„Das Alte vergeht, doch das Neue vermag nicht geboren werden: Es ist die Stunde der Monster.“ (Antonio Gramsci 1991/1939) Es ist dieser Zwischenraum, die Unklarheit und Unbestimmbarkeit, die zum Fürchten ist und die zugleich Möglichkeiten eröffnet und daher eine uneindeutige Anziehungskraft haben kann. Hier ist Platz für Kritik und Imagination und damit auch für Gegenentwürfe.
Das Horrorgenre kann als solch ein Raum der Faszination und der Kritik betrachtet werden. Der Blick auf Monster und Freaks führt zugleich in die tiefe gesellschaftlicher Ordnungen – ihrer Normen und Ab-Normalitäten.
Wer sind die Monster und wie werden sie als Monster erkennbar? Wer hat vor wem oder was Angst und was lernen wir dadurch über Geschichte, Gesellschaft und Macht? Welche monströsen Körper laden uns zur Identifikation ein? Wie hängt die Konstruktion von Monstrosität bspw. mit Geschlechter-/Begehrensverhältnissen zusammen?
Im Seminar beschäftigen wir uns in einer gesellschaftstheoretischen Perspektive mit Horror als „kulturelles Phänomen“ sowie als „Raum für kritische Reflexion“ (Bouamar & Bushra 2025).
(Ein Teamteaching von Erziehungswissenschaft und Soziologie.)
erste Literatur (weitere werden zu Beginn des Seminars mitgeteilt):
Bouamar, F. & Bushra, N. (2025): Jenseits des Schreckens. Horror, Widerstand und Visionen. Resistance & desire #7. Münster: UNRAST
Kim, M. (2025): Das Beste sind die Augen. Kiwi space.
Preciado, P. (2021): Can the Monster speak? Report to an Academy of Psychoanalysts. Fritzcarraldo Etitions.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Di | 16-18 | X-E0-220 | 14.04.-21.07.2026 |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.