In einer Besprechung zu einem neu editierten Band mit "Gesammelten Essays" von Elisabeth Lenk in der FAZ (14.03.2026) heißt es:
"Für das Unähnliche, das Stockende, den Paria.
Elisabeth Lenk, Adornos geniale Schülerin, verband Frankfurter Schule, Surrealismus und französische Theorie und entwarf eine eigensinnige Ethik des Ästhetischen. Nun können ihre Essays wieder entdeckt werden."
Frankfurter Schule, Surrealismus, French Theory: schauen wir uns an, was da auf uns zukommt! Lassen Sie uns mit Elisabeth Lenk ein wenig aus der ostwestfälischen Provinz nach Paris "hinüberträumen"!
Ein Scan der FAZ-Buchbesprechung findet sich im Lernraum abgelegt!
Eine gewisse Bereitschaft dazu und Freude daran, sich mit einer Sozialwissenschaftlerin/Sozialphilosophin jenseits des Mainstreams auseinanderzusetzen, ist eine gute Basis. Lesen Sie bitte einfach die unten angesprochene FAZ-Buchbesprechung, dann werden Sie sehen, ob es für Sie reizvoll sein kann, sich auf das intellektuelle Abenteuer "Elisabeth Lenk" einzulassen!
*************Ich habe in den letzten Tagen den Briefwechsel zwischen Adorno und Elisabeth Lenk gelesen. Man erfährt einiges über den Surrealismus in Paris in den Jahren 1962ff., über die Beziehungsfäden desselben zur Frankfurter Kritischen Theorie und auch über die 68er Studentenbewegung links und rechts des Rheins! Und schließlich - wunderbares Detail! -, dass Adorno offenbar in seine Lieblingsschülerin "verliebt" war, Brief Adorno an Lenk v. 4. Sept. 1965. Allerdings erfährt der Leser in einer Anmerkung Lenks zu diesem Brief auch, dass die von Adorno erhoffte "Traumreise (mit seiner Schülerin) ... nie stattgefunden (hat)": "Mir fehlen die Worte, Dir zu sagen, wie ich mich freue, mit Dir wegzufahren, wir wollen es zusammen ausdenken." (Adorno). Wirklich schade, dass daraus, wenn wir Elisabeth Lenk Glauben schenken wollen, offenbar nichts geworden ist. Wem fiele da nicht das Wort aus Adornos Ästhetischer Theorie ein: "Kunst ist das Versprechen des Glücks, das gebrochen wird."
Bibliogr. Hinweis:
Theodor W. Adorno und Elisabeth Lenk:
Briefwechsel 1962 - 1969
Hrsg. v. Elisabeth Lenk
München 2001, edition text + kritik (Dialektische Studien)
Der Briefwechsel: eine wunderbare Lektüre zur Einstimmung auf das Seminar!
Elisabeth Lenk, Kritische Schriften. Gesammelte Essays, Berlin (Matthes & Seitz) 2026
Weitere Literatur (Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, Walter Benjamin, André Breton u.a.) wird je nach Notwendigkeit an entsprechenden Orten und Stellen einbezogen.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Do | 16-18 | S1-213 | 12.10.2026-05.02.2027 |
| Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
|---|---|---|---|
| 30-M11 Vernetzung: Sozialwissenschaftliche Nachbardisziplinen | Seminar | Studienleistung
|
Studieninformation |
| - | benotete Prüfungsleistung | Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.
STUDIENLEISTUNG durch:
- Vorstellen / Präsentieren eines Themas / Inputs im Seminar, z.B. auch Referat
- Erstellen eines Resumés zur Diskussion und Vorstellung in der folgenden Sitzung
PRÜFUNGSLEISTUNG durch:
- ausführliche schriftliche Hausarbeit
- ggf. auch als ausführliche schriftliche Vertiefung eines Seminar-Inputs (s.o.)
Die regelmäßige (!) Teilnahme an den Seminarsitzungen wird vorausgesetzt.