Die Veranstaltung richtet sich an Studierende der Germanistik und Literaturwissenschaft, die den Journalismus als Berufsfeld in Erwägung ziehen. Teilnehmende erarbeiten begriffliche Grundlagen des Journalismus und dessen Grundstrukturen, lernen journalistische Genres kennen und erproben einige davon in praktischen Übungen. Als Lehrender bringe ich meine wissenschaftlichen Arbeiten in der Journalistik und langjährigen praktischen Erfahrungen als Journalist für Zeitschriften und den ARD-Hörfunk ein. Alle teilnehmenden Studierenden sollen am Ende gut einschätzen können, ob der Journalismus ihnen geeignete berufliche Perspektiven bietet und wissen, welche Wege in den Journalismus für sie gangbar sind.
Was hat es im Kontext des Journalismus auf sich mit Begriffen wie „Beruf“, „Professionalität“, „Öffentlichkeit“, „Qualität“, „Moral & Ethik“, „Strukturwandel“, „Kompetenzen“ und „Qualifikationen“? Was unterscheidet den Journalismus von anderen Formen des Publizierens und insbesondere von den Public Relations? In welche Strukturen gliedert sich der Journalismus in Deutschland? Wie unterscheiden sich Karrieren in Festanstellung vom freien Journalismus? In welche Ressorts neben „Nachrichten“ oder „Feuilleton“ gliedern sich Redaktionen? In diesem Teil der Veranstaltung wird der Journalismus im Sinne der Journalistik sozialwissenschaftlich beleuchtet. Grundlage für die systematische Begriffsarbeit ist die Terminologielehre. Diese Teildisziplin der Angewandten Linguistik soll eine der Untersuchung des sozialen Phänomens des Journalismus angemessene begriffliche Präzision begründen.
Den zweiten Schwerpunkt der Veranstaltung bildet Stilistik für Journalistinnen und Journalisten: Nach welchen Regeln formulieren journalistisch Arbeitende ihre Sätze, Überschriften und Einstiege, wie verändern sich die Konventionen angesichts der Digitalisierung des Berufs? In praktische Übungen schreiben Studierende Textes in Genres wie Nachricht, Bericht, Reportage und Interview.
Darüber hinaus werde ich gern, je nach Interesse, weitere Aspekte des Berufsfelds Journalismus aufgreifen. Auch werde ich Redaktionsbesuche anfragen.
Alle Studierenden beschaffen sich bitte vorab die unten aufgeführte Literatur. Die Bücher, von denen noch zu definierende Teile zu lesen sein werden, sind sämtlich als E-Books in der Universitätsbibliothek erhältlich. Die DIN 2342: 2022-07 ist in Bielefeld kostenlos einsehbar am Normen-Infopoint in der Bibliothek der Hochschule Bielefeld.
DIN 2342 Deutsches Institut für Normung e. V. (2022): Terminologiewissenschaft und Terminologiearbeit – Begriffe, Ausgabe 2022-07. Beuth, Berlin.
Hooffacker, Gabriele (2020): Online-Journalismus: Texten und Konzipieren für das Internet. Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis. Springer VS. 5. Auflage, Wiesbaden.
Hooffacker, Gabriele; Meier, Klaus (2017): La Roches Einführung in den praktischen Journalismus. Mit genauer Beschreibung aller Ausbildungswege Deutschland, Österreich, Schweiz. 20., neu bearbeitete Auflage. Springer VS: Wiesbaden.
Kurz, Josef et al. (2010) Stilistik für Journalisten . 2., überarbeitete Auflage. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden.
Streitbörger, Wolfgang (2014): Grundbegriffe für Journalistenausbildung: Theorie, Praxis und Techne als berufliche Techniken. Springer VS, Wiesbaden.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Mi | 14-16 | 20.04.-24.07.2026
nicht am: 29.04.26 / 13.05.26 / 27.05.26 / 03.06.26 / 17.06.26 / 01.07.26 / 15.07.26 |
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| wöchentlich | Mi | 14-18 | 27.05.-15.07.2026
nicht am: 03.06.26 / 10.06.26 / 24.06.26 / 08.07.26 |
Übungen |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.