Modul 25-BE-IndiErg13 Inklusion

Fakultät

Modulverantwortliche*r

Turnus (Beginn)

Jedes Semester

Leistungspunkte und Dauer

10 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Das Modul vermittelt den Studierenden grundlegendes Wissen im Hinblick auf Inklusion im Allgemeinen und im Kontext von Institutionen und Organisationen. Sie erwerben die Kompetenz zur systematischen, theoriebasierten Analyse inklusiver Konzepte und entwickeln Deutungsweisen zum Verstehen von inklusionsbezogenem Handeln in Institutionen und Organisationen. Die Studierenden kennen die historische und aktuelle Diskussion um den Begriff der Behinderung und des sonderpädagogischen Förderbedarfs und können individuumsbezogene, medizinisch und psychologisch orientierte von soziologisch orientierten Perspektiven unterscheiden. Sie können das Verhältnis von Allgemeiner Pädagogik und Sonderpädagogik in seiner historischen Gewordenheit einordnen und kritisch reflektieren. Sie gewinnen einen Überblick über unterschiedliche Kategorien und Arbeitsfelder sonderpädagogischer Förderung. Unter der Leitperspektive der Inklusion setzen sie sich mit Chancen und Risiken sonderpädagogischer Maßnahmen in unterschiedlichen pädagogischen Kontexten auseinander. Schließlich erwerben die Studierenden Planungs- und Anwendungskompetenz in Bezug auf inklusive Konzepte.

Lehrinhalte

Das Element 1 "Einführung in die Sonderpädagogik und in die Inklusive Pädagogik" bietet den Studierenden einen Überblick über die Entwicklung der Sonderpädagogik und das derzeitige System sonderpädagogischer Förderung mit seinen verschiedenen Förderschwerpunkten in Deutschland. Dabei werden Fragen des Menschenbildes und Behinderungsbegriffs ebenso angesprochen wie die rechtliche Stellung von Menschen mit Behinderungen und Möglichkeiten ihrer besonder(nd)en oder inklusiven Unterrichtung und Förderung. Weiterhin werden das subsidiäre Verhältnis der Sonderpädagogik zur allgemeinen Pädagogik und die aktuellen Entwicklungen im Rahmen einer inklusiven Pädagogik herausgearbeitet. Unter der Leitperspektive der Inklusion werden auch weitere Heterogenitätsdimensionen wie soziale, ethnische, kulturelle und Gender-Aspekte berücksichtigt, die sich auf die Zuschreibung, Entstehung und Aufrechterhaltung von Behinderung auswirken können. Am Beispiel ausgewählter Behinderungskategorien werden diese Aspekte vertieft und veranschaulicht.

Im Element 2 wählen die Studierenden einen thematischen Schwerpunkt, den sie exemplarisch vertiefen. Je nach Wahl werden grundlegende theoretische Fragestellungen der Heil- und Sonderpädagogik sowie Fragen der Integration und Inklusion im Bildungssystem vertiefend erarbeitet. Dabei wird besonders der Behinderungsbegriff aus verschiedenen Theorieperspektiven reflektiert. Konzepte und Institutionen der Pädagogik bei Lernbeeinträchtigungen werden in den Blick genommen und auf der Grundlage empirischer Untersuchungen auf ihre Relevanz und Effektivität hin untersucht. Darüber hinaus wird die historische Entwicklung der Heil- und Sonderpädagogik als Teil des Bildungswesens unter besonderer Berücksichtigung der Hilfsschule und ihrer Folgeinstitutionen präsentiert und kritisch diskutiert. Diskurse zur Integrationspädagogik und Inklusion im Schulsystem werden aus allgemein- und sonderpädagogischer Perspektive reflektiert.

In Element 3 wird Inklusion in institutionellen und organisationalen Kontexten beleuchtet. Dies erfolgt exemplarisch anhand ausgewählter Institutionen und Organisationen. Dabei werden inklusionsbezogene Gestaltungselemente, Strategien und Konzepte unter Berücksichtigung organisationaler Strukturen und Bedingungen beleuchtet.

Empfohlene Vorkenntnisse

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Modulstruktur: 2 SL, 1 uPr 1

Veranstaltungen

E1: Einführung in die Sonderpädagogik und in die Inklusive Pädagogik
Art Vorlesung
Turnus WiSe&SoSe
Workload5 90h (30 + 60)
LP 3 [Pr]
E2: Theorie und Geschichte der inklusiven Pädagogik, der Heil- und Sonderpädagogik
Art Seminar o. Vorlesung
Turnus WiSe&SoSe
Workload5 90h (30 + 60)
LP 3 [SL]
E3: Inklusion in institutionellen und organisationalen Kontexten
Art Seminar o. Vorlesung
Turnus WiSe&SoSe
Workload5 90h (30 + 60)
LP 3 [SL]

Studienleistungen

Veranstaltung Workload LP2
E2: Theorie und Geschichte der inklusiven Pädagogik, der Heil- und Sonderpädagogik (Seminar o. Vorlesung)

Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und diskursiven Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen und hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer Aufgabe zu Übungszwecken.

Aktive Mitgestaltung der Veranstaltung in Form eines Kurzvortrags, einer Seminargestaltung, eines Protokolls, einer Vorstellung von Gruppenarbeitsergebnissen, einer prozessbegleitenden Dokumentation (Lerntagebuch) oder einer in Aufwand und Umfang entsprechenden anderen Form nach Maßgabe der/des jeweiligen Lehrenden.

siehe oben siehe oben
E3: Inklusion in institutionellen und organisationalen Kontexten (Seminar o. Vorlesung)

siehe E2

siehe oben siehe oben

Prüfungen

E1: Einführung in die Sonderpädagogik und in die Inklusive Pädagogik (Vorlesung)
Art Klausur
Gewichtung unbenotet
Workload 30h
LP2 1

Klausur im Umfang von max. 90 Minuten

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Studiengang Variante Profil Empf. Beginn 3 Dauer Bindung 4
Erziehungswissenschaft - Angebote für den Individuellen Ergänzungsbereich / Individueller Ergänzungsbereich im Bachelor [] 1. o. 2. o. 3. o. 4. o. 5. o. 6. ein oder zwei Semes­ter Wahl­pflicht
Individueller Ergänzungsbereich – Allgemeine Angebote / Individueller Ergänzungsbereich im Bachelor [] Fakultät für Erziehungswissenschaft 1. o. 2. o. 3. o. 4. o. 5. o. 6. ein oder zwei Semes­ter Wahl­pflicht
Klinische Linguistik / Sprachtherapie / Bachelor of Science [Studien- und Prüfungsordnung vom 01.06.2021] 1-Fach (fw) 3. zwei Semes­ter Pflicht

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.


Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe Navigation).
5
Workload (Kontaktzeit + Selbststudium)
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.