Mit Debatten zu Klimagerechtigkeit, spätestens aber seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine 2022 ist Energie (erneut) zu einem politischen und gesellschaftlichen Schlüsselthema geworden. Fragen nach Versorgungssicherheit, Sparsamkeit und der Zukunft unseres Energiesystems aber auch nach Energiegerechtigkeit prägen seither die nationale wie globale Politik. Konkret erfahrbar werden diese Aushandlungsprozesse um Energie jedoch vor allem in lokalen Kontexten – auf der Ebene des Alltags, wo Menschen heizen, kochen, arbeiten, sich fortbewegen und konsumieren.
Genau hier setzt das zweisemestrige Praxisprojekt „Energizing Bielefeld“ an. Im Zentrum steht die lokale Energiegeschichte Bielefelds vom 19. bis ins 21. Jahrhundert. Gemeinsam entwickeln die Studierenden einen digitalen Energiepfad, der multimediale Einblicke in zentrale Orte der lokalen Energiegeschichte eröffnet. Die thematische Spannbreite reicht von der Elektrifizierung des städtischen Alltags über die sozialen und ökologischen Folgen fossiler Energienutzung bis zu den AKW-Protesten der Bielefelder Umweltbewegung und ihren frühen Initiativen für Wind- und Solarenergie. Das Projekt verbindet historische Forschung mit öffentlicher Wissensvermittlung: Die Studierenden erkunden die Energiegeschichte der Region praxisnah und erwerben zugleich berufsorientierende Kompetenzen – von Archivrecherchen und Oral-History-Methoden bis zur Konzeption von Podcasts und Videotutorials. im WiSe 26/27 wird es darum gehen, basierend auf den Vorarbeiten aus dem SoSe 25, den digitalen Energiepfad zu konzipieren und zu finalisieren.
Das Seminar wird vom Qualitätsfonds für die Lehre gefördert.
Die Veranstaltung kann im individuellen Ergänzungsbereich auch einsemestrig belegt werden.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Di | 10-12 | 12.10.2026-05.02.2027 |
| Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
|---|---|---|---|
| 22-2.6 Praxis der Geschichtsvermittlung | Projektseminar | benotete Prüfungsleistung
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Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.