Der Begriff der Affordanz (engl. Affordance) beschreibt, wie Nutzungsmöglichkeiten von Dingen durch deren Materialität nahegelegt werden. Für die Medienlinguistik und Medienwissenschaft ist das Konzept besonders interessant, weil es darauf hinweist, dass bestimmte Medien aufgrund ihrer Materialität und ihrer spezifischen medialen Features bestimmte Nutzungsweisen eher nahelegen als andere bzw. Nutzungsweisen überhaupt eröffnen (z.B. Möglichkeit des Einsatzes von Bildern oder Musik, Möglichkeiten der Reaktion/Kommentierung). Solche Nutzungsmöglichkeiten können als mediale Affordanzen untersucht werden. Allerdings sind Nutzungsweisen von Medien nicht durch Affordanzen allein determiniert, sondern sie etablieren sich – im Rahmen der materiellen Möglichkeiten – ebenfalls auch durch soziale und kulturelle Routinen. Genau auf die Betrachtung solcher wechselseitigen Verhältnisse von medialen Affordanzen und Nutzungsweisen bestimmter Medien zielt das Seminar.
Im ersten Teil des Seminars werden wir das Konzept medialer Affordanzen anhand von Fachtexten theoretisch ergründen und seine (etwas) unterschiedlichen Lesarten innerhalb des wissenschaftlichen Fachdiskurses vergleichen. Im zweiten Teil des Seminars arbeiten Studierende mit selbst gewählten Beispielen authentischer Medienkommunikation, anhand derer wir das Konzept empirisch auf unterschiedliche Medien beziehen. So können wir vergleichen, welche Nutzungsweisen bestimmte Medien jeweils eröffnen und dadurch ihre kommunikative Nutzung mitprägen.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Mo | 12-14 | 13.04.-24.07.2026 |
| Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
|---|---|---|---|
| 23-MeWi-HM1 Medien, Sprache und Kultur Medien, Sprache und Kultur | Lehrveranstaltung I | benotete Prüfungsleistung
|
Studieninformation |
| Lehrveranstaltung II | Studienleistung
|
Studieninformation | |
| Lehrveranstaltung III | Studienleistung
|
Studieninformation | |
| Lehrveranstaltung IV | Studienleistung
|
Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.
Lesen von Fachtexten und aktive Teilnahme an der Diskussion im Kurs, Analyse von selbst gewählten Mediendaten (z.B. Instagram-Posts, Fernsehbeiträge, TikToks, Zeitschriftenseiten) und Anleitung der gemeinsamen Analyse im Blick auf mediale Affordanzen dieser Daten im Kurs.