Anthropolog*Innenn spezialisierten sich lange auf Verwandtschaftstheorien, und entwickelten damit eines der klassischen Themenfelder der Disziplin, das dazu diente, Personen und Gesellschaften zu klassifizieren. In den letzten Jahrzehnten entstanden neue Kategorien der Identität, Intimität, und Zugehörigkeit, die einst statische und homogene Verständnisse ablösten. Was bedeutet Verwandtschaft aber überhaupt, und wie können wir Beziehungen in der Gegenwart verstehen? Wo liegen die Grenzen zwischen biologischer und kulturereller Verwandtschaft, wenn Reproduktionsmedizin und Adoptionsrecht globalisiert werden, aber auch Scheidung, Co-parenting, Patchworkfamilien und Queerness unsere Vorstellung der “Normalität” beeinflussen? Wer soll und darf wen heiraten? Wer trägt Verantwortung und wem “gehören” Kinder? Wie wirkt sich Sexualität auf Praktiken, Identitäten, und Lebenswelten aus? Und welche Rolle spielen Genetik und Gesetze, sowie Liebe, in unserem Zusammensein?
Diesen und ähnlichen Fragen widmen wir uns in diesem Seminar und versuchen, sie anhand ethnographischer Fallbeispiele und populärer Alltagsdebatten zu beleuchten. Dabei erkunden wir sowohl klassische Verwandtschaftstheorien als auch neuere Konzepte und Perspektiven zu Kinship, Relatedness, und Sozialität und untersuchen, was sie zu unserem Verständnis der Welt und von uns selber beitragen können.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
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| wöchentlich | Do | 14:00-16:00 | 12.10.2026-05.02.2027 | Lehrstuhlvertretung durch Frau Dr. Bruckermann |
| Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
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| 30-M25 Fachmodul Transnationalisierung, Migration und Entwicklung | Seminar 1 | Studienleistung
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Studieninformation |
| Seminar 2 | Studienleistung
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Studieninformation | |
| - | benotete Prüfungsleistung | Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.