Alte und neue Zugänge zur Weltgeschichte werden erarbeitet, um Traditionslinien mittelalterlicher Grundlagen eines vermeintlichen „Sonderwegs Europas“ ebenso kritisch zu prüfen wie Perspektiven der Globalgeschichte. Dabei wird deutlich, dass sowohl chronologische als auch skalare Konzepte (vom Lokalen über regionale und imperiale Zusammenhänge bis zum Globalen) jeweils eigene Erzählweisen über die Räume historischer Gesellschaften hervorbringen. Geschichtsschreibung ist in diesem Sinne stets auch Raumproduktion: Indem Geschichte erzählt und erklärt wird, werden räumliche Bilder und Ordnungsvorstellungen geprägt – etwa Vorstellungen von isolierten „kleinen Welten“ oder von weltregionalen Teilräumen, die lange Zeit ohne oder nur mit geringer Berücksichtigung außereuropäischer Verflechtungen dargestellt wurden. Dem setzt die Globalgeschichte für die Frühe Neuzeit und darüber hinaus eine Perspektive entgegen, die Austauschbeziehungen, Mobilitäten und Interdependenzen als konstitutiv für historische Entwicklungen versteht.
Benno Baumbauer u.a. (Hg.), Nürnberg GLOBAL 1300-1600. Katalog zur Ausstellung, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, Berlin/Boston 2025; Michael Borgolte, Die Welten des Mittelalters. Globalgeschichte eines Jahrtausends, München 2022; Jürgen Osterhammel (Hg.), Weltgeschichte (Basistexte Geschichte 4) Stuttgart 2008; Thomas Ertl (Hg.), Europa als Weltregion: Zentrum, Modell oder Provinz?, Wien 2014; Ders., Europas Aufstieg: Eine Spurensuche im späten Mittelalter, Wien 2013.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Mo | 12-14 | X-B2-101 | 13.04.-24.07.2026 |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.
| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Studieren ab 50 |