Der Begriff der Kulturtechniken hat in den letzten Jahrzehnten eine Ausdehnung erfahren und ist aus den Geo- und Agrarwissenschaften in die Medien- und Literaturwissenschaft eingewandert. Als Praktiken und Verfahren der Erzeugung von Kultur setzen Kulturtechniken reflexiv an der Schnittstelle von Geistes- und Technikwissenschaften an und stellen die Frage nach den Bedingungen der Möglichkeit von Kultur überhaupt. Elementare Fertigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen sind nicht zuletzt Techniken des Körpers als dem natürlichsten aller (technischen) Instrumente, die sich dem Zusammenspiel von Kopf, Hand und Gedächtnis verdanken.
Überall sind, so scheint es, die Hände im Spiel!
Gemeinsam werden die ethnologischen, anthropologischen und medienhistorischen Hintergründe der Kulturtechnikforschung untersucht und basale Fertigkeiten wie Lesen, Schreiben und Modellieren auf ihren Zusammenhang mit literaturwissenschaftlichen Bereichen wie der Schreibprozessforschung in den Blick genommen. Dazu schafft das Seminar – in Zusammenarbeit mit dem Schreiblabor der Universität Bielefeld! – Raum für praktische Übungen im Lesen, Schreiben und Modellieren. Damit profitiert das Seminar für das Verständnis von Kulturtechniken von einem hohen Praxisanteil.
Keine
Marcel Mauss: Die Techniken des Körpers (1934), in: ders.: Soziologie und Anthropologie, Bd. 2, Frankfurt/M. 1989.
André Leroi-Gourhan: Hand und Wort. Die Evolution von Technik, Sprache und Kunst (1964), Frankfurt/M. 1980.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Di | 10-12 | 13.04.-24.07.2026 |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.
| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Studieren ab 50 |
Interesse an theoretischen Fragen mit praktischem Anteil