Anknüpfend an alttestamentlich-jüdische Überlieferungen, sind im Christentum Gottesliebe und Nächstenliebe von Anbeginn aufs Engste miteinander verknüpft. Das hatte sogleich eminente Folgen für die Gestaltung der Gottesdienste, die Entstehung von Ämtern und das soziale Verhalten der Christen.
Zunächst wird in der Vorlesung die Entwicklung des diakonischen Handelns von der römischen Kaiserzeit bis zur Spätantike verfolgt. Danach führten die Zerstörung staatlicher Strukturen in der Völkerwanderung, die Absenkung des materiellen Lebensniveaus und die Germanisierung des Christentums zu tiefgehenden Umprägungen, die in den folgenden Jahrhunderten bestimmend bleiben sollten. Nachdem die europäische Stadtentwicklung und die religiöse Armutsbewegung im 12./13. Jh. einer positiven Sicht der Armut Raum gegeben hatten, finden wir in den spätmittelalterlichen Bettelordnungen eine zunehmende Reglementierung der Armenfürsorge bis hin zum Verbot des Strassenbettels.
In der Reformation brach der Streit um die Bedeutung der guten Werke für das ewige Heil auf, die reformatorischen Konfessionen und die römische Kirche waren bemüht, die Armenpflege nach je eigenen Konzepten zu intensivieren und zu rationalisieren. Nachdem der Dreißigjährige Krieg unsägliche Not über die deutschen Länder gebracht hatte, lassen sich ungeachtet der Konfessionsgrenzen überall in Europa Neuansätze christlich-sozialen Handelns beobachten..
Quellen:
Literaturhinweise:
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
|---|
| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Evangelische Theologie / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | KG Ia; KG II/2a | 3 | |||
| Evangelische Theologie / Master of Education | (Einschreibung bis SoSe 2014) | KG Ia; KG II/2a | 3 |