Nächster Termin: 25.01.2016 im Raum U2-205
Seit Jahrzehnten warnen Forscher vor einer Kollision unserer wirtschaftlichen Aktivitäten mit dem System Erde. Beispiele dafür sind:
Im Kyoto-Protokoll von 1997 wurde als Ziel für 2012 eine Reduzierung der CO2-Emissionen gegenüber 1990 von 22 Mrd. t festgelegt. Aber 2011 betrug der weltweite CO2-Ausstoß mehr als 31 Mrd. t.
Regenwälder werden abgeholzt und abgebrannt, um Flächen für Palmöl und Futtermittel zu gewinnen. Wasser wird in vielen Regionen knapp, d.h. Trinkwasser als auch Wasser zur künstlichen Bewässerung. Die Weltbevölkerung wächst jährlich um 80 Millionen Menschen.
Trotz der Erkenntnisse fehlt es an der notwendigen Kurskorrektur. Es ist aber eine zentrale kulturelle Aufgabe, zu bestimmen und zu begründen, welche Eingriffe in Natur, Kultur und Gesellschaft aus aktueller Situation gerechtfertigt oder welche besser zu unterlassen sind. Defizite sind u.a. ein nicht nachhaltiger Produktions- und Konsumstil sowie fehlende Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Zentrale Herausforderungen sind:
-Maßnahmen gegen die Folgen des Klimawandels
-Energische Bemühungen gegen die Armut
-Absenkung der Geburtenrate
Welche Geisteshaltung und welche Wertauffassungen sind erforderlich, um "nachhaltig" zu leben, zu denken und zu handeln? Dazu erfordert es den Willen zur Verantwortung, zum ganzheitlichen vernetzten Denken sowie überzeugende Fachkompetenz und Fachwissen.
Solche Schlüsselqualifikationen ermöglichen nachhaltige Strategien:
-Die Verwendung von Energie und Rohstoffen beenden.
-Stattdessen hungernden Menschen eine Grundversorgung zusichern.
-Dazu Produktionsverfahren in der Landwirtschaft und Industrie nachhaltig verbessern.
-Die Stadt- und Regionalplanung für die Menschen ökologisch gestalten.
Empfohlene Literatur zur Vorbereitung:
Deutsches Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess), Programm zur nachhaltigen Nutzung und zum Schutz der natürlichen Ressourcen, 2012.
Welzer, H., Kl. Wiegandt: Perspektiven einer nachhaltigen Entwicklung. Wie sieht die Welt im Jahr 2050 aus? Frankfurt, 2012².
Jahrbuch Ökologie. Mut zu Visionen. Brücken in die Zukunft, 2014. Stuttgart, 2013.
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