Im Seminar werden zentrale Quellen zur Sonderschule im Nationalsozialismus analysiert. Grundlage für die Seminararbeit ist ein Reader, der Quellen enthält, die teilweise nicht mehr öffentlich zugänglich sind. Ausgewählt wurden vor allem Quellen, die für die Sonderschulpraxis in der Zeit des Nationalsozialismus bedeutsam waren. Als Bereiche der Sonderschulpraxis werden der Unterricht, die sonderpädagogische Diagnostik und die sonderpädagogische Beratung in den Blick genommen. Darüber hinaus werden das Gesetz zur Verhütung zur erbkranken Nachwuchses und Auszüge aus dem Gesetzeskommentar sowie Texte betrachtet, an denen deutlich wird, wie Sonderschullehrkräfte in der Sonderschulpraxis an der Durchführung des Gesetzes mitarbeiteten und welche Ansprüche sie für die Berufsgruppe mit dem Gesetz verbanden. Zudem wird an der Neuauflage einer Quelle und an gekürzten Nachdrucken zweier Quellen, der Umgang der Sonderpädagogik mit den Texten nach der NS-Zeit verdeutlicht.
Die Mitarbeit am Seminar umfasst neben dem Durcharbeiten und der Diskussion der Quellen, die mündliche Präsentation eines Textes. Als Arbeitsformen sind im Seminar Plenumsdiskussionen, Partner- und Kleingruppenarbeit vorgesehen. Der Reader wird am ersten Seminartag verkauft.
In dieser Veranstaltung findet ein Platzvergabeverfahren statt. Bitte informieren Sie sich hier über den Ablauf: https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/erziehungswissenschaft/studium-und-lehre/studiendekanat/studienorganisation/platzvergabe/
Empfohlene Vorkenntnisse: Vorheriger Besuch der Vorlesung "Einführung in die Sonderpädagogik und inklusive Pädagogik" (dies gilt nur für Studierende des Lehramtes G+ISP bzw. HRGe-ISP)
Dagmar Hänsel: Sonderschule im Nationalsozialismus. Die Magdeburger Hilfsschule als Modell. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2019
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| Block | Block | 10-18 | Lernwerkstatt Z1-518 | 23.-25.03.2026 | |
| einmalig | Do | 10-16 | Lernwerkstatt Z1-518 | 26.03.2026 |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.