und Beeinträchtigungen im Lernen auf der Grundlage empirischer Daten und theoretischer Konzeptionen analysiert. Faktoren, die zur Zuschreibung einer Lernbeeinträchtigung führen, werden exemplarisch herausgearbeitet und aus unterschiedlichen Theorieperspektiven dekonstruiert. Individuelle und interaktionale Ressourcen, Einflussmöglichkeiten der Schule und anderer pädagogischer Institutionen werden fallbezogen in ihren Möglichkeiten und Grenzen erarbeitet und reflektiert.

Im Element 2 des Moduls werden Inklusions- und Exklusionsprozesse in Bildungsinstitutionen kritisch reflektiert. Konzepte institutionellen und organisatorischen Handelns unter Berücksichtigung heterogener Lebenslagen bearbeitet. Dabei geht es um den pädagogischen und didaktischen Umgang mit Gleichheit und Ungleichheit in Erziehungs- und Bildungsprozessen vor allem in der Schule.

In Element 3 wird ein inhaltlicher Aspekt des Elements 1 oder 2 aufgenommen und vertiefend bearbeitet. Die Veranstaltungsform ist flexibel und kann z. B. als projektorientiertes Seminar, als Kolloquium oder in Form einer begleiteten Studiengruppe realisiert werden. Im Rahmen dieser Veranstaltungen wird die benotete Modulprüfung erbracht.

Empfohlene Vorkenntnisse

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Portfolio: Das Portfolio bezeichnet eine Zusammenstellung von Dokumenten, die den Lernverlauf eines Individuums beschreiben bzw. dokumentieren. Portfolios dienen dazu, Lernerfahrungen und -erfolge zu erfassen und Lernstrategien zu planen. Mit Hilfe des Portfolios sollen die Arbeitsergebnisse eines Studierenden aus einer Veranstaltung/einem Modul dokumentiert werden. Ein Portfolio kann verschiedene Arbeiten von Exzerpten und Literaturrecherchen bis zu Lerntagebüchern oder Referaten enthalten. Die DozentInnen entscheiden jeweils, welche Leistungen für das Portfolio zu erbringen sind, dies kann je nach didaktischem Konzept der Veranstaltung/des Moduls für alle Studierenden gleich sein, es kann aber auch individuell vereinbart werden. Die Bewertung des Portfolios erfolgt abschließend aufgrund einer Gesamtbetrachtung der Sammlung.

Modulstruktur: 2 SL, 1 bPr 1

Veranstaltungen

Titel Art Turnus Workload (Kontaktzeit + Selbststudium) LP2
E1: Aufwachsen unter erschwerten Bedingungen Seminar WiSe&SoSe 90h (30 + 60) 3 [SL]
E2: Umgang mit Heterogenität und Differenz in Bildungsinstitutionen Seminar WiSe&SoSe 90h (30 + 60) 3 [SL]
E3: Modulbezogene Vertiefung Angeleitetes Selbststudium WiSe&SoSe 120h (30 + 90) 4 [Pr]

Studienleistungen

Veranstaltung Workload LP2
E1: Aufwachsen unter erschwerten Bedingungen (Seminar)

Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und diskursiven Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen und hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer Aufgabe zu Übungszwecken. Übungsaufgaben können beispielsweise sein: Die Vorbereitung und Durchführung einer Gruppenarbeit, die Vorbereitung und Durchführung einer mündlichen Präsentation, eine Argumentationsrekonstruktion, die Zusammenfassung eines Textes etc.
Für alle Studienleistungen gilt, dass schriftliche Beiträge im Umfang von höchstens 1200 Wörtern und mündliche Beiträge im Umfang von höchstens 20 Minuten verlangt werden.

siehe oben siehe oben
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
E2: Umgang mit Heterogenität und Differenz in Bildungsinstitutionen (Seminar)

siehe E1

siehe oben siehe oben
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.

Prüfungen

Organisatorische Zuordnung Art Gewichtung Workload LP2
E3: Modulbezogene Vertiefung (Angeleitetes Selbststudium)
  • mündliche Prüfung im Umfang von höchstens 30 Minuten,
  • Hausarbeit im Umfang von höchstens 4.500 Wörtern,
  • mündliche Präsentation mit einer schriftlichen Ausarbeitung im Umfang von höchstens 2.500 Wörtern,
  • Portfolios, die verschiedene mediale Formen zusammenführen.
Hausarbeit o. mündliche Prüfung o. Portfolio o. Referat mit Ausarbeitung 1 - -
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.

Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe rechtes Menü).
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.