Das Seminar widmet sich einer ironischen Perspektive als soziologischer Heuristik und Methode. Anhand von klassischen Untersuchungen und etablierten Paradigmen aus allen Bereichen der Soziologie wird aufgezeigt, dass soziologische Befunde insbesondere dann ästhetisch ansprechend sind und im disziplinären Gedächtnis bleiben, wenn sie Inkongruenzen und Widersprüche zwischen Sein und Schein oder individuellen Absichten und sozialen Folgen aufzeigen. In diesem demaskierenden Motiv, das soziale Phänomene mit ihrem Gegenteil in Berührung bringt, sich für die Paradoxien des Sozialen sensibel zeigt und bestehende Annahmen auf den Kopf stellt, liegt ein wesentliches Moment dessen, was Peter L. Berger das „soziologische Bewusstsein“ genannt hat. Ein solches ironisches Gespür ist heuristisch produktiv für die Formulierung von Arbeitshypothesen und Untersuchungsstrategien und rhetorisch instruktiv für die Entwicklung einer soziologisch überraschenden, nicht-trivialen „story“. Indem im Seminar Einsichten darüber vermittelt werden, was die interessantesten soziologischen Arbeiten tatsächlich interessant macht, werden so zugleich Strategien für die Entwicklung eigener interessanter Arbeiten, von der Hausarbeit bis zur Abschlussarbeit, an die Hand gegeben.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Mo | 16-18 | S1-126 | 13.04.-24.07.2026 |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.
| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Studieren ab 50 |