Der Begriff der Performativität wanderte aus den Sprachwissenschaften breiter in kultur-, gesellschafts- und geisteswissenschaftliche Felder und bezeichnet ein heute weithin anerkanntes Analyseinstrument. Geprägt von John L. Austin stellt der “performative Sprechakt” eine Äußerung dar, die nicht rein deskriptiv ist, sondern selbst Handlungen und Veränderungen hervorbringt. So beschreibt „Das Büfett ist eröffnet“ oder „Ich erkläre Sie hiermit als rechtmäßig verheiratet“ keinen vorsprachlichen Zustand, sondern stellt diesen Zustand zuallererst her. Breit bekannt gemacht wurde dieses Konzept für den Bereich gender von Judith Butler. Die darüberhinausgehende Rezeption verweist darauf, dass sämtliche soziale Interaktion als Performanz aufgefasst werden kann.
Wir werden im Kurs die Geschichte dieses Konzeptes nachzeichnen, die damit verbundenen Topoi (z.B. Theatralität, Ritualität, Maskerade, Ver/wandlungen) analysieren und die Überträge in andere Disziplinen, spezifisch der Bild- und Kunstgeschichte betrachten.
| Frequency | Weekday | Time | Format / Place | Period | |
|---|---|---|---|---|---|
| weekly | Mo | 16-18 | 12.10.2026-05.02.2027 |
| Module | Course | Requirements | |
|---|---|---|---|
| 22-BKG-MTM Theories and Methods of Art History and Historical Images Studies | Seminar zu theoretischen Ansätzen in der Bild- und Kunstgeschichte | Study requirement
Graded examination |
Student information |
The binding module descriptions contain further information, including specifications on the "types of assignments" students need to complete. In cases where a module description mentions more than one kind of assignment, the respective member of the teaching staff will decide which task(s) they assign the students.