Spielt Gerechtigkeit in der Weltpolitik eine Rolle? Oder geht es letztlich doch nur um Macht? Solche Fragen haben angesichts der Polykrise der Weltpolitik neue Relevanz gewonnen, vor allem, weil mehrere der Krisen – insbesondere der russische Angriffskrieg in Europa, die Wirtschaftskriege der USA, die Krise der NATO – den Eindruck erwecken, dass Machtfragen wichtiger sind als Gerechtigkeitsfragen. Die Übung möchte solche Zeitdiagnosen kritisch diskutieren und aufzeigen, dass viele dieser Krisen im Kern auch durch Gerechtigkeitskonflikte geprägt sind und der vermeintliche Gegensatz Macht vs. Gerechtigkeit entsprechend unterschätzt, wie wichtig Gerechtigkeitsfragen tatsächlich sind. Zu diesem Zweck stellt die Übung zunächst prominente Ansätze zu Fragen globaler Gerechtigkeit vor und wendet diese anschließend auf verschiedene Dimensionen der Polykrise an. Sie beleuchtet dabei ein Bündel von Gerechtigkeitsfragen, die in der Polykrise neu ausgehandelt werden: angefangen von gerechten Kriegen über faire Handelsbeziehungen und gerechte Wohlstandsverteilungen bis hin zu Verantwortlichkeiten und Pflichten in der globalen Klimapolitik.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Do | 10-12 | X-E1-202 | 13.04.-24.07.2026
nicht am: 14.05.26 / 04.06.26 |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.
| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Studieren ab 50 |