Präsenz und Aufmerksamkeitsökonomien in Zeiten digitaler Alltagswelten. Untersuchungen in Studium und Beratung
Was bedeutet das Aufwachsen in der Gleichzeitigkeit analoger und digitaler Räume? Wie gestalten sich Alltagserfahrungen, Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie Raumkonzepte im ständigen Oszillieren und gleichzeitig Schweben zwischen analog und digital. Wie werden soziale Bezüge und Interaktionen, KörperLeib-Artikulationen, Care-Praxen und Selbstbehauptung hergestellt und erfahren? Die zu untersuchenden veränderten Wahrnehmungen, Artikulationen und Praktiken haben für Settings in Bildung und Beratung erhebliche Konsequenzen.
Es könnten unterschiedliche Untersuchungen gemacht werden in studentischen Erfahrungsräumen, Bildungsveranstaltungen etwa der offenen Jugendarbeit sowie im breiten Spektrum der Online- und Präsenzberatung. Ebenso breit ist die Palette der Untersuchungsmethoden, insbesondere ethnografische und netnografische Zugänge oder biografische sowie fokussierte Interviews, Gruppendiskussionen, Expert*inneninterviews. Theoretisch kann an (Sozial-)Raum- und Lebensweltforschung, an Gender und Queer Studies, an Jugendforschung angeknüpft werden.
In dieser Veranstaltung findet ein Platzvergabeverfahren statt. Bitte informieren Sie sich hier über den Ablauf: https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/erziehungswissenschaft/studium-und-lehre/studiendekanat/studienorganisation/platzvergabe/
Master of Arts: Voraussetzung ist die Einschreibung im Master of Arts Erziehungswissenschaft im WiSe 2026/27
Das Element 4 umfasst drei Forschungswerkstätten, in deren Rahmen erziehungswissenschaftliche Fragestellungen in empirische Forschungsarbeiten umgesetzt werden und ein Bericht verfasst wird.
Die Elemente 1 und 2 des Moduls sollten bereits studiert worden sein.
Das Seminar findet 14-tägig statt.
Baum, Markus; Otto, Marius (2025): Digitalisierte Sozialräume im Kontext raumorientierter Ansätze in der Sozialen Arbeit. In: Soziale Arbeit (74), 11, 427-434.
Steets, Silke; Tuma, René (2025): Netzwerkfiguren. Rekonfigurationen des Internets als Refiguration von Räumen. In: Berliner Journal für Soziologie (35), 1, 37-69.
Tillmann, Angela (2010): Virtuelle Erfahrungsräume: Über das Verhältnis von Medien und Raum. In:
sozialraum.de (2) 2/2010 (https://www.sozialraum.de/virtuelle-erfahrungsraeume.php, Zugriff 4.6.26).
Thiessen, Barbara (2026): Beratung aus der Care-Perspektive: Ambivalenzbegleitung zwischen Autonomie und Angewiesenheit. In: Handbuch der Beratung, Bd. 4, Dgvt-Verlag, i.E.
Witzel, Marc (2021): Sozialpädagogische Orte im digitalen Raum. In: Wunder, Maik (Hg.): Digitalisierung und Soziale Arbeit. Transformationen und Herausforderungen. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 68-79.
Wolf, Benedikt; König, Tomke (2024): Die Leibsprache der Geschlechter. Eine Intervention. In: Gender, 16(3), 231-247.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Mo | 14-16 | 12.10.2026-05.02.2027
nicht am: 12.10.26 / 26.10.26 / 09.11.26 / 23.11.26 / 07.12.26 / 21.12.26 / 28.12.26 / 04.01.27 / 18.01.27 / 01.02.27 |
| Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
|---|---|---|---|
| 25-ME3 Forschungsprojekt | E4a: Forschungswerkstatt I: Gegenstandsbezogene Einführung in das Forschungsprojekt | Studieninformation | |
| 25-ME3-IT Forschungsprojekt | E4a: Forschungswerkstatt I: Gegenstandsbezogene Einführung in das Forschungsprojekt | Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.
Die Forschungswerkstatt (Element 4a) dient der Begleitung des Forschungsprojekts. In Element 4a - Gegenstandsbezogene Einführung in das Forschungsprojekt - werden ausgehend von den Forschungsfragen der Studierenden gemeinsam Möglichkeiten ihrer empirischen Umsetzung erörtert. Dazu wird sowohl der method(olog)ische Ansatz betrachtet, als auch Möglichkeiten ihres Zuschnitts auf die einzelnen Forschungsvorhaben besprochen.