230414 Der Geist der Erzählung? Narrative Strategien im mittelhochdeutschen Artusroman (S) (SoSe 2016)

Inhalt, Kommentar

Asketisch und wortkarg oder nackt und wahnsinnig – in seinen Romanen ‚Erec‘ und ‚Iwein‘ zeigt Hartmann von Aue den Artusritter in der Lebenskrise. Die Protagonisten müssen lernen, sich sowohl in die höfische Gesellschaft zu integrieren, als auch den Ansprüchen ihrer Ehefrauen gerecht zu werden. Eine schwierige Aufgabe, bis zu deren Bewältigung nebenbei noch zahlreiche phantastische âventiuren ausgestanden sein wollen.
Es sind jedoch nicht allein die zu bekämpfenden Riesen und Drachen, die dem Leser den Eindruck vermitteln, es mit ‚ausgedachten’ Geschichten zu tun zu haben, sondern auch die Haltung des Erzählers, der sich als vermittelnde, lenkende Instanz in Szene setzt und auf einer Ebene über den eigentlichen Geschichten für zusätzliche Unterhaltung sorgt.
Im Seminar soll untersucht werden, wie der mittelalterliche Autor Hartmann von Aue das Gestalten seiner Texte neben dem Vermitteln der eigentlichen Handlung in den jeweiligen Romanen thematisiert und wie diese Gestaltung mit ‚modernen’ Mitteln der Narratologie analysiert werden kann.

Literaturangaben

Hartmann von Aue: Erec. Hrsg. und komm. von Manfred Günter Scholz, übers. von Susanne Held. Frankfurt am Main: Deutscher Klassiker Verlag 2007.

Hartmann von Aue: Gregorius. Der arme Heinrich. Iwein. Hrsg., übers. und komm. von Volker Mertens. Frankfurt am Main: Deutscher Klassiker Verlag 2008.

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wöchentlich Mi 16-18 X-E0-205 11.04.-22.07.2016

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Seminar (S) / 2
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Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
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